"Was als harmloses Fesselspiel beginnt, wird schnell zum Albtraum, als Jessie's Mann Gerald währenddessen einen Herzinfarkt erleidet. Während Jessie verzweifelt versucht, sich zu befreien, steigert sich das Grauen noch, als sie Flashbacks ihrer Kindheit erneut durchlebt, die alles andere als rosig war..."
Mit Handschellen nackt ans Bett gefesselt, in einer kleinen Hütte am See, im gott- und menschenverlassenen Nirgendwo ....
Das Buch ist nicht schlecht, wenn ich das mal so salopp ausdrücken darf. Es beginnt spannend, man wird in dieses "Nirgendwo" eingeladen und fühlt sich auch quasi gleich zuhause. Die Story (die hier natürlich nicht verraten wird) beginnt, die Action steigt wie die Sprossen auf einer Leiter.
Leider (wenn ich mir einen schrägen Ausflug in die Paronomasie erlauben darf) ist nicht alles so stimmig. Die Unterhaltung der Frau mit den unzähligen Stimmen beispielsweise, geben dem Buch im ersten Drittel leider immer wieder Längen. Kam mir zu "durch" rüber, und roch etwas nach seitenfüllender Absicht.
Das Auftauchen eines verwilderten Hundes mit der Gier nach Leichenfleisch und eines durchgeknallten Psychopathen mit einem Koffer voller Menschenknochen heben die Spannung allerdings wieder deutlich, und am Ende nimmt das Buch zügig an Fahrt auf.
Man ist von Stephen King ja alles Mögliche gewohnt; vor allem, dass er gerne mal den Schluss eines Romans an die Wand fährt. Hier mitnichten! Das Buch hat für King'sche Verhältnisse endlich mal einen anständigen Schlußplot.
Summasummarum eine runde Sache.