Produktinformation
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In diesem Jahr fallen einige Veränderungen ins Auge: Das Format ist etwas größer geworden und ein Großteil der Beiträge dreht sich um ein übergreifendes Thema, "Science Fiction und Religion". Dabei halten sich wirklich informative Artikel mit erschreckend kenntnislosen Texten die Waage. Alexander Seibolds politische Analyse "Der nächtliche Flug auf dem Buraq nach Jerusalem" beispielsweise setzt sich mit den Gerüchten auseinander, zwischen Isaac Asimovs Foundation-Trilogie und dem Gedankengut des Bin-Laden-Klans bestünde ein Zusammenhang, und liest sich dabei ausgesprochen spannend. Der Übersichtsartikel über religiöse Themen in der fantastischen Literatur von Linus Hauser dagegen strotzt nur so vor Detailfehlern und ist geradezu typisch für die oberflächliche Beschäftigung eines Akademikers mit dem Genre.
Höhepunkte des Bandes sind unter anderem Uwe Neuholds Darstellung der Entwicklung künstlicher Intelligenz, in der tatsächliche Wissenschaft neben Literatur, Film, Fernsehen und sogar Theater gestellt wird; sowie ein weiteres Kapitel aus The Dreams Our Stuff is Made of von Thomas M. Disch, in dem sich dieser respektlos mit "unserem peinlichen Vorfahr Edgar Allan Poe" beschäftigt.
Erneut muss dem Verlag zu dem Mut gratuliert werden, auch in konjunkturell schwierigen Zeiten an dem Projekt eines jährlichen Genreüberblicks festgehalten zu haben. Denn auch wenn mit dem Alien Contact Jahrbuch ein weiteres Sammelwerk zur Science Fiction angetreten ist, bleibt das Heyne Science Fiction Jahr der Standard, an dem sich die Konkurrenz wird messen lassen müssen. --Hannes Riffel
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Standardwerk für Sammler und Leute, die mehr wissen wollen,
Von Chrononaut (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Das Science Fiction Jahr 2003 (Taschenbuch)
Das 2003er Jahrbuch dürfte beim Verlag längst vergriffen sein, ist aber gebraucht noch gut erhältlich, gelegentlich auch über Amazon. Der Wälzer hat den Schwerpunkt »Science Fiction und Religion« und bietet folgenden Lesestoff:- Linus Hauser: Möge die Macht mit dir sein! Was SF und Religion miteinander zu tun haben - Hartmut Kasper: Beam me up, Jesus! Wie man die Welt sieht, wenn man durch die prophetische Brille Gottes in die Zukunft blickt - Thoms Körbel: Ich bin der Auserwählte! Die schöpferischen Mythologien der SF - Alexander Seibold: Der nächtliche Flug auf dem Buraq nach Jarusalem. Über Asimov, Asahara und Bin Laden - Michael Nagula: Die Welt sprach im Geiste Gottes. Betrachtungen zu Philip K. Dicks Spätwerk - Robert Hector: Mad Max, Leibowitz & Co. Alternative Endzeit-Visionen der SF - Alexander Seibold: Woher? Wohin? Slanley Kubricks Odyssee zum Unbedingten Dazu im allgemeinen Teil folgende Aufsätze: Uwe Neuhold: Mein Gott, es lebt! Künstliche Intelligenz im SF-Film Wolfgang Neuhaus: Im Bann des Hyperraums. Eine Annäherung an das (modernisierte) Genre der Space Opera Hartmut Kasper: Triebwerke? Ebefalls optimal! SF und Pronographie Karlheinz Steinmüller: Die DDR als Computerspiel. PolyPlay und die Chancen von Alternativweltgeschichte Brian W. Aldiss: Das Etikett SF ist zum Hindernis geworden Usch Kiausch: Ein Gespräch mit William Gibson Alexander Seibold: Ein Gespräch mit Markus Hammerschmitt Gundula Sell: Ein Gespräch mit Mary Doria Russell Thomas M. Disch: Edgar Allan Poe, unser peinlicher Vorfahr Robert Hector: Auf der Suche nach Außerirdischen. Astrobiologie ' Leben im Weltall? Rezensionen - von Gundula Sell über »Was kommt nach der Informationsgesellschaft?«, Ursula K. Le Guin (»Rückkehr nach Erdsee«), Arkadi und Boris Strugazki (»Das Experiment«) sowie Marion Zimmer Bradley (»Darkover«) - von Joachim Körber über Michel Houellebecq (»Gegen die Welt, gegen das Leben«) - von Erik Simon über Rolf Krohn (»Am Tor der Zeit«) und Witali Rutschinski (»Teufels Werke«) - von Karsten Kruschel über Ursula K. Le Guin (»Rückkehr nach Erdsee«), Christopher Priest (»Die Amok-Schleife«), Norman Spinrad (»Die Transformation«), Walter Jon Williams (»Plasma City«) und Robert Charles Wilson (»Darwinia« und »Bios«) von Carsten Polzin über Ken Mac Leod (»Das Sternenprogramm«, »Die Mars-Stadt« und »Die Cassini-Division«) sowie Alastair Reynolds (»Unendlichkeit«) - von Robert Hector über Kim Stanley Robinson (»Antarctica«) und Tobias Daniel Wabbel (»SETI. Die Suche nach den Außerirdischen«) Dazu die üblichen festen Rubriken (Computergames, Hörspiel, Marktberichte, Preise und Bibliografie). Wer's noch nicht hat, zulegen. Siehe auch Das Science Fiction Jahr 2009, Das Science Fiction Jahr 2008, Das Science Fiction Jahr 2007. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Eine Fundgrube an Daten - mit Abstrichen am Schwerpunktthema,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Science Fiction Jahr 2003 (Taschenbuch)
Am diesjährigen Jahrbuch haben die beiden Herausgeber Wolfgang Jeschke und Sascha Mamczak einige Veränderungen vorgenommen. Der Überblick über die bundesdeutsche Verlagslandschaft wurde stark zusammengestrichen (von ca. 200 auf 60 Seiten; vieles Wichtige bleibt aber nachwievor dokumentiert), dafür der Essay-Anteil ausgeweitet - was einem sekundärliterarischen Jahrbuch besser zu Gesicht steht. Gestrafft wurde auch der Filmteil.Highlights sind Artikel zur Künstlichen Intelligenz im SF-Film, zu Autoren wie Edgar Allan Poe und Philip K. Dick und zur Wiederbelebung der DDR in Alternativweltgeschichten. Die Interviews u.a. mit William Gibson sind lesenswert. Einzig das (neu eingeführte) Schwerpunktthema "SF und Religion" dürfte für einige Leser etwas enttäuschend sein: einige der teilweise sehr langen Aufsätze, die sich mit dem Motiv der "Himmelreise" in der SF oder dem Film "2001 - Odyssee im Weltraum" beschäftigen, sind zwar materialreich, weisen aber selbst theologische "Obertöne" auf. Womöglich wäre ein anderes Schwerpunktthema wie "SF und Wissenschaft" auch interessanter und vielversprechender gewesen. Abgesehen davon bilden natürlich auch die streitbaren Texte Stoff für die Auseinandersetzung in einem Genre, das, wie die beiden Herausgeber im Vorwort schreiben, trotz seines großen massenmedialen Erfolges "dramatisch unreflektiert" bleibt. Ein Muss für jeden ernsthaft an der SF Interessierten! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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