|
|
36 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Klasse, 22. März 2005
Stephen King Das Spiel*****Das Buch Das Ehepaar Burlingame möchte sich in ihrem Haus vergnügen, doch Jessie ist gar nicht so begeistert, als ihr Ehemann Gerald Handschellen herausholt und sie ans Bett fesselt. In den ersten Minuten lässt sie das noch mit sich machen, aber als sie merkt, dass ihr Ehemann immer brutaler vorgeht, will sie dem Spiel ein Ende setzen. Sie bittet darum, dass er aufhören soll, doch Gerald ist zu erregt, um die Sache zu beenden. Um einer brutalen Vergewaltigung durch ihren eigenen Ehemann zu entgehen, tritt sie ihn von sich und trifft ihn zwischen die Beine. Vor Schock bekommt er einen Herzinfarkt, fällt vor dem Bett zu Boden und stirbt. Jessie liegt nun auf dem Bett, angekettet und weiß nicht, was sie tun soll... Der Schlüssel für die Handschelle liegt aus ihrer reichweite. Jessie hat Angst und kämpft um ihr Überleben. In den Minuten, Stunden, Tagen, die sie auf dem Bett in ihrem Schlafzimmer liegt, immer den toten Ehemann im Blickwinkel, denkt sie an ihre Kindheit, an schlimme Dinge, die geschehen sind, und versucht diese zu verarbeiten. Jessie verfällt immer und immer wieder in grausame und groteske Träume, die sie verrückt machen. Als ein streunender Hund in ihrem Zimmer auftaucht und anfängt, ihrem Mann zu verspeisen, scheint die Situation endgültig zu eskalieren. Jessie scheint den Verstand zu verlieren, dazu tragen auch der Hunger und der Durst dazu. Sie liegt nun schon seit Tagen auf dem Bett, muss schreckliche Qualen überstehen und hat schreckliche Träume und Vorstellungen. Doch das ist noch nicht alles. Der wahre Horror beginnt erst. Es scheint kein Entkommen für Jessie zu geben. *****Zum Buch In "Das Spiel" kommt Stephen King endlich einmal schnell zum Punkt, man muss sich nicht durch Hunderte von Seiten kämpfen, um in die Geschichte einzutauchen. Man ist von der ersten Seite an dabei. Das finde ich so faszinierend an diesem Buch. "Das Spiel" ist ein spannender Psychothriller, der den Lesern den letzten Nerv raubt. Schockierend und brutal stellt er die Situation von Jessie dar, grausam und zugleich abschreckend. Zwar benutzt Stephen King mal wieder einige Kraftausdrücke, doch wer Romane wie "Duddits - Dreamcatcher" und "Es" kennt, ist schon abgeschreckt. Allerdings macht das nichts und macht die Story auch nicht schlechter. Allerdings ist mir noch bei keinem Buch passiert, dass ich mich geekelt habe, hier schon. Stephen King beschreibt die Szene, in der Gerald von dem Hund zerfleischt wird, so ekelerregend und geht bis ins kleinste Detail, dass einem nur die Spucke wegbleibt und einem die Galle hochkommt. *****Fazit Ein spannender und grausamer Psychotrip vom Meister des blanken Entsetzens. Ein spannendes Buch, bei dem man mit der Hauptperson mitfühlt und sich in sie hineinversetzen kann. Einfach klasse.
|