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Das Spionagespiel: Roman
 
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Das Spionagespiel: Roman [Gebundene Ausgabe]

Michael Frayn , Matthias Fienbork
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; Auflage: 3 (10. Februar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446204555
  • ISBN-13: 978-3446204553
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 759.368 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Michael Frayn
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Immer wieder versuchen Schriftsteller, die Perspektive von Kindern und Jugendlichen in Romanform heraufzubeschwören, doch nur selten gelingt ihnen das. Eine geradezu brillante Ausnahme ist Das Spionagespiel des 1933 geborenen Briten Michael Frayn. Mit fast traumwandlerischer Sicherheit umschifft er die Fehler seiner Kollegen, als da sind: eine Ironisierung des kindlichen Blickwinkels, mangelndes Verständnis für das absolute Ausgeliefertsein an die Welt der Erwachsenen und Projektionen späterer Erkenntnisse auf die Vergangenheit.

Stephen Wheatley ist ein etwas verträumter Junge, der während des Zweiten Weltkriegs in einer der neuen Vorstädte von London aufwächst. Sein bester Freund Keith stammt aus einer leicht sonderbaren, ausgesprochen strengen Familie. Zu allem Überfluss hält er seine Mutter für eine deutsche Spionin, und so setzen die beiden Jungen alles daran, sie zu entlarven. In ihrer Fantasie passen alle Indizien zueinander und bestätigen ihren Verdacht. Als Stephen im Alter zurückblickt, ist nur allzu deutlich, dass die beiden Jungen sich in einer Traumwelt verlieren. In der Gegenwart des jungen Stephen zerplatzt diese Traumwelt jedoch wie eine Seifenblase, als er herausfindet, was wirklich hinter den merkwürdigen Botengängen von Keiths Mutter steckt: ein Geheimnis, das er nicht zu enthüllen wagt und das seine Freundschaft mit Keith zunehmend belastet.

Das Spionagespiel schildert in klarer und gleichzeitig wunderbar poetischer Sprache ein Stück Mikrogeschichte, das weit mehr über die beschriebene Zeit aussagt als alle Jahreszahlen und Wochenschauen. Michael Frayn ist sich der Diskrepanz zwischen Erinnerung und wirklichem Geschehen durchaus bewusst und legt deshalb auch großen Wert auf Einzelheiten, welche die Zeit transzendieren: der Geschmack eines Getränks, die Angst in einer gefährlichen Situation. "Gespenstisch schön" nennt die New York Times Book Review dieses Buch. Dem kann man nur zustimmen. --Bertram Jansen

Pressestimmen

"Eine meisterliche Reflexion über Liebe und Verat, Schuld und Scham... Vielleicht sein bester Roman... Nicht nur ein meisterlich komponierter Roman, sondern auch eine selbstkritische Parabel auf den Umgang der Briten mit ihrer Vergangenheit." Martin Halter, Tages-Anzeiger Zürich, 14.04.04 "Ein tänzelndes, tiefgründiges, glitzerndes Stück Weltliteratur zum Wiederundwiederlesen." Elmar Krekeler, Die Welt, 24.04.2004

"Inmitten einer unausgesprochenen Tragödie aus Liebe, Desertion und Einsamkeit inszeniert Michael Frayn hier ein zart taumelndes Drama. Frayns Spionagespiel ist Krimi, Kriegsgeschichte und Entwicklungsroman in einem. Es ist auch eine Reflexion über das, was wir über andere zu wissen meinen ... beeindruckend." Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.02.2004 "Ein spannender Roman vom Verlust der Unschuld, ein glanzvoller neuer Roman." Ulrich Greiner, Die Zeit, 12.02.2004 "Der Brite Michael Frayn überrascht mit einem faszinierenden Kriegskindheitsroman... Das Spiel das nun anhebt, überschreitet die haarrissfeine Grenze vom Imaginären zum Realen, vom Spielerischen zum Niewiedergutzumachenden... Frayns Roman wird zu einer hochdrammatischen Lebens- und Überlebensgeschichte, und Frayn entwickelt und inszeniert sie mit der gelassenen, unangestrengten Souveränität eines Meisterspieler... Seine Detaildichte hat den Glanz gekonnter Trompe-l'OEil-Malerei, sie gibt einem Schwindel erregend konstruierten Gedankenspiel den Schein handfester Lebenswirklichkeit." Urs Jenny, Der Spiegel, 05.04.04 "Beeindruckend, wie ökonomisch, unangestrengt und elegant Frayn seinen vielschichtigen Roman erzählt. Ein reifes Buch. Das Werk eines alten Meisters. Der Stern, 25.03.04 "Ein kluger, ja altersweiser, berührender und ungemein spannender Roman... Ungemein gelungen, dieser Zugriff auf die Welt eines etwa Zehnjährigen... Ein Entwicklungsroman und psychologischer Roman, dazu spannend wie ein Krimi. Und in jedem einzelnen dieser Genres ist es ein geglücktes Buch." Christoph Schröder, Literatur-Rundschau der Frankfurter Rundschau, 24.03.04 "Michael Frayn spinnt den Faden des Spiongespiels, das Ernst geworden ist, unaufdringlich und mit der sprachlichen Eleganz eines glanzvollen Meisters seines Fachs." Renate Dubach, Berner Zeitung, 27.02.2004

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von lemmis
Format:Gebundene Ausgabe
England im 2. Weltkrieg: Zwei ungleiche Freunde, Keith und Stephen, beschatten die Mutter von Keith, da der Sohn eines Tages behauptet, sie sei eine deutsche Spionin. Fortan wird ihr vormals eigentlich als normal interpretiertes Verhalten von einem völlig anderen Blickwinkel aus betrachtet, und die beiden fühlen den Verdacht bestätigt, als sie seltsame Einträge in dem Kalender der Mutter entdecken. Und wer sind die Empfänger der zahllosen Briefe? Wie schafft sie es, von einer Sekunde auf die andere zu verschwinden und an einem völlig anderen Ort wieder aufzutauchen? Erst als Stephen begreift, dass die Mutter seines Freundes wirklich etwas zu verbergen hat, versucht er, sich aus der willenlosen Gefolgschaft Keith zu befreien und Wiedergutmachung zu leisten. Doch da ist es schon zu spät.
Die geniale Erzählweise reisst den Leser mit und lässt ihn teilhaben an der widersprüchlichen Gefühlswelt des Protagonisten. Es geht um falsch verstandene Loyalität, der Erkenntnis, dass es manchmal besser ist, die Dinge auf sich beruhen zu lassen und dem Wissen, dass nicht alles, was auf den
ersten Blick glasklar erscheint, tatsächlich der Realität entspricht.
Ein Buch, welches zu Recht mit dem Whitbread Novel Award 2002 ausgezeichnet wurde. Mich persönlich hat es sehr berührt.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein wunderbares Buch! 14. Oktober 2004
Format:Gebundene Ausgabe
Das Spionagespiel vom englischen Stückeschreiber und Romancier Michael Frayn ist zugleich eine Kriminalgeschichte und eine schmerzliche Reflexion.

Der Autor erzählt die Geschichte zweier Kinder unterschiedlicher Herkunft, die während des Zweiten Weltkrieges in England gemeinsam aufwachsen. Ihr Leben wird durch sechs kleine Worte grundlegend verändert: „Meine Mutter ist eine deutsche Spionin"!

Frayn erzählt die Geschichte durch einen der beiden Jungen, der als alter Mann an den Ort des Geschehens zurückkehrt und sich erinnert. Es ist faszinierend, wie genau er den Komplex der menschlichen Erinnerung einzuholen versucht, das Ringen um Wahrheit, das Lebensthema des Nachdenkens über das Älterwerden, menschliche Fehler und tiefgehende, ungewollte Folgen, dem Verlust der kindlichen Unschuld.

Mit seiner klaren, exzellenten Sprache entwickelt Frayn in aller Ruhe und Präzision die Charaktere und die Geschichte. Er führt den Leser mit einer melancholischen Stimmung durch die Geschehnisse des Buches, die am Anfang von unschuldigen Kinderspielen handeln und im Laufe der Erzählung eine schreckliche und unvorhergesehene Wendung nehmen.

Ein außergewöhnliches, rührendes Buch, dessen Geschichte mich tief berührt hat.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Grandios 14. März 2004
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ein wundervolles Buch!!
Michyael Frayn ist mir dem Spionagespiel ein wundervolles Buch gelungen, er schafft es durch eine exzellente Sprache dem Leser die Möglichkeit ,vollends in eine andere Welt ab zu tauchen. Das Rattern der Eisenbahn hört man genauso wenn man dieses Buch ließt ebenso wie einem geheinisvolle Gerüche in die Nase steigen.

Das Buch spielt in England des zweiten Weltkriegs und ist aus der Perspektive eines Kindes ngeschrieben.

Zwei ungleiche Spielgefährten beschließen mehr oder weniger aus dem Bauch heraus, dass die Mutter des einen eine deutsche Spionin ist. Es beginnt als Spiel, aber die Welt der vErwachsenen ist manchmal undurschaubarer als man denkt. Was als Spioinagespiel begann, bleibt aber nicht ein Spiel!

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