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Das Schweigen des Sammlers: Roman
 
 
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Das Schweigen des Sammlers: Roman [Gebundene Ausgabe]

Jaume Cabré , Kirsten Brandt , Petra Zickmann
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 847 Seiten
  • Verlag: Insel Verlag; Auflage: 1 (12. Dezember 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3458175229
  • ISBN-13: 978-3458175223
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,6 x 4,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 19.895 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Jaume Cabré
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Vielsprachig ist dieser Roman, in dem sich die Handlungsstränge pausenlos überlagern, Menschen, Schauplätze und Ereignisse auf kunstvolle Weise verschränkt sind. ... Ein Stück Weltliteratur auf Katalanisch.«

(Katja Lückert )

»Cabré versteht es einfach Figuren, zu entwerfen und sie in dramatische Situationen zu setzen, denen wir dann atemlos folgen. ... Er hat eine Sprache gewählt, die ... uns reinzieht, die dramatisch ist, die sehr faszinierend ist.«

(Johannes Kaiser hr2 Kultur )

»Cabré ist wieder ein großer Wurf gelungen. Um es mit den Worten des Vaters Felix Ardèvols zu sagen: Gaudium magnum!«

(Annika Müller Stuttgarter Zeitung )

»...ein Mosaik, das Cabré da zusammensetzt. Nicht einfach, sich hineinzufinden - aber höchst lohnend.«

(Hellweger Anzeiger )

»Ergreifende Story um Liebe, Hass und Verrat.«



»Cabré hat einen Jahrhundertroman im Wortsinne geschrieben. ... Historien- und Schelmenroman, auch Krimi und Liebesgeschichte ist dieses Buch, das sich als 800-seitige Zeitmaschine geriert. Cabré erzählt nicht chronologisch, sondern überblendet die Ebenen auf eine eigentümliche Weise. ... Virtuos ist das und erhellend, wenn geschichtliche Parallelen dadurch offenbart werden. Die Passagen, in der sich die Inquisition mit der Nazi-Zeit überlagert, sind waghalsig, angreifbar – und auf provozierende Weise richtig.«

(merkur-online.de )

»Cabré versteht es, die Geschichte um Adrià, die Geige und deren Vergangenheit über 800 Seiten auf Spannung zu halten - und ebenso sehr in einer ganz eigenen Atmosphäre. Wie die Geige hat auch dieser Roman einen ganz eigenen Ton: einen Ton von grosser Ernsthaftigkeit und hoher Eleganz. Cabré versteht es, Dialoge mit erzählerischen Passagen in betörenden Rhythmen zu verweben. Unterhaltungen der Protagonisten bricht er durch die Stimme des Erzählers auf, um dann, nach einigen Sätzen, mit den Gesprächen fortzufahren. Daraus entsteht ein eklektisches Gewebe, in dem er die grossen Themen bündelt - ganz wesentlich das der Hingabe des Menschen an die Kultur.«

(Kersten Knipp Neue Zürcher Zeitung )

»Er ist ein wahrhaftes Opus magnum.«

(Gregor Ziolkowski Deutschlandradio Kultur )

»Das Schweigen des Sammlers wird in Spanien als monumentales Werk gefeirt, in dem Cabré eine spannende Geschichte geschickt strukturiert und sprachlich leichtfüssig erzählt. Er bewegt sich dabei mit gutem Gleichgewichtssinn zwischen Epochen und Orten.«

(Brigitte Kramer Neue Zürcher Zeitung )

»Cabré hat eine unglaublich fesselnde Geschichte verfasst; er sprengt ein ums andere Mal die Grenzen des Romans und versetzt seine Leser durch die souveräne Beherrschung einer sprachphilosophisch geschulten Poetik ins Staunen.«

(Jürgen Nielsen-Sikora glanzundelend.de )

»Jaume Cabrés Buch ist ein kulturell anspruchsvoller Reißer.«

(Gabriele Knetsch Bayern 2 )

»Das Buch ist und bleibt ein Schatzkästchen, in dem man immerzu blättern und verweilen möchte.«

(Michaela Adick Heilbronner Stimme )

Kurzbeschreibung

"An jenem Tag verstand ich, daß ich von dem gleichen Dämon besessen war wie mein Vater. Das Kribbeln im Bauch, das Jucken in den Fingern, der trockene Mund …" Der Antiquitätenladen des Vaters in Barcelona ist eine wahre Schatzkammer, doch die Faszination des jungen Adrià gehört allein einer wertvollen Geige aus dem 18. Jahrhundert mit einem bezaubernden Klang, die erste aus den Händen des berühmten Geigenbauers Lorenzo Storioni aus Cremona. Heimlich tauscht der Musikschüler Adrià sie eines Tages mit seiner eigenen Geige aus, um sie stolz seinem besten Freund Bernat zu zeigen. Als er die Storioni zurücklegen möchte, sind seine Geige und sein Vater verschwunden, der Antiquitätenhändler wurde kaltblütig ermordet. In Adrià keimen Schuldgefühle auf. Viele Jahre danach – Adrià ist inzwischen Gelehrter und Sammler – sucht er das Rätsel um die Herkunft der Storioni zu lösen und so den wahren Grund für den Mord herauszufinden. Doch er ahnt nicht, daß die Vergangenheit des Musikinstruments eine Geschichte von Familiengeheimnissen und dunklen Mordfällen, von Haß und Intrigen, Liebe und Verrat birgt. Der Schatten dieser Ereignisse ragt über viele Jahrhunderte europäischer Geschichte bis in Adriàs unmittelbare Gegenwart und droht ihm alles zu nehmen – auch seine große Liebe Sara.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
"mea culpa, confiteor" 1. Januar 2012
Von Esther TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Erst gestern Abend, als ich durch die regennassen Straßen von Vallcarca spazierte, wurde mir bewusst, dass es ein unverzeihlicher Fehler war, in diese Familie hineingebiren zu werden." S 9

Jaume Cabre ist mit seinem neuen Roman ein wahrhaft fulminantes Werk gelungen. Gekonnt und bereits aus seinem Roman "Die Stimmen des Flusses" bekannt, jongliert er mit Zeit und Ort wie kein anderer.

Sein Romanheld Adrià Ardèvol ist Gelehrter und Professor für Ideengeschichte an der Universität von Barcelona. Es scheint, als spräche er alle Sprachen der Welt - vor allem aber die vergangenen u.a. Hebräisch und Aramäisch. Als Einzelkind war er mit distanzierten Eltern aufgewachsen, keine Beziehung zur Mutter, die ihn zu einem großen Geiger machen wollte, kalte Faszination des lieblosen Vater mit welchem er die Sammlerleidenschaft teilte - das Sammeln alter Schriften und Gegenstände; doch das größte Geheimnis im Sammelsurium des Antiquitätenladens der Ardèvols ist eine Geige des 18. Jahrhunderts - die wundervoll klingende Storioni - deren Geheimnis seinem Vater Felix das Leben kosten soll.

"Das Schweigen des Sammlers" ist ein Brief an Sara Voltes-Epstein, seine große Liebe - in dem er sein ganzes Leben vor ihr ausbreitet, all seine Geheimnisse und die seines Vaters - einem Günstling kriegerischer Zeiten. Schließlich hatte Felix Ardèvol sich den Großteils seines Wohlstandes erschlichen und sich an Kriegsverlierern bereichert - zuerst an den Juden und danach an den ins Vergessen abtauchenden Nazis. Diese Schuld wird zum großen Unglück seiner Liebe zur jüdischen Sara.

Aber Jaume Cabre verknüpft nicht nur die Lebens- und Liebesgeschichte Adriàs mit den Grauen des Nationalsozialismus, sondern verdichtet sein gewaltiges Netz mit der Geschichte der spanischen Inquisition und der zauberhaften Entstehungsgeschichte der Geige und ihres Holzes. Cabre lässt seine Protagonisten innerhalb eines Satzes abtauchen, um die des andern Strangs zum Vorschein kommen zu lassen; lässt seine Sprecher mitten im Satz wechseln - selbst wenn viele Jahrhunderte und tausende Kilometer dazwischenliegen sollten. Ein Schnitt wie im Film. Sensationell!!!

Sehr gut gelungen sind auch die überaus starken Charaktere des spannungsgeladenen Romans, durchwegs Künstler und Gelehrte, exzentrisch und selbstbezogen - Helden mit Ecken und Kanten, die auch unehrenhafte Entscheidungen treffen werden und darum so besonders menschlich sind.

"Das Schweigen des Sammlers" wartet mit sehr hohem Wiedererkennungswert auf und begeistert vor allem durch die vielen Schichten dieser Lebensgeschichte, die der Autor Adrià Ardèvol gekonnt in seinem Brief Stück für Stück freilegt.

Ein herausragender Roman!
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von sabatayn76 TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Inhalt:
Adrià Ardèvol i Bosch erlebt eine Kindheit voller Kontrolle, Zwang und Gehorsam, ohne elterliche Liebe und Zuneigung. Sein Vater hat große Ziele - Adrià soll mindestens 10 Sprachen sprechen und später Jura und Geschichte studieren. Seine Mutter wünscht sich, dass aus ihrem Sohn ein Geigenvirtuose wird. Eines Tages vertauscht Adrià die vom Vater geliebte, wertvolle Geige aus dem 18. Jahrhundert, mit der eigenen Geige, um seinem Freund Bernat die berühmte Storioni zu zeigen. Doch dann verlässt der Vater mit der falschen Geige das Haus und wird kurz darauf getötet.

Jahre später versucht Adrià, das Geheimnis um den Tod des Vaters zu lüften sowie der Herkunft und der tragischen Geschichte der Storioni auf die Spur zu kommen.

Mein Eindruck:
Wie in seinen anderen Romanen wechselt Jaume Cabré ständig und unvermittelt den Ort, die Zeit sowie die handelnde Person, so dass man sich beim Lesen anfangs etwas hilflos und ausgeliefert fühlt. Einfach macht es einem der Autor somit nicht, aber ihm gelingt dadurch eine perfekte Verwebung von Vergangenheit und Gegenwart. So zeigt er beispielsweise Parallelen zwischen der Inquisition und der Shoa, die ständige Wiederholung von Hass, Rache, Gier und Ungerechtigkeit in der Geschichte der Menschheit.

'Das Schweigen des Sammlers' ist für mich eines jener Bücher, die ich direkt nach dem Auslesen von Neuem lesen möchte, da die Geschichte trotz der 850 Seiten stets spannend ist und man die gesamte Komplexität des Romans bei einmaligem Lesen meiner Meinung nach gar nicht erfassen kann. Hier ist kein Wort zu viel, keiner der unzähligen Protagonisten entbehrlich, keiner der bisweilen verwirrenden Sätze anders möglich. Hier stimmt von der Struktur über den Spannungsbogen und die Übersetzung bis ins kleinste Detail einfach alles.

Mein Resümee:
Ich bin beeindruckt! Mein Buch des Jahres 2011.
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
gewaltig! 28. Dezember 2011
Von Marin
Format:Gebundene Ausgabe
Es ist schon gewaltig, was Cabre in diesem Werk vollbringt. Die Handlung erstreckt sich vom 14. bis zum 20. Jahrhundert, erzählt von Adrià Ardèvol, einem Gelehrten. Genau wie seine Eltern verfällt er der Sammelleidenschaft. Sein Vater gelangte in den Besitz von Wertgegenständen, indem er die Notlage von Menschen (Juden auf der Flucht vor den Nazis, bzw. später Nazis auf der Flucht) ausnutzte. Im Mittelpunkt der ganzen Geschichte ist die Geige "Vial", deren Geschichte im 14. Jahrhundert beginnt, und zwar damit dass Cabre schildert, wie der Baum ensteht, dessen Holz dann für die Geige verwendet wird. So wundervoll sich die Geige auch spielen lässt, so viel Kummer, Leid und Tod bringt sie auch ihren Besitzern.
Wie schon auch in "Die Stimmen des Flusses" springt Cabre zwischen den unterschiedlichen Zeitebenen, sodass z. B. der Großinquisitor einen Satz beginnt, den dann der Obersturmbannführer beendet. Diese Wechsel finden aber immer in vergleichbaren Situationen statt, so bekommt man das Gefühl, dass gewisse Situationen - leider - zu allen Zeiten der Menschheit ähnlich abgelaufen sind.
Adrià ist nicht nur ein Sammler von wertvollen Dokumenten sondern auch von Wissen. Ohne zu viel zu verraten, denke ich, verliert er sich am Ende in seinem Wissen und verliert darüber nicht nur seine große Liebe.
Man kann dieses Buch nur empfehlen, und um mit Cabre zu enden:
"Mitunter lese ich etwas auch ein zweites Mal, aber nur Bücher, bei denen sich eine zweite Lektüre lohnt. -
Und wann lohnt die sich?, fragte Bernat, als wäre er Adrià. -
Wenn ein Buch Faszinationskraft besitzt und man gebannt ist von seiner Intelligenz oder seiner Schönheit. (Das Schweigen des Sammlers, Seite 622)
Diesem Zitat zufolge müsste man dieses Buch nicht nur zweimal, sondern immer wieder lesen!
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