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VINE-PRODUKTTESTERam 8. Januar 2012
Ich riskiere einmal, allein aufgrund des Jean-Harlow-Kapitels mein vernichtendes Urteil abzugeben, denn es scheint mir unvorstellbar, dass dieses Schmuddelpornokapitel Teil eines informativen, objektiven und gut recherchierten Buch desselben Autors sein kann. Nichts gegen Meinungsfreiheit, aber die beiden anderen Rezensenten müssen sich ernsthaft fragen lassen, ob sie nicht ein bißchen leichtgläubig sind.

Konkret: Jean Harlow hat nicht mit 16, sondern mit 18 die Nacktaufnahmen gemacht, und es sind keine Komplettnacktaufnahmen, sondern Fast-Nackt-Aufnahmen des hochangesehen Fotokönstlers Edwin Bower Hesser im Griffith Park gewesen, auf denen Brüste und (...) mittels entsprechender Körperhaltung, Kameraposition oder eines Tuchs verdeckt waren. Ob Ehemann Paul Bern tatsächlich ein unterentwickeltes Geschlecht hatte und Jean Harlow in der Hochzeitsnacht verprügelte und biß, ist alles andere als erwiesen. Cawthorne schreibt insoweit aus der Schmuddelbiographie von Irving Shulman ab, ohne sie zu zitieren. Shulman wiederum musste sich zu Recht wütenden Angriffen und Klagen von Freunden, Verwandten, Weggefährten beim Erscheinen seines Buches aussetzen. Dass Shulman und sein Stichwortgeber Arthur Landau (Jeans seinerzeitiger Agent) es mit den Fakten nicht so genau nahmen, ist schon daran erkennbar, dass Shulman dermaßen viel wörtliche Rede lieferte, wie man sie gar nicht erinnern KANN; das Ganze ist eher ein Schundroman statt ein Sachbuch. Cawthorne bringt Weiteres durcheinander: Stan und Ollie engagierten Jean Harlow nicht für den Kurzfilm "Double Whoopee", sondern Jean war schon zuvor Vertragskomparsin der Hal-Roach-Studios und hatte Auftritte an der Seite von Charley Chase und eben Stan und Ollie gehabt. Jean drehte nicht unmittelbar, nachdem sich Ehemann Paul Bern erschossen hatte, "Reckless", sondern rund drei Jahre später. Ein bezeichnender "Fehler", da sich in "Reckless" der Film-Ehemann von Jean erschießt: Die Parallele fand Cawthorne wohl knackiger, wenn er "Reckless" entgegen der Chronologie unmittelbar auf das tragische Ereignis folgen ließ.

Dafür, dass MGM-Chef Louis B. Mayer zum Feind Jeans wurde, weil sie ihn auf der Besetzungscouch abgewiesen habe, fehlt jeglicher Anhalt. Cawthorne lässt die Frage völlig offen, warum Jean danach noch bis zu ihrem frühen Tod für mehrere Jahre ein MGM-Topstar sein konnte, was mit dem mächtigen Mayer als Feind sicherlich kaum möglich gewesen wäre. Schließlich ist nicht nur die Fälschung der Fakten und das Aufpeppen mit Mutmaßungen, sondern auch die Auswahl des Wahren eine perfide Manipulation. Von allen Männern in Jeans Leben wird ausgerechnet derjenige mit keinem Wort erwähnt, mit dem Jean am längsten und bis zu ihrem Tode zusammen war: Schauspielerkollege William Powell. Obwohl ich versuche, Mitrezensenten nicht persönlich anzugreifen, möchte ich doch ein großes Unbehagen gegenüber ihren Texten anmerken: Wer solch einen Mist glaubt wie das vorliegende Buch, der glaubt auch noch ganz andere Sachen. Das alles ist schlecht recherchiert und höchstwahrscheinlich bewusst manipulativ, übrigens auch in der Sprache, die sich ausgiebig eines Schmuddelvokabulars bedient.

Wie man es besser machen kann, zeigen diverse Harlow-Biographien, allen voran diejenigen von Bettina Uhlich,Darrel Rooney und Mark A. Vieira sowie Eve Golden. Autoren übrigens, die die Sexbombe keinesfalls zur Nonne machen. Aber als Menschen sehen. Cawthorne jedoch ist der Autor, der vorgibt, dass ihm nichts Menschliches fremd ist. In Wirklichkeit ist ihm alles Menschliche fremd. Er spielt mit der Biographie von Menschen und vergewaltigt sie für seine und des Lesers schmutzige Phantasien. Naja, wer's nötig hat... möge dann aber bitte auf fiktive und nicht reale Personen zurückgreifen. Oder auf Gummipuppen. Oder sich selbst helfen. Viel Spaß!
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am 6. Oktober 2002
Obwohl der Titel des Buches etwas reißerisch anmutet, sollte man sich davon nicht abschrecken lassen. Ohne zu werten schildert der Autor die auf Fakten beruhenden Geschehnisse, so dass sich jeder Leser selbst eine Meinung über die zweifellos vielschichtigen Persönlichkeiten der weiblichen Stars bilden kann. Ganz nebenbei wird außerdem ein wunderbares Panorama einer ganz besonderen, glitzernden und tragischen Zeit des Kinos gezeichnet.
Ein Stern Abzug wie erwähnt nur für den platten Titel. Den hat das Buch nicht verdient.
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am 24. März 2001
Sehr gut recheriert, viele Facts auf engstem Raum, superspannend (für den, den das Thema interessiert) und es wird durch den "Telegramm-Stil" der alles Überflüssige weg läßt, nie langweilig. Ich empfehle, zur besseren Orientierung, vorher "Hollywood Babylon" von Kenneth Anger zu lesen.
11 Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden