Da ich selbst eine "Schwarze" bin, hat mich der Titel des Buches und die Rezension dazu neugierig gemacht. Außerdem hat die Autorin auf diversen Foren Werbung über ihr Buch veröffentlicht.
Die idee ist ganz gut, nur macht dies nicht zu einer guten Geschichte. Es hat sehr viele Rechtschreibfehler (allein auf der ersten Seite (!)) und beinhaltet ebenso viele Gramattikfehler. Manchmal handelt die Hauptfigur unrealistisch (warum achtet sie auf ihre Figur, wenn sie doch weis, dass sie sich sehr bald selbst das Leben nimmt? Ich an ihrer Stelle hätte geschlemmt, bis mein Konto leer wäre). Am Anfang des Buches hatte ich noch gehofft, dass es sich hierbei um eine sehr realistische Geschichte über eines Frankfurtes Gothics handeln würde. Doch alsbald der Geist "Herr von Ellrodt" auftauchte, war ich enttäuscht. Es war also doch nur ein billiger Abklatsch sämtlicher Klischees. Denn nur weil man "Gothic" ist, heißt das nicht, dass man gleich mit Geistern zu tun hat und fast jeden Tag auf dem Friedhof umher wandert.
Schade finde ich auch, dass man nicht genau erfährt, warum und wie sich Silke das Leben nimmt. Ich erfuhr später (anhand einer Spendenbitte am Ende des Buches und aufgrund der Andeutung der Autorin selbst in einem Forum), dass die Silke an Krebs erkrankt war. Doch normalerweise bringt sich ein Mensch nicht gleich um, nur weil er diese Diagnose erfährt, sondern versucht dagegen anzukämpfen. Auf mich wirkte es so, als wenn sich Silke gleich zum Selbstmord entschlossen hatte, als sie von ihrer Krankheit erfuhr. Trotz ihrer Jugend.
Sicherlich schrieb die Autorin zu Anfang, man würde nicht erfahren, warum sie (hier Silke) sich das Leben nahm, denn das sei etwas sehr privates und intimes. Sicher. Doch warum wird kaum über ihren Tod geredet, wenn der Titel auch lautet: "Leben und TOD eines Frankfurter Gothics"?
Wie auch immer. Ich vergebe einen Punkt, weil ich selbst eine Schwarze bin und den anderen, weil es dennoch, trotz der vielen Fehler, eine interessante Geschichte ist. Vielleicht auch nur für Leute, die keine Ahnung von der Szene haben, denn hier werden auch einige Bandnamen genannt, die in dieser Subkultur beliebt sind.
Doch Jeder, der hofft, dass es sich hierbei um eine Biografie handelt, sollte lieber seine Finger von dem Buch lassen!