Richard Dübell läßt diesmal seinen spätmittelalterlichen Kommissar Peter Bernward Station an seiner ehemaligen Wirkungsstätte Augsburg machen. Er hat die Rückreise mit seiner Frau Jana unterbrochen, um alleine nach seiner verschollenen Tochter zu suchen und ihr zu gestehen, dass er sich mitverantwortlich an dem Tode ihres Mannes fühlt. Dieser musste in der "Messe für die Medici" für seine Verschwörung gegen die Kaufmannsfamilie am Galgen büßen.
Dabei gerät er sogleich wieder in einen Mordfall, oder war es Teufelswerk ? Der Tote befindet sich in einem abgeschlossenen Raum, ein Täter konnte nicht entkommen. Im ausgehenden 15.Jhd. natürlich ein Grund, mysteriöse Erklärungen für den Mord zu finden.Dübell läßt Peter Bernward in seine Vergangenheit als rechte Hand des Bischofs eintauchen und stellt ihm mit der Tochter des ehemaligen Kutschers des Bischofs eine hilfreiche Unterstützung an die Seite. Es geschehen noch mehr Morde, z.B.an einem Verwalter und einem Mitglied einer einflussreichen Kaufmannsfamilie. Dazu kommt noch das Wiederaufleben der "Grubenleute", einer geheimnisvollen Sekte. Wird es Peter Bernward gelingen, die Mordreihe zu stoppen......
Dübell gelingt es auch hier, ein sehr dichtes und atmosphärisches Bild einer mittelalterlichen Stadt, seiner Gesetze und seiner Einwohner zu zeichnen.
Als begeisterter Dübell-Leser und Mittelalter-Fan war "Das Spiel des Alchimisten" für mich natürlich ein Muß, das Buch bereitet ein kurzweiliges Lesevergnügen.