Deutsch erklärt, wie die heutigen Geldsysteme entstanden sind. Dazu geht er 700 Jahre in die Vergangenheit zurück. Was er hier aufdeckt (bzw. viele Autoren schon vor ihm, aber Deutsch macht es so ganzheitlich und so klar wie noch kein anderer), ist nicht nur ein "Silberkomplott", sondern ein ganzes Geldkomplott. Es ist die Gründung der scheinbar unabhängigen Zentralbankensysteme durch die Hochfinanz - immer wieder taucht der Name Rothschild auf. In einer wie Deutsch sagt "institutionalisierten Korruption" arbeiten dieses System und der Staat zusammen, indem immer weiter Geld an den Staat ausgegeben wird und Geldmengen wie Schulden unbegrenzt steigen. Dazu wurden Gold und Silber, über Jahrtausende als sichere Zahlungsmittel geschätzt, in den letzten 150 Jahren schrittweise abgeschafft und der Öffentlichkeit als "veraltet" verkauft. Der Euro ist endgültig nur noch Papier.
Nun kann das System gigantische Geldmengen ungedeckt und unbegrenzt selbst produzieren. Doch es steckt mehr dahinter. Über die die Verteilung und Gewährung von Krediten durch das Bankensystem kontrollieren die Mächtigen die gesamte Wirtschaft und den Staat. Kein Großunternehmen, kein Krieg ohne Finanzierung und damit Mitspracherecht.
Das Buch ist einfach genial - man merkt ihm an, dass der ehemalige Unternehmer Deutsch über 20 Jahre daran gearbeitet hat (Zwischenstand war die Broschüre "DIE GELDFALLE"). Dass mit der steigenden Verschuldung und Inflation über kurz oder lang Ersatz-Geldsysteme und damit auch Edelmetalle wieder kommen werden, ist nur ein Anleger-Tipp am Rande. Es wird laut Deutsch nicht mehr lange dauern, bis die Menschen wieder echtes, also gedecktes Geld und Sachwerte wiederentdecken werden.
Interessanterweise kommt Deutsch nicht wie bei mein anderer Favorit, Prof.Senf in "DER NEBEL UM DAS GELD", zu dem Schluss, den Zins insgesamt infrage zu stellen, sondern er sieht die unbegrenzte Laufzeit von Krediten beim Staat als ursächliches Problem. Der Staat kann per definitionem nicht bankrott gehen, daher plädiert Deutsch für eine regelmäßige Schuldenamnestie bei Staatsanleihen. Es wäre die Erlösung für unsere Welt.
NACHWORT
Die "Gelddenker", die ich favorisiere, stimmen darin überein, dass Zins zwangsläufig zu Schuldenbergen und Inflation führt, weil das Geld zur Zahlung der Zinsen nur aus neuen Krediten (mit weiteren Zinsen) kommen kann. Es werden keine Euro/Dollar/etc. ohne dahinter tickende Zinsuhr ausgegeben. Es ist das klassische Pyramidensystem, bei dem immer neue Geldlieferanten (Kreditnehmer) gefunden werden müssen, und das sich zwangsläufig irgendwann tot läuft. Zinsen zwingen (!) zum ewigen Wachstum, um mehr Schulden auszuhalten und die Inflation zu relativieren, aber nichts kann ewig wachsen. Sind die Märkte gesättigt und alle bis über die Ohren verschuldet, und zwar genau im Zustand wie die Welt heute, dann kollabiert das System wie jedes Pyramidensystem - seit Jahrhunderten. Erst ein Geld ohne Zinsen entlastet die Wirtschaft vom Wachstumszwang wie von einem Fluch. Es hat einen Grund, dass "Wucher" über Jahrtausende immer wieder von Päpsten und Königen zum Teil bei Todesstrafe verboten war und Zinsnehmer als Parasiten empfunden wurden.
Geld ohne Zins können sich "Zinsgläubige" nicht vorstellen, doch es ist problemlos möglich. Die Bank kann dem Häuslebauer oder Unternehmer den Kredit, den sie aus dem Nichts (!) erzeugt, mit der gleichen Bonitätsprüfung auch ohne Zins vergeben. Wer - außer den Bankiers - hätte denn was dagegen, sein Haus in 10 statt in 20 Jahren abzubezahlen und sich dazu die ständigen Währungskrisen zu ersparen? Zinsen, die sich wie eine Art "Reichensteuer" in allen Preisen der Welt finden und für eine konstante Umverteilung von Unten nach Oben sorgen, fallen dann überall weg, genauso wie die Spekulation. Die Realwirtschaft braucht Zinsen nicht, sie braucht fließendes Geld. Deutsch erklärt im Buch wunderbar, mit welchen korrupten Tricks das Zinsgeld in unsere Welt implementiert wurde - nur eine kleine Elite profitiert davon, und der Rest denkt, dass es anders nicht ginge.
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2) Weiterhin die Ausführungen von Egon Kreutzer unter http://www.egon-w-kreutzer.de/Geld/Sammlung%20Geld.html, wo er unter Punkt 1 bis 7 recht kompakt eine durchdachte Lösung für ein optimales Geld entwickelt.