Kurzbeschreibung
John Berger ist Maler und Kunstkritiker, Erzähler und Drehbuchautor, Essayist und Lyriker. Dieser Vielseitigkeit entspricht in seinem bislang umfangreichsten Essayband die Vielfalt seiner Betrachtungen. Berger beschreibt das, was man "sehen" kann: Bilder, Menschen, Städte, Landschaften und immer wieder Gemälde. Erst in dem richtig Wahrgenommenen tut sich das auf den ersten Blick nicht Zugängliche, das Verborgene auf. In einer Zeit der inflationären visuellen Eindrücke kann die Lektüre seiner Essays zu einer Schule des Sehens werden.
Nach thematischen Schwerpunkten komponiert, gibt diese Sammlung einen profunden Einblick in Bergers Denken von den späten sechziger Jahren bis heute. Einer Grunderfahrung der Moderne - im Leben wie in der Kunst -, dem Verlust einer verbindlich konstituierten und normierten Sinnerfahrung, setzt John Berger sein Vertrauen entgegen: in die genuinen Möglichkeiten der ästhetischen Erfahrung, einer Ethik der Verantwortung und des humanen Blicks.
Über den Autor
John Berger, 1926 in London geboren, arbeitete nach dem Kunststudium als Zeichenlehrer und Maler und lebt heute in einem Bergdorf der Haute Savoie. Er schrieb Filmdrehbücher für Alain Tanner und machte sich vor allem als Kunstkritiker einen Namen. Mit dem Roman >Auf dem Weg zur HochzeitSauErdeSpiel mir ein LiedFlieder und Flagge Bd. 14648) ) gelang ihm auch in Deutschland der Durchbruch. Seine Romane, Essays und Erzählungen sind im Fischer Taschenbuch und im Carl Hanser Verlag erschienen.