Zugegeben, die voneinander getrennten Handlungsstränge waren beide gelungen. Die Entführung des Babys und der Amoklauf des Dr. Lynch wären allein schon ein eigenes Werk wert gewesen. Und genau dort liegt mein Problem.
Ich finde, die beiden Handlungsstränge passen nicht zueinander. Beide sind emotional so unterschiedlich, dass ich immer dachte...nun schwenk doch endlich wieder zu Dr. Lynch um....die Entführung ist doch lanweilig und langatmig.
Eine Zusammenführung der Handlungsstränge findet nur auf der Ebene der Polzei statt. Nur zum Schluß treffen beide kurz aufeinander.
Der Autor hätte aus der brillianten Idee des "verwirrten Arztes" einen kinoreifen Thriller machen können, aber dafür ist die Geschichte, wohl leider auch durch die Idee des zweiten Handlungsstranges, einfach zu kurz.
Schade, gerade auch, weil ich manche Seiten gar nicht so schnell genug lesen konnte, wie es die Spannung hergab, aber wie gesagt, nur bei der Geschichte des Dr. Lynch!
Aber, das Buch ist trotzdem lesenwert! Ein Kauf schadet nicht.