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Das Steinerne Licht. Merle-Zyklus 02. Taschenbuch – 1. August 2004


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 348 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (1. August 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453873963
  • ISBN-13: 978-3453873964
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (44 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 442.088 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Kai Meyer geboren 1969, studierte Film- und Theaterwissenschaften und arbeitete als Journalist, bevor er sich ganz auf das Schreiben von Büchern verlegte. Er hat inzwischen über fünfzig Titel veröffentlicht, darunter zahlreiche Bestseller, und gilt als einer der wichtigsten Phantastik-Autoren Deutschlands. Seine Werke erscheinen auch als Film-, Comic- und Hörspieladaptionen und wurden in dreißig Sprachen übersetzt.

INTERVIEW:

Wieso schreiben Sie phantastische Romane?

Weil die phantastische Literatur mehr Farben bietet als die realistische. Und weil alles, was wir uns vorstellen und in Gedanken ausmalen können, ebenso real ist wie die konkrete "wirkliche" Welt um uns herum. Unsere Phantasie (d.h. Wünsche, Träume, Ziele) beeinflussen unseren Alltag weit mehr als die konkrete Entscheidung, welches Auto wir uns kaufen. Oder welches Brötchen beim Bäcker.

Immer wieder wird über den Sinn und die "Legitimität" von Fantasy diskutiert. Wie sehen Sie die Rolle der Fantasy heute?

Im besten Fall ist Fantasy Symbolismus, vermischt mit guter Unterhaltung. Manchmal ist sie nur das eine, manchmal nur das andere, und viel zu oft leider keines von beidem. Aber so ist das immer, wenn ein Genre erfolgreich wird. Es gibt gute und schlechte Thriller, gute und schlechte romantische Komödien. Das trifft genauso auf die Fantasy zu. Wenn die Qualität stimmt, muss man über Legitimität nicht diskutieren.

Welches Ihrer Bücher würden Sie am ehesten empfehlen?

Dazu müsste ich den einen speziellen Leser kennen, der diese Frage stellt. Und seine Interessen oder zumindest seinen Geschmack. Generell: ARKADIEN ERWACHT. Fantasy-Fans sind sicher mit der STURMKÖNIGE-Trilogie gut bedient, Horror-Leser mit DIE VATIKAN-VERSCHWÖRUNG, DAS ZWEITE GESICHT oder GÖTTIN DER WÜSTE. Historische Romane mit phantastischem Einschlag: DAS BUCH VON EDEN und LORELEY. (Fast) reine Historie: HERRIN DER LÜGE. Jemandem aus der Gothic-Szene würde ich DIE ALCHIMISTIN empfehlen. Jugendlichen eine der anderen Trilogien. Aber das ist alles sehr verallgemeinernd.

Wie kam Ihnen die Idee zu Ihren ARKADIEN-Romanen?

Ich arbeite seit jeher gern mit mythologischen Elementen. So entstanden irgendwann die Arkadischen Dynastien - eigentlich ein mehr oder minder erfundener Mythos, der aber wie ein echter erscheinen soll. Als mir klar war, dass es um Gestaltwandler aus der Antike gehen würde, die auch in unserer Zeit als Familienclans im Verborgenen weiterexistieren, führte mich das recht schnell zur Mafia - eine der letzten dynastisch organisierten Machtstrukturen der Gegenwart. Zudem fand ich es interessant, dass die Cosa Nostra selbst im Geheimen operiert, zugleich aber den Deckmantel für etwas noch sehr viel Rätselhafteres und Gefährlicheres abgeben sollte.Das war der Hintergrund, den ich mir vage zurechtgelegt hatte. Dann erschien Rosa auf der Bildfläche und krempelte alles um. Plötzlich kreiste die Geschichte vor allem um sie und ihre Beziehung zu Alessandro Carnevare. Das war für mich eines der ersten Male, dass ein Charakter derart zwingend den Plot umgeformt hat. Etwas Ähnliches ist mir nur zwei, drei Mal vorher passiert, vor allem in DIE ALCHIMISTIN. Unter anderem deshalb hat Aura Institoris in ARKADIEN BRENNT einen kurzen Gastauftritt, auch die inhaltlichen Querverbindungen wurden im zweiten Band immer offensichtlicher.

Wie verläuft ein Arbeitstag bei Ihnen?

Aufstehen um sechs, frühstücken, mit dem Hund draußen auf den Feldern spazieren gehen, gegen acht, halb neun am Schreibtisch sitzen und die ersten E-Mails beantworten. Dann überarbeite ich meine Seiten vom Vortag und versuche, zehn neue zu schreiben. Oft klappt das, aber nicht immer, weil ich mich genau wie alle anderen von Anrufen, E-Mails und dem Internet im Allgemeinen ablenken lasse. Es ist in den letzten Jahren auch ein ziemlich hoher organisatorischer Aufwand hinzugekommen, trotz meiner Agentur: Ich schreibe oder überarbeite Rückseitentexte, diskutiere über Coverentwürfe, korrigiere Manuskripte meiner Hörspieladaptionen usw.

Wie lange schreiben Sie im Schnitt an einem Buch?

An ARKADIEN ERWACHT habe ich ungefähr fünf Monate geschrieben - im Anschluss an eine etwa ebenso lange Phase der Konzeption. Ich erarbeite über mehrere Monate ein sehr genaues Exposé der Handlung, das im Fall von ARKADIEN ERWACHT etwa vierzig Seiten dick war. Im Fall von ARKADIEN BRENNT hatte das Exposé rund fünfzig Seiten, beim dritten Band fast sechzig. Die Arbeit daran dauert meist zwischen zwei und vier Monaten.

Sie verwenden oft starke Mädchen und Frauen als Hauptfiguren. Warum entscheiden Sie sich für weibliche Protagonisten?

Die WOLKENVOLK-Trilogie hat einen männlichen Protagonisten, die WELLENLÄUFER- und die MERLE-Trilogien nahezu gleichwertige männliche Nebenfiguren. Frauen schreiben ja auch aus der Sicht von Männern, letztlich ist das gar nicht so schwierig. Man muss sich nur in andere hineinversetzen können, dann spielt das Geschlecht keine große Rolle mehr. Ich weiß nicht genau, woher der Eindruck rührt, dass ich nur über Mädchen und Frauen schreibe. Die Frage danach taucht immer wieder auf. Aber niemand will von J.K. Rowling wissen, warum ihre Bücher "Harry Potter" und nicht "Hermione Granger" heißen.

Haben Sie einen Ratschlag für alle, die mit dem Schreiben beginnen möchten?

Schreiben ist in erster Linie kein Beruf, kein Status, kein Ziel und keine Erfolgsformel - Schreiben ist eine ganz konkrete Tätigkeit. Also erzähle mir keiner: "Irgendwann schreibe ich auch mal ein Buch." Ich sage ja auch nicht zu einem Chirurgen: "Irgendwann arbeite ich auch mal am offenen Gehirn." Wer schreiben will, muss es vor allen Dingen tun. Jetzt. Dann zeigt sich recht schnell, ob man tatsächlich das Talent dazu hat oder nicht. Schreiben bedeutet zu einem erheblichen Teil Selbstdisziplin. Manchmal muss man sich zwingen, sich hinzusetzen und loszulegen. Oder weiterzumachen. Wer das nicht kann, braucht auch nicht davon zu träumen, mal ein Buch zu veröffentlichen.

Produktbeschreibungen

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"Und dann schwiegen sie und blickten dem fernen Gebirge entgegen." Mit diesem Satz endete Die Fließende Königin von Kai Meyer und ließ zahllose Leserinnen und Leser verzweifelt zurück: Wie wird es Merle auf ihrer Flucht aus dem belagerten Venedig ergehen? Wohin wird der fliegende Obsidianlöwe sie tragen? Und was geschieht mit ihren Freunden, die sie in der Stadt zurückgelassen hat? Werden sie in die Fänge der Stadtgardisten geraten? Oder den heimtückischen Mumienkriegern zum Opfer fallen?

Das Steinerne Licht ist der zweite Band einer Trilogie über eine Welt, in der Magie weit gehend an die Stelle technologischer Errungenschaften getreten ist. Der wiedergeborene Pharao herrscht fast unangefochten, nur das Zarenreich und Venedig widersetzen sich seiner Tyrannei. Doch auch mit dem Widerstand der Hafenstadt an der Adria ist es vorbei: Korrupte Ratsherren haben die Fließende Königin vertrieben, die bisher ihre schützende Hand über Venedig gehalten hat. Der Pharao und seine Horuspriester halten Einzug im Dogenpalast, und nur eine Handvoll jugendlicher Rebellen scheint den endgültigen Untergang ihrer Heimat verhindern zu können.

Unterdessen setzt das Mädchen Merle ihre Mission fort: Gemeinsam mit dem fliegenden Löwen Vermithrax und der Fließenden Königin befindet sie sich auf der Suche nach Lord Licht, dem Herrscher über die Hölle. Dabei wird ihr zunehmend bewusst, dass es sich bei "Hölle" um eine ausgesprochen unzutreffende Bezeichnung handelt. Zwar führt ihre Reise sie in ein unterirdisches Reich voller Wunder und Gefahren, mit biblischen Vorstellungen hat dieses Reich allerdings kaum etwas gemeinsam.

Das Steinerne Licht übertrifft alle Erwartungen, die vom ersten Band der Trilogie geweckt wurden. Kai Meyer erzählt nicht nur bildreich und detailverliebt, sondern auch so realistisch, dass es fast unmöglich ist, sich der Faszination seines Kosmos zu entziehen. Und er nimmt jugendliche Leser ebenso ernst wie die so genannten Erwachsenen, denn er weiß, wie aufmerksam sie lesen, wie hoch ihr Anspruch an eine spannende Geschichte ist. Einziges Manko: Auch dieser Band ist viel zu früh zu Ende und der abschließende Teil drei noch nicht erhältlich. Schreiben Sie schneller, Herr Meyer! --Hannes Riffel -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Ein unglaublich spannungsgeladenes Lesevergnügen.« (WELT AM SONNTAG)

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Kundenrezensionen

4.6 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 16. Februar 2002
Format: Gebundene Ausgabe
Das Steinerne Licht hat an Spannung, Magie und Zauberei zum ersten Teil "Die fließende Königin" nichts verloren.
Merle, die fließende Königin und der fliegende, steinerne Löwe machen sich auf die gewagte Suche nach Lord Licht (dem Teufel). Lort Licht soll Ihnen helfen Venedig vor dem bösen Pharao seinen Mumienkriegern und seinen neuen helfern den Sphinx zu befreien. Unterwegs begegnen sie vielen Gefahren wie den Lilims (Monstern der Hölle) und den Sammlern (fliegende Pyramiden die die Toten suchen und zum Leben erwecken). In Venedig selbst hat sich schon eine Rebellion gegründet die den Pharao bekämpfen wollen. Sie besteht aus Kindern aus Waisenhäusern, Straßenjungen und einem Meister der Gilde, Serafin der Freund von Merle.
Dieses Buch hat mich mit Haut und Haar in seinen Bann gezogen. Es besteht aus Magie, Zauberei, Meerjungfrauen, Sphinxen, Pharaonen und sehr viel Fantasie.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 16. Februar 2002
Format: Gebundene Ausgabe
Ich habe den ersten Teil "Die fließende Königin" gelesen und hatte mit Spannung auf diesen zweiten Teil gewartet. Das steinerne Licht hat nicht an Spannung verloren. Merle die tapfere Heldin macht sich mit der fließenden Königin und dem fliegenden Steinernen Löwen auf die Suche nach Lord Licht(dem Teufel). Sie begegnen unterwegs ziemlich vielen Gefahren und Lilims. Sie suchen Lord Licht um Ihr Venedig vor dem bösen und mächtigen Pharao mit seinen Sphynx Kriegern zu befreien. In Venedig selbst hat sich eine Rebellion gegründet die von einer guten Sphynx geleitet wird.
Dieses ist ein spannendes Buch in dem es um fliegende Löwen, zauberei, Magie, Pharaonen und Meerjungfrauen geht. Es hatte mich so gebannt, daß ich es nicht mehr erwarten kann, bis der dritte Teil heraus kommt.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Christiane am 16. Februar 2002
Format: Gebundene Ausgabe
Toll, begeisternd !! Eine dringende Empfehlung an alle Phantasy-Freunde: Das zweite Buch dieser Trilogie ist genauso spannend und voller phantastischer Magie wie das erste. Einige Kritiker schreiben, daß Kai Meyer die deutsche Antwort auf Joanne K. Rowling sei, dem kann ich nur bedingt zustimmen. Die Bücher sind genauso faszinierend und fesselnd, man kann sie nicht weglegen, bevor man ganz durch ist, aber es ist doch eine ganz andere Art von Phantasie und Magie. Während bei "Harry Potter" der Humor doch mehr herauskommt, ist dieses Buch (bzw. diese Trilogie) viel stärker auf die Spannung und die Dramatik ausgerichtet, also eher eine "ernste" Geschichte. Die Gestalten und auch die verschiedenen Situationen und Zaubereien sind jedoch voller Originalität und Vielfalt, daß eine die Geschichte nicht mehr losläßt. Positiv aufgefallen ist mir auch, daß weibliche und männliche Wesen hier gleichberechtigt sind, jeder hat seine Fähigkeiten, die er/sie mutig und klug mit einbringen kann.
Die Mumienkrieger und anderes kann durchaus auch ein wenig gruselig sein, meiner Meinung nach also nicht wirklich für Kinder ab 12, und wenn, dann sollte man sie damit nicht unbedingt alleine lassen.
"Das Steinerne Licht" setzt direkt dort an, wo das erste Buch aufgehört hat. Man sollte also auf jeden Fall erst das erste Buch ("Die Fließende Königin") lesen, da einem sonst der Anfang des Handlungsfadens fehlt. Wer dieses Buch noch nicht gelesen hat, sollte auch hier nicht mehr weiterlesen.
Im zweiten Buch macht sich Merle mit der Fließenden Königin und dem steinernen Löwen Vermithrax auf den Weg zu "Lord Licht", dem Herrscher der Hölle.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von tzzimone am 7. März 2007
Format: Taschenbuch
Dies ist der zweite Band einer Trilogie. Der erste Teil "Die fließende Königin" ist einfach, gradlinig und deutlich ein Jugendbuch. Dieser zweite Teil wird nun wesentlich düsterer, geheimnisvoller und gruseliger. Er enthält zwei Erzählstränge, die immer abwechselnd je ein Kapitel weitererzählt werden. Außer dass Merle und Serafin ab und zu aneinander denken, gibt es keine Berührungen zwischen den beiden Geschichten, aber man ahnt natürlich, dass sie sich irgendwann wieder treffen werden.

Sehr interessant entwickelt sich die Beziehung zwischen Merle und der fließenden Königin. Zwischen den beiden entsteht ein Wechselbad der Gefühle, und die fließende Königin zeigt auch Irritationen und Ängste. Man könnte fast sagen, es zeigt sich, dass sie auch nur ein Mensch ist, aber genau das ist sie sicher nicht. ;-)

Der Weg durch die Hölle ist mühsam und aufregend; die Begegnung mit Lord Licht ist gruselig und dann doch ganz anders als man es erwartet. Wenn man genug Fantasie hineinlegt, so sieht es dort unten tatsächlich sehr unheimlich aus, und die Wesen jagen dem Leser Schauer den Rücken hinunter. Auch die Abenteuer, die Serafin erlebt, sind nichts für zarte Gemüter. Das ganze Buch hinüber hatte ich ein düsteres, bedrohliches Gefühl, weil sich einfach so viel Unheil zusammenbraut. So gerne ich es gelesen habe, es ist kein Buch, das man mit einem Lächeln aus der Hand legt. Trotzdem kann ich es nur empfehlen, aber wenn man den ersten Band gelesen hat, wird man vom zweiten sowieso nicht mehr lassen können. :-)
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