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Das Steinbett. Ann Lindells größter Fall
 
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Das Steinbett. Ann Lindells größter Fall [Gebundene Ausgabe]

Kjell Eriksson
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 331 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer; Auflage: 2. (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 337800648X
  • ISBN-13: 978-3378006485
  • Größe und/oder Gewicht: 22,1 x 13,6 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 623.829 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kjell Eriksson
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

l "Komm auf die Straße! Du machst dir sonst die Schuhe schmutzig. "Das Mädchen riß noch einen Blumenstengel ab und reichte ihrer Mutter eine Handvoll Kleeblumen. "Vierblättrige bringen Glück", sagte das Kind. "Wir setzen sie aufs Grab. "Die Frau ordnete die Blumen und zupfte ein welkes Blatt ab. "Großmutter mochte Klee", sagte sie nachdenklich, sah zur Kirche hinüber und dann ihre Tochter an, die neben ihr ging. Ein Tag, dachte sie, ein einziger gemeinsamer Tag auf der Welt war euch beiden vergönnt. Vor sechs Jahren und einem Tag war Emily geboren worden, und am nächsten Tag starb ihre Großmutter. An jedem Todestag spazierten sie nun zur Kirche und legten Blumen auf das Grab. Anschließend setzten sie sich stets noch ein wenig auf die Friedhofsmauer. Die Frau trank Kaffee und ihre Tochter Saft. Bis zum Friedhof war es eine halbe Stunde zu Fuß. Sie hätten das Auto nehmen können, zogen es aber vor zu gehen. Wenn man sich dem Friedhof langsam nähert, hat man Zeit zum Nachdenken. Sie hatte ihre Mutter über alles in der Welt geliebt, und es kam ihr so vor, als hätte Emily die Großmutter abgelöst. Eine Liebe hörte auf, eine andere begann. Gleich nach der Entbindung war sie zusammen mit dem Baby durch die Gänge der Universitätsklinik zu der Station geschoben worden, auf der die Großmutter lag und zwischen Wachsein und Schlaf schwebte. Man hatte das kleine Mädchen auf die Brust der Großmutter hinübergehoben. Anfangs schien es fast, als würde sie glauben, ihrem geplagten Körper wäre eine weitere Bürde auferlegt worden. Die junge Mutter vermutete, daß die Großmutter durch den Duft des Babys zum Leben erweckt wurde, denn plötzlich weiteten sich ihre Nasenlöcher. Eine magere und von Nadeln zerstochene Hand betastete das kleine Bündel auf der Brust, und sie schlug die vom Morphium dunklen Augen auf. "Ich will das letzte Stück rennen", sagte das Mädchen. "Nein, wir gehen zusammen", antwortete die Frau; und kurz bevor sie starb, wurde ihr noch klar, daß das Leben der Tochter vielleicht gerettet worden wäre, wenn sie das Mädchen hätte rennen lassen. Das Auto traf die beiden mit voller Wucht. Das Kind wurde zehn Meter durch die Luft geschleudert und war auf der Stelle tot. Seine Mutter wurde umgerissen, und das linke Vorderrad des Wagens überrollte ihren Körper. Sie lebte noch lange genug, um zu begreifen, was geschehen war. Sie nahm auch noch wahr, wie das Auto etwas ins Schleudern geriet, als der Fahrer Gas gab und Richtung Kirche verschwand. "Warum tötest du uns", murmelte sie.

Ann Lindell genoß die Heiterkeit ihres Kollegen. Sammy Nilsson hatte mit todernster Miene ihr Horoskop für diesen Tag vorgelesen, aber als er zur letzten Zeile kam, "... und warum nicht einer Einladung zur Liebe nachgeben, die Sie heute erhalten werden", mußte er laut lachen. "Eine Einladung zur Liebe", meinte Lindell, "wie das klingt." "Vielleicht lädt dich Ottosson zu einer Tasse Kaffee ein", erwiderte Sammy Nilsson. "Ich glaube, er ist scharf auf dich." Ottosson war der Leiter des Kriminalkommissariats für Gewaltdelikte. Er hatte für halb zehn eine Besprechung einberufen, und Lindell und Sammy Nilsson ahnten, daß es um die Neuorganisation der örtlichen Polizei gehen würde. Alles sollte wieder einmal über den Haufen geworfen werden. Die lokalen Polizeiwachen, die man mit viel Geschrei eingeführt hatte, konnten jeden Moment abgewickelt werden. Es war im Gespräch, die Wachen in Gottsunda und anderen Vororten zu schließen und in das zentraler gelegene Industriegebiet Fyrislund zu verlegen. Das Wort "lokal" würde plötzlich eine ganz neue Bedeutung bekommen, wenn Polizeipräsident Lindberg seinen Willen durchsetzte. "Wie steht's? Man hört, daß du ausgegangen bist?" Lindell sah schnell auf. Sammy Nilsson hatte das Gefühl, daß ihr Blick fast etwas Ängstliches hatte. "Ausgehen? Nie im Leben." "Hast du dich nicht mit einem Mann getroffen?" "Wir waren aus und haben ein bißchen gefeiert, die Mädels und ich, du weißt schon." "Ich habe da aber etwas anderes gehört." Lindell lächelte. "Du darfst nicht alles glauben, was du hörst. "Ola Haver trat zu ihnen. Lindell sah ihm an, daß etwas passiert war, aber er setzte sich erst, bevor er zu sprechen begann. "Wir haben einen Fall von Fahrerflucht", sagte er. "Zwei Tote.""Wo?" fragte Sammy Nilsson. "Uppsala-Näs." "Irgendwelche Zeugen?" erkundigte sich Lindell. Haver schüttelte den Kopf."Ein Fuhrunternehmer, der am Unfallort vorbeikam, hat angerufen. Das eine Opfer ist ein Kind, ein Mädchen." Havers Gesicht war blaß. "Verdammter Mist", sagte Sammy Nilsson. "Ungefähr sechs Jahre alt."Lindell sah auf die Uhr: 9:12."Ich rufe Ottosson an", sagte sie und stand auf. Einladung zur Liebe, dachte Lindell, als sie in Sammys Wagen stieg, wir bekommen eher Einladungen wie diese hier. Sie schielte zu Sammy Nilsson hinüber, als er in die Salagatan einbog. Er fluchte leise über den Verkehr, fuhr auf die St. Olofsgatan und starrte wütend einen Autofahrer an, der von rechts kam und ihn zum Anhalten zwang.

Über den Autor

Kjell Eriksson, geboren 1953, lebt bei Uppsala und arbeitete bis vor kurzem als Gärtner.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
34 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ann Lindells dritter Fall 5. November 2004
Von zueribueb TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
"Das Steinbett" (2001) ist bereits Kjell Erikssons dritter Kriminalroman um die Kriminalpolizistin Ann Lindell aus Uppsala. Von den ersten beiden Ann Lindell-Krimis (1999: "Den upplysta stigen", 2000: "Jorden må rämna") liegen leider noch keine deutschen Übersetzungen vor. "Das Steinbett" ist meines Erachtens besser als der Nachfolger "Der Tote im Schnee".
Es beginnt mit einem Autounfall mit Fahrerflucht, wobei eine Frau und ihre Tochter sterben. Zunächst kommt der Ehemann ins Visier, aber dann treten immer mehr dessen persönliche Verstrickungen und das dubiose Geschäftsgebaren seiner Biotech-Firma ins Blickfeld der Ermittler. "Das Steinbett" ist ein wirklich spannender Krimi mit einer psychologisch vielschichtigen und glaubwürdigen Identitätsfigur im Zentrum. Ann Lindell ist ein ganz moderner Frauentyp; stark im Beruf, aber ihr Gefühlsleben hat sie weniger im Griff. Besonders stark sind die Schilderungen ihrer konfliktbehafteten Beziehung zu ihrem Freund. Ann Lindell ist eine Art weibliche Alternative zu Kurt Wallander (Mankell).
War diese Rezension für Sie hilfreich?
15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Uli Geißler TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der völlig unverständliche Mord an der jungen Mutter samt ihrer sechsjährigen Tochter wirft das Gefühlsgefüge der Kommissarin - und nicht nur deren - aus der Bahn. Vermutungen, die sie und man anstellt, verpuffen schnell als nicht zu bestätigen. In sehr eindringlicher, geradezu persönlich betroffen machender Form ergreifen einen die Ermittlungen der Kommissarin Ann Lindell.

Aber auch ihr eigenes Leben, ihre kalt-heißen Gefühlsschwankungen und individuellen, privaten Sorgen hinsichtlich der nötigen bevorstehenden Entscheidungen lassen den eigenen Puls anschwellen. Fast scheint es, als sollte man sich auch einmischen und einer Freundin eigene Überlegungen mitteilen, sie in ihrer emotionalen Zerrissenheit stärken. Geradezu spielend erwecken erzählte kleine Details die Empathie beim Lesen. Geschichte und Menschen sind einem nah.

Es ist die auffällige Unaufdringlichkeit der denkbar wahren Begebenheiten und die sauber beschriebenen, klar erkennbaren Charaktere, die alles sehr realistisch machen. Der Wunsch, es möge sich nicht nur der schlimme Doppelmord, die hinzugekommenen weiteren Morde, sondern auch die privaten Sehnsüchte und Probleme der mitten im Leben stehenden Ermittlerin lösen, wächst von Kapitel zu Kapitel.

Der Autor hat ein ausgezeichnetes Buch, in allen Phasen der Recherche sowohl als auch in den Beziehungen spannend und anspruchsvoll anrührend verfasst. Warum das den Schweden stets so gut gelingt, weiß kein Mensch - ist für die Leserschaft auch egal.

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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Besonders auf den ersten rund einhundert Seiten ein sehr dicht erzählter Kriminalroman. Man identifiziert sich schnell mit den handelnden Personen. Der Autor bemüht sich erfolgreich um eine glaubwürdige Charaktersierung der Hauptpersonen, ohne dabei im geringsten zu langweilen. Erst in der zweiten Romanhälfte ght ein wenig die klare Linie verloren. Der überhastete Auslandseinsatz der Kommisarin wirkt etwas aufgesetzt und am Ende überschlagen sich die Enthüllungen etwas hektisch.
Dennoch: sehr spannend,sprachlich sehr überzeugend authentisch
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Die neuesten Kundenrezensionen
Derbe Enttäuschung
Es ist das erste Buch, das ich von diesem Autor lese. Glühenden Fans vom Skandinavischen Krimi wie ich auch bin, die von Stieg Larsson, Adler-Olsen oder Jo Nesbö... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von michael05 veröffentlicht
Spannend und abwechslungsreich !
Mich hat dieser Krimi positiv überrascht. Als echter Mankell-Fan war ich von anderen Krimi-Autoren sehr oft enttäuscht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. September 2007 von Beccaris
Hätte spitze sein können, war aber nur gut.
Es ist immer ein bisschen Schade, dass man sich bei manchen Büchern erst bis zum Ende durchquälen muss um dann festzustellen: "So schlecht war es gar nicht". Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. August 2007 von M. Schweitzer
Gut aber nicht überragend
Sicher ist "Das Steinbett" ein guter Krimi, jedoch ist er in vielerlei Hinsicht nicht überragend: Er ist nicht besonders spannend, mit der Hauptdarstellerin Ann Lindell konnte... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Februar 2004 von M. Bernreuther
Spannendes Debüt
Einen durchaus typischen skandinavischen Kriminalroman hat Kjell Eriksson mit "Das Steinbett" vorgelegt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Juli 2003 von "mknoess"
Eine gelungene Premiere...
"Das Steinbett" ist bereits das dritte Buch mit der Kommissarin Ann Lindell, das Kjell Eriksson geschrieben hat, aber leider wurden die ersten beiden Werke bisher nicht... Lesen Sie weiter...
Am 23. April 2003 veröffentlicht
Ein ungewöhnlicher Fall mit einer sympathischen Ermittlerin
Noch ein schwedischer Krimi; auch dieser gehört zu einer Serie - leider wurde nicht der erste, sondern offenbar der in Schweden erfolgreichste Roman übersetzt - schade,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. November 2002 von "ichstockholm"
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