England im 2. Weltkrieg: Zwei ungleiche Freunde, Keith und Stephen, beschatten die Mutter von Keith, da der Sohn eines Tages behauptet, sie sei eine deutsche Spionin. Fortan wird ihr vormals eigentlich als normal interpretiertes Verhalten von einem völlig anderen Blickwinkel aus betrachtet, und die beiden fühlen den Verdacht bestätigt, als sie seltsame Einträge in dem Kalender der Mutter entdecken. Und wer sind die Empfänger der zahllosen Briefe? Wie schafft sie es, von einer Sekunde auf die andere zu verschwinden und an einem völlig anderen Ort wieder aufzutauchen? Erst als Stephen begreift, dass die Mutter seines Freundes wirklich etwas zu verbergen hat, versucht er, sich aus der willenlosen Gefolgschaft Keith zu befreien und Wiedergutmachung zu leisten. Doch da ist es schon zu spät.
Die geniale Erzählweise reisst den Leser mit und lässt ihn teilhaben an der widersprüchlichen Gefühlswelt des Protagonisten. Es geht um falsch verstandene Loyalität, der Erkenntnis, dass es manchmal besser ist, die Dinge auf sich beruhen zu lassen und dem Wissen, dass nicht alles, was auf den
ersten Blick glasklar erscheint, tatsächlich der Realität entspricht.
Ein Buch, welches zu Recht mit dem Whitbread Novel Award 2002 ausgezeichnet wurde. Mich persönlich hat es sehr berührt.