Ich war von Anfang an begeistert, von den Charakteren, der Szenerie und Themen. Und die Art, wie das alles zusammengehalten wird, durch eine gekonnte Dramaturgie.
Helen, die Hauptfigur, vereint Tapferkeit und Verletzlichkeit. Eine interessante Spannung, die sich daraus ergibt - wenn auch nur hintergründig und subtil.
Die massgebliche Spannung gewinnt der Roman aus den Abenteuern der Heldin und ihren Etappen der Reise - einmal in den Urwald und zurück.
Da die Autorin selbst im Börsenparkett tätig war, versteht sich die realistische Schilderung des Mileus der Spekulanten. Das Thema Finanzwelt und Spekulanten ist momentan (2011) aktueller als je.
Dichte und gekonnte Beschreibungen, der Sprachstil ist flüssig und sauber - ich habe keine einzige Stelle in Erinnerung, wo mir etwas nicht klar geworden wäre, was erzählt wird.
Einzig die Sektenkriminalität, die auf dem Cover Erwähnung finden, kommt ja nicht vor. Statt dieser sind wohl Geheimdienste gemeint.