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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Puppenspieler ist wieder da,
Rezension bezieht sich auf: Das Spiel des Puppenkönigs: Roman (Gebundene Ausgabe)
Berlin im Jahre 1783. Der Puppenspieler und Bauchredner Julius Klingenthal möchte mit seinen Puppen die Stadt Berlin betreten. Allerdings wird seine gesamte Barschaft beschlagnahmt und so findet er Unterschlupf bei einem hilfsbereiten Wirt. Dieser rät ihm, sein Anliegen um die Beschlagung bei Friedrich dem Großen vorzutragen. Julius nimmt sich den Rat zu Herzen und macht sich auf nach Potsdam. Im Schloss Sanssouci angekommen lässt man den Puppenspieler zu Friedrich dem Großen vor, welcher sich gnädig zeigt und ihm hilft.Julius, der sein Glück kaum fassen kann, verlässt das Schloss, wo plötzlich ein Mann auf ihn zutaumelt und in seinen Armen stirbt. Voller Panik ergreift Julius die Flucht und lässt den Toten liegen. Nur fort, sind seine Gedanken. Er will nicht schon wieder unter Mordverdacht geraten und beschließt kurzerhand, um Potsdam einen riesigen Bogen zu machen. Ein Jahr später bringt eine junge Frau mit Hilfe einer Hebamme ein totes Kind zur Welt. Auch Alena, die Klagefrau ist eingetroffen und spendet Trost. Wie sich herausstellt, arbeitet die junge Frau bei einer reichen Witwe und so findet Alena bei Madame de Chattemont eine Anstellung. Bald darauf trifft Alena auf Julius, welcher nur wegen ihr in die Stadt gekommen ist. Die Liebe zwischen den Beiden blüht neu auf und so beschließen sie zusammen zu bleiben und die Zukunft gemeinsam zu meistern. So lernt der Puppenspieler Julius auch Madame de Chattemont kennen, welche regelmäßig zu Zirkeln in ihren Salon lädt, zu dem sich nur hochgestellte Herren gesellen. Und so passiert es, dass nach einem dieser Treffen der russische Fürst Katusow ohne jegliche Gewalteinwirkung in seiner Kutsche stirbt. Was Julius doch schnell bemerkt: auch dieses Opfer trägt die Handschuhe, genau wie der Tote vor einem Jahr. Julius und Alena beschließen, diesen Fall zu klären, denn auch nach Alenas Leben wird getrachtet und ein weiterer Mann stirbt. Das Spiel des Puppenköngis ist der zweite Teil nach dem legendären Vorgänger Der Puppenkönig. Diesmal verschlägt es den Puppenspieler Julius Klingenthal nach Berlin und Potsdam, wo er seine Liebe Alena wieder trifft und wenn auch nicht gewollt, die beiden in eine seltsame Mordserie hineingezogen werden. Schon zu Beginn der Geschichte schlüpft der Leser in die Zeit um 1783 und Wolf Serno versteht es, die Atmosphäre des damaligen Lebens in seinem neusten Buch lebendig zu schildern. Die verschiedenen Handlungsstränge laufen gradlinig und gnadenlos in Richtung Show Down und der Spannungsbogen bleibt bis zum Ende erhalten. Dieser Krimi gibt, mit seinen historisch belegten Persönlichkeiten und Zusammenhängen, dem Buch die nötige Würze und man wird bestens unterhalten. Hier stimmt einfach alles: der Humor, die Intrigen, die Liebe, Mord, Geld und Machenschaften zu Zeiten Friedrichs des Großen Wem schon Der Puppenkönig gefallen hat, dem wird auch dieser Titel zusagen und sicher die Sehnsucht nach einem dritten Teil entfachen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Kurzweilig,
Rezension bezieht sich auf: Das Spiel des Puppenkönigs: Roman (Gebundene Ausgabe)
Das Spiel des Puppenkönigs" ist der zweite Teil der Trilogie um den Puppenspieler und Bauchredner Julius Klingenthal, der seine lebensgroßen Puppen auf so verblüffende Art und Weise zum Leben erwecken kann wie kein anderer. Wieder vermischt Autor Wolf Serno historischen Roman mit einer Krimihandlung und vielen Exkursen in die Welt der Wissenschaft, der Künste und der Medizin zur damaligen Zeit. Der Roman zeichnet außerdem ein amüsantes historisches Bild von Friedrich dem Großen in seinen letzten Lebensjahren, der sich durch Intellekt und Weltoffenheit, aber auch durch mit voranschreitendem körperlichen Verfall zunehmenden Zynismus auszeichnete. Auch das distanzierte Verhalten des Alten Fritz zu Frauen bringt Serno zur Sprache.Besonders gelungen sind die Dialoge der schöngeistigen Adeligen, die sich häufig des Französischen bedienen und so, zumindest nach heutigem Empfinden, gleichzeitig affektiert und lächerlich wirken. Serno lässt dies seinen Puppenspieler Klingenthal noch auf die Spitze treiben, indem er ihm eine siebte Puppe hinzugeschrieben hat - Julius fertigt eine neue Puppe nach dem Vorbild des Alten Fritz an, die fortan alles in typischer Manier kommentiert. Das Buch gefällt und weiß zu unterhalten, weist aber, wie sein Vorgänger, die eine oder andere Schwäche auf. Man fragt sich zum Beispiel des Öfteren, welche Motivation Julius Klingenthal hat, sich pausenlos in Gefahr zu begeben, obwohl er sich eigentlich lieber heraushalten würde, nicht zuletzt, weil er Jude ist und möglichst wenig Aufsehen erregen will. Zwar gibt der Autor hier die eine oder andere Erklärung für Klingenthals Verhalten, aber so richtig schlüssig wirkt das alles nicht. Immerhin wird die Liebesgeschichte zwischen Alena und Julius weiterentwickelt, und das nicht schlecht. Zwar bedient sich Serno immer noch gerne ein wenig schwülstiger Sprache, aber Alena hat ihr nervig-klischeehaftes Verhalten zumindest zum Teil abgelegt. Größtenteils spannend und dabei auch sehr humorvoll - der zweite Teil der Puppenkönig-Trilogie ist gelungener als der Vorgängerroman und bietet ein kurzweiliges, wenn auch nicht perfektes Lesevergnügen. Viele der hier beschriebenen Charaktere haben wirklich gelebt, was dem Buch einen zusätzlichen Reiz verleiht. Laut Aussage des Autors ist eine dritte Erzählung um den Puppenkönig bereits in Arbeit. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Das Spiel des Puppenkönigs,
Rezension bezieht sich auf: Das Spiel des Puppenkönigs: Roman (Gebundene Ausgabe)
Manchmal frag ich mich echt, warum es so schwer ist die Beschreibungen der Bücher halbwegs dem Inhalt anzupassen. Die geschilderte Begebenheit mit dem Geld und dem Toten bildet gerade mal den Prolog, nachdem Klingenthal erst mal wieder für ein Jahr aus Potsdam verschwindet. Und irgendwas macht, aber nicht ermittelt. Erst als Alena in Potsdam bei einer reichen Witwe eine Stelle als Sekretärin annimmt, kommt er zu ihr ' und damit eben auch wieder nach Potsdam. Und als dann zwei Leute, welche in dem Haus der Witwe verkehrten, unter ungeklärten Umständen sterben, wird Alena in den Fall hineingezogen und deswegen beginnt Klingenthal recht freiwillig Fragen zu stellen...Und auch wenn von einem Kriminalfall die Rede ist, sollte der Leser keinen historischen Krimi erwarten. Denn von Anfang an ist klar, wer hier auf welche Art mordet. Dadurch kommt nur wenig Spannung auf, auch da die Leser immer mehr wissen als Klingenthal und deshalb so manches Mal über dessen Vermutungen nur den Kopf schütteln können. Aber davon ungeachtet, sind die Morde arg konstruiert und das Motiv dahinter nicht sonderlich glaubwürdig. Und der werte Herr Bauchredner hat dazu noch eine merkwürdige Art zu ermitteln. So kommt es, dass er ganz allein mal denjenigen, den er für einen mehrfachen Mörder, aufsucht und mit seinen Vermutungen konfrontiert. Ja, das ist wahrlich schlau, vor allem falls er richtig liegen sollte. Aber auch sonst konnte ich mich mit dieser Figur nicht anfreunden. Was natürlich schade ist, da Klingenthal das ganze Buch über im Mittelpunkt des Geschehens steht. Aber seine Art ständig seine Puppen 'reden' zu lassen, fand ich nur nervig. Klar, bei den Auftritten als Bauchredner macht das Sinn. Aber während eines Schäferstündchens mit seiner Liebsten? Also ich hätte da als Frau nicht gelacht, sondern ihn aus meinem Bett geworfen. Und auch sein Können als Bauchredner fand ich übertrieben dargestellt. So soll es beispielsweise in der Lage sein eine Wirtshausschlägerei so täuschend echt darzustellen, dass es die Wirtin glaubt. Dass ist für mich mehr als schwer zu glauben. Die Nebenfiguren fand ich oft besser und sympathischer oder auch einfach nur interessanter gestaltet. So zum Beispiel der alte Potsdamer Doktor Körnchen, der nur wenige Auftritte hat, aber dessen Güte und Warmherzigkeit dabei fast aus jeder Zeile heraus strahlten. Oder auch Dantal, der Vorleser Friedrich des Großen. Und nicht zuletzt wurde auch dieser mit seiner bärbeißigen, aber amüsanten Art sehr überzeugend porträtiert. Durch den schlechten Kriminalfall und den anstrengenden Klingenthal ist für mich ein Großteil des Buches leider ziemlich unglaubwürdig geworden, was schade ist. Denn der Autor schafft es gut die damalige Zeit lebendig darzustellen und mit ihr einen farbenprächtigen Hintergrund zu gestalten. Mit einer logischeren Handlung hätte daraus ein toller historischer Roman werden können. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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