ludlum, der könig der spionage- und agententhriller. das prädikat hat er sich mit diesem buch wieder mal verdient. auch posthum. "das sigma protokoll" ist ein geniales buch, das trotz seiner über 700 seiten die spannung von anfang bis ende hält.
die geschichte dreht sich ben hartmann, den sohn eines aus dem konzentrationslager entkommenen juden, der in amerika als finanzgenie reich geworden ist. ...oder ist etwa alles ganz anders?
dieser ben hartmann wird jäh aus seinem ruhigen leben gerissen, als jemand in zürich auf offener strasse versucht ihn erschiessen. der potentielle mörder ist seltsamerweise ein ehemaliger schulkamerad, den er jahrelang nicht gesehen hat. ben gelingt es zu entkommen und seinen gegner zu töten. diese leiche verschwindet jedoch auf mysteriöse weise...
dies ist der fulminante auftakt einer atemberaubenden jagd nach einer organisation namens "sigma", die anscheinend für diesen mordversuch verantwortlich ist. auf die spur dieser seit dem ende des 2. weltkrieges existierenden organisation wird ben durch seinen bruder gebracht, der jahre zuvor bei einem flugzeugabsturz um's leben kam.
etwas licht, bzw. noch mehr verwirrung, wird ben durch eine amerikanische agentin namens anna navarro beschert, die darauf angesetzt wurde, mysteriöse todesfälle alter männer aufzuklären, die wie sich herausstellt, allesamt mitglieder von sigma waren.
nazis, wirtschaftsmagnaten, politik, macht, ein zu beschützendes geheimnis, weitere morde und ein schuss erotik bestimmen den weiteren, rasanten fortgang des buches. es wird rund um den erdball hinweisen nachgejagt bis es schlussendlich zum showdown kommt, bei dem alle fragen beantwortet und die fäden verknüpft werden.
ok, die handlung ist nicht 100 %ig schlüssig oder logisch, aber who care's? stundenlange unterhaltung vom feinsten und spannung bis zum schluss entschädigen ausreichend für manche's klischee, versprochen!