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Das Spionagespiel: Roman
 
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Das Spionagespiel: Roman [Gebundene Ausgabe]

Michael Frayn , Matthias Fienbork
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Immer wieder versuchen Schriftsteller, die Perspektive von Kindern und Jugendlichen in Romanform heraufzubeschwören, doch nur selten gelingt ihnen das. Eine geradezu brillante Ausnahme ist Das Spionagespiel des 1933 geborenen Briten Michael Frayn. Mit fast traumwandlerischer Sicherheit umschifft er die Fehler seiner Kollegen, als da sind: eine Ironisierung des kindlichen Blickwinkels, mangelndes Verständnis für das absolute Ausgeliefertsein an die Welt der Erwachsenen und Projektionen späterer Erkenntnisse auf die Vergangenheit.

Stephen Wheatley ist ein etwas verträumter Junge, der während des Zweiten Weltkriegs in einer der neuen Vorstädte von London aufwächst. Sein bester Freund Keith stammt aus einer leicht sonderbaren, ausgesprochen strengen Familie. Zu allem Überfluss hält er seine Mutter für eine deutsche Spionin, und so setzen die beiden Jungen alles daran, sie zu entlarven. In ihrer Fantasie passen alle Indizien zueinander und bestätigen ihren Verdacht. Als Stephen im Alter zurückblickt, ist nur allzu deutlich, dass die beiden Jungen sich in einer Traumwelt verlieren. In der Gegenwart des jungen Stephen zerplatzt diese Traumwelt jedoch wie eine Seifenblase, als er herausfindet, was wirklich hinter den merkwürdigen Botengängen von Keiths Mutter steckt: ein Geheimnis, das er nicht zu enthüllen wagt und das seine Freundschaft mit Keith zunehmend belastet.

Das Spionagespiel schildert in klarer und gleichzeitig wunderbar poetischer Sprache ein Stück Mikrogeschichte, das weit mehr über die beschriebene Zeit aussagt als alle Jahreszahlen und Wochenschauen. Michael Frayn ist sich der Diskrepanz zwischen Erinnerung und wirklichem Geschehen durchaus bewusst und legt deshalb auch großen Wert auf Einzelheiten, welche die Zeit transzendieren: der Geschmack eines Getränks, die Angst in einer gefährlichen Situation. "Gespenstisch schön" nennt die New York Times Book Review dieses Buch. Dem kann man nur zustimmen. --Bertram Jansen

Pressestimmen

"Eine meisterliche Reflexion über Liebe und Verat, Schuld und Scham... Vielleicht sein bester Roman... Nicht nur ein meisterlich komponierter Roman, sondern auch eine selbstkritische Parabel auf den Umgang der Briten mit ihrer Vergangenheit." Martin Halter, Tages-Anzeiger Zürich, 14.04.04 "Ein tänzelndes, tiefgründiges, glitzerndes Stück Weltliteratur zum Wiederundwiederlesen." Elmar Krekeler, Die Welt, 24.04.2004

"Inmitten einer unausgesprochenen Tragödie aus Liebe, Desertion und Einsamkeit inszeniert Michael Frayn hier ein zart taumelndes Drama. Frayns Spionagespiel ist Krimi, Kriegsgeschichte und Entwicklungsroman in einem. Es ist auch eine Reflexion über das, was wir über andere zu wissen meinen ... beeindruckend." Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.02.2004 "Ein spannender Roman vom Verlust der Unschuld, ein glanzvoller neuer Roman." Ulrich Greiner, Die Zeit, 12.02.2004 "Der Brite Michael Frayn überrascht mit einem faszinierenden Kriegskindheitsroman... Das Spiel das nun anhebt, überschreitet die haarrissfeine Grenze vom Imaginären zum Realen, vom Spielerischen zum Niewiedergutzumachenden... Frayns Roman wird zu einer hochdrammatischen Lebens- und Überlebensgeschichte, und Frayn entwickelt und inszeniert sie mit der gelassenen, unangestrengten Souveränität eines Meisterspieler... Seine Detaildichte hat den Glanz gekonnter Trompe-l'OEil-Malerei, sie gibt einem Schwindel erregend konstruierten Gedankenspiel den Schein handfester Lebenswirklichkeit." Urs Jenny, Der Spiegel, 05.04.04 "Beeindruckend, wie ökonomisch, unangestrengt und elegant Frayn seinen vielschichtigen Roman erzählt. Ein reifes Buch. Das Werk eines alten Meisters. Der Stern, 25.03.04 "Ein kluger, ja altersweiser, berührender und ungemein spannender Roman... Ungemein gelungen, dieser Zugriff auf die Welt eines etwa Zehnjährigen... Ein Entwicklungsroman und psychologischer Roman, dazu spannend wie ein Krimi. Und in jedem einzelnen dieser Genres ist es ein geglücktes Buch." Christoph Schröder, Literatur-Rundschau der Frankfurter Rundschau, 24.03.04 "Michael Frayn spinnt den Faden des Spiongespiels, das Ernst geworden ist, unaufdringlich und mit der sprachlichen Eleganz eines glanzvollen Meisters seines Fachs." Renate Dubach, Berner Zeitung, 27.02.2004

Kurzbeschreibung

Mitten im Krieg spielen zwei Kinder Krieg. Ein von einer Bombe getroffenes Grundstck dient ihnen als Versteck. Von hier aus beobachten sie den scheinbar harmlosen Nachbarn und erkennen in ihm einen M”rder. Ein auch bei Tag verdunkeltes Haus wird fr sie zum geheimnisvollen Treffpunkt finsterer Gestalten. Als einer der Jungen seine Mutter als deutsche Spionin verd„chtigt, wird aus dem unschuldigen Detektivspiel gef„hrlicher Ernst. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Michael Frayn, geboren 1933 in London, studierte Philosophie in Cambridge und arbeitete für den »Guardian« und den »Observer«. Er hat mehrere Romane geschrieben, bei dtv ist erschienen: »Das verschollene Bild« (dtv 13047). Er ist außerdem übersetzer u. a. von Tschechow und auch als Dramatiker erfolgreich, vor allem mit »Kopenhagen« über die Begegnung zwischen Niels Bohr und Werner Heisenberg 1941 in Kopenhagen und mit »Demokratie« über den Fall Willy Brandts. Für »Das Spionagespiel« wurde er mit dem renommierten Whitbread Award ausgezeichnet. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .
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