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Das Spitzbergen-Experiment
 
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Das Spitzbergen-Experiment [Gebundene Ausgabe]

Hauke Trinks , Marie Tieche
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Frederking & Thaler; Auflage: 1 (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3894054794
  • ISBN-13: 978-3894054793
  • Größe und/oder Gewicht: 22,4 x 14,8 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 266.276 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Gäbe es den Posten eines Sonderbeauftragen zur Imageverbesserung der Wissenschaften, der Physiker Hauke Trinks wäre ein heißer Kandidat. Auch wenn sein Forschungsfeld eher die eisige Kälte ist. Schließlich verbrachte er über ein Jahr lang mit wissenschaftlichen Experimenten in der absolut unwegsamen und rauen Natur einer Nachbarinsel des skandinavischen Spitzbergen. Doch damit nicht genug. In seinem absolut lesenswerten Expediditions-Tagebuch Das Spitzbergen-Experiment vermittelt der außergewöhnliche Professor auf fesselnde Art und Weise, welch ungewohnte Wege man als Wissenschaftler einschlagen kann, wenn man sich nur traut.

Damit wird er einer ganzen Reihe Studenten Mut machen, ebenso außergewöhnliche Wege zu beschreiten. Forscherkollegen und Medien sind schon jetzt hellauf begeistert. "Wissenschaft kann zum Abenteuer werden, aber kaum einer verbindet diese beiden Herausforderungen so konsequent wie Hauke Trinks", jubelt etwa Die Zeit. Und Die Welt will in den Reihen der Wissenschaft schon öfter den Begriff "nobelpreiswürdig" vernommen haben. Kein Wunder, denn Trinks hat sich keine einfachere Fragestellung vorgenommen als folgende: Wo und wie entstand Leben auf der Erde? Wobei der ehemalige Präsident der Technischen Universität Hamburg-Harburg die gewagte These vertritt, dass entgegen der weit verbreiteten Auffassung vom warmen Urtümpel der Ursprung allen Lebens im Eis stattgefunden haben könnte. Und tatsächlich: Trinks' mühsam errungene Messproben bestätigen seinen Verdacht. In den nährstoffreichen Hohlräumen im Meereis wimmelt es nur so von Leben!

Nun könnten Leser befürchten, mit schwer verständlichen Versuchsanordnungen und Theorien eines Physikprofessors konfrontiert zu werden. Dem ist aber nicht so. Sicher, hin und wieder fallen Begriffe wie Proteinsynthese und Chiralität, aber derartiges Fachlatein steht nicht im Vordergrund. Selbst in den wenigen Kapiteln, in denen auf die Forschungen näher eingegangen wird, hört sich alles überraschend nachvollziehbar an. Vielmehr schildert Trinks den Kampf ums Überleben im Eis. Minus 40 Grad sind keine Seltenheit, hinzu kommen etliche Begegnungen mit aggressiven Eisbären, monatelange Dunkelheit während der Polarnacht und die schwierige Bewältigung eines Alltags fernab jeglicher Zivilisation.

Doch zum Glück steht Trinks die Britin Marie Tièche zur Seite. So läuft ganz nebenbei noch ein zweites Experiment ab: Können zwei Menschen, die sich erst seit kurzem kennen, unter derart extremen Bedingungen und auf nur wenigen Quadratmetern Holzhütte miteinander auskommen? Dabei äußert nicht nur er seine Ansichten, sondern in Form vier langer Briefe auch seine Begleiterin, die übrigens als erste Frau nördlich der 80-Grad-Grenze überwintert hat. Fazit: Selten wird Wissenschaft so abenteuerlich, spannend und menschlich dargestellt wie im Spitzbergen-Experiment. --Christian Haas

Kurzbeschreibung

Nachdem Hauke Trinks schon im Jahr 1999 mit dem zu einem Forschungslabor umgerüsteten Segelschiff "Mesuf" alleine nach Spitzbergen gefahren war und dort ein Jahr lang in selbst gewählter Forschereinsamkeit verbracht hatte, führt er jetzt sein Forschungsprogramm, nun von der Max-Planck-Gesellschaft fort.
Ihn treibt eine gewagte Hypothese: Könnten die Ursprünge des Lebens im Meereseis liegen? Genauer: In den extrem salzigen, nährstoffreichen, von Leben nur so wimmelnden Hohlräumen, die sich im Meereseis ständig bilden und wieder verändern? In Kontakt mit anderen Wissenschaftlern arbeitet Trinks an seiner Theorie, verfeinert die Experimente, führt Messreihen durch. Mit der Exaktheit des Wissenschaftlers und der Emotionalität des Entdeckers beschreibt er die grandiose, zuweilen unbeschreiblich schöne, aber auch gnadenlose Natur der arktischen Insel und die teil dramatischen Begegnungen mit den Eisbären. Und ganz nebenbei läuft ja noch ein zweites Experiment, dessen Ausgang der Forscher n eugierig und gespannt beobachtet: Können zwei Menschen, die sich erst seit kurzem kennen, unter so extremen Bedingungen miteinander auskommen? Dabei äußert nicht er seine Ansichten, sondern auch seine Begleiterin. Und die sieht die Dinge zuweilen doch etwas anders

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Da hat der Verlag Frederking und Thaler wieder einmal einen guten Fang getan! Wir lernen einen gestandenen Wissenschaftler kennen, der sich mit Meß- und Analysentechniken befaßt hat, Direktor einer wohlbekannten Universität war und nun zu Experimenten in einer der unwirtlichsten Regionen unserer Welt aufbricht. Er läßt sich auf Spitzbergen aussetzen, wo es hungrige Eisbären gibt, ein halbes Jahr keine Sonne, stattdessen Eisstürme. Aber eben auch verborgenes Leben im Eis, dem der Forscher mit Neugier, Fachkompetenz, Phantasie und einer technischen Basisausrüstung auf der Spur ist.
In seinen Schilderungen erwähnt Hauke Tinks ganz praktische Dinge (was man so alles einpacken muß, wenn man ein Jahr nur auf sich gestellt ist), und er berichtet über gefährliche, aufregende, spannende und lustige Erlebnisse (vom Angriff des Bären, dem Brand des Schornsteines, dem Klohäuschen etc.). Er läßt uns an seinen wissenschaftlichen Überlegungen teilhaben und verlangt einiges an Vorkenntnissen, wenn er z.B.von "Chiralität" spricht oder über die "zirkulär polarisierten Lichtwellen". Ganz besonders aber fesselt mich, wie hier ein Forscher seinen Schreibtisch und Computer im klimatisierten Institut verläßt und wie besessen von seiner Idee dorthin geht, wo "wirklich etwas geschieht", daß er im Eiswasser steht und mißt, beobachtet, rechnet, registriert und nachdenkt. Sozusagen ganz nebenbei läßt er uns dann auch noch einen Blick in die seefahrerische Vergangenheit dieser nördlichen Region tun und formuliert höchst unkonventionelle Gedanken (etwa zur Nacktheit des Menschen und zum Zusammenleben von Mann und Frau).
Nicht so ganz ohne Grund allerdings. Denn dieser "olle Professor" - wie er sich selbst humorvoll nennt - hat wenige Wochen vor dem Start zu dieser Expedition eine ihm völlig fremde Frau angesprochen, ob sie ihn nicht in die Eiswüste begleiten wolle. Sie wollte! Wir lernen sie außer auf Bildern (schöne und eindrucksvolle, bunte Dokumente dieser Arbeit) auch durch vier lange Briefe kennen. Marie Tièche schreibt sie an eine Freundin und berichtet darin vom Leben mit dem Mann, der Natur, ihrer Arbeit, ja, ihrer Rolle dort während des Jahres im Eis und ihren Gedanken dazu. Ich meine, daß sie selbst zu einem entscheidenden Baustein, einer tragenden Säule dieses Spitzbergen-Experimentes geworden ist und daß es nur so rundherum erfolgreich werden konnte.
Schön, daß wir alle als Leser zumindest ein ganz klein wenig daran teilnehmen konnten.
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Prof. Hauke Trinks wagt nach seinem ersten längeren Spitzbergen-Aufenthalt in einem Segelboot eine Fortsetzung, um seine Beobachtungen und Theorien über das Eis als Wiege des Lebens zu untermauern. Der Gouverneur von Spitzbergen bietet ihm für ein Jahr die verlassene Forschungsstation Kinnvika im Nordaustland an und stellt eine Bedingung: Trinkaus muss eine Begleitperson mitnehmen.

Das stellt sich als schwierig hinaus, doch bei einem Kneipenabend lernt er die Engländerin Marie Tièche kennen und gewinnt sie als Begleitung für dieses Abenteuer.

In Kinnvika führt Trinkaus seine Experimente durch und beschreibt eindrucksvoll und ausgesprochen kurzweilig seine Erlebnisse, Eindrücke und Gedanken. Diese reichen vom archaischen Überlebenskampf gegen Kälte, Dunkelheit und Eisbären bis hin zu sehr wissenschaftlichen Abhandlungen über das Leben im Eismeer. Dazu enthält das Buch mehrere Briefe von Marie Tiéche, die das Leben in der kalten Einöde aus ihrer Perspektive beschreiben.

Insgesamt ein sehr lesenswertes Buch. Der einzige Kritikpunkt aus meiner Sicht ist die stellenweise zu abgehobene Darstellung der biologischen Zusammenhänge. Trotzdem möchte ich noch 5 Sterne vergeben.
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