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Das Schweigen des Lemming: Lemmings dritter Fall
 
 
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Das Schweigen des Lemming: Lemmings dritter Fall [Taschenbuch]

Stefan Slupetzky
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 6 (2. Oktober 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499242303
  • ISBN-13: 978-3499242304
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,6 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 20.733 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Stefan Slupetzky
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Mord im Wiener Zoo! Dabei hat für den Lemming alles so friedlich begonnen: eine warme Sommernacht, ein gedankenverlorener Rundgang im Schönbrunner Tiergarten ... Doch dann die grausige Entdeckung: In einem der Gehege baumelt ein erhängter Pinguin! Schon bald sieht sich der Lemming gegen seinen Willen in einen Fall verwickelt, der ihm nicht nur äußersten Scharfsinn, sondern auch einigen Kunstverstand abverlangt.

Über den Autor

1962 in Wien geboren, studierte er an der Wiener Kunstakademie und arbeitete als Musiker und Zeichenlehrer, bevor er sich dem Schreiben zuwandte. Er schrieb und illustrierte mehr als ein Dutzend Kinder- und Jugendbücher, für die er zahlreiche Preise erhielt. Mittlerweile widmet er sich aber vorwiegend der Literatur für Erwachsene und verfasst Bühnenstücke, Kurzgeschichten und Romane. Im Rowohlt Taschenbuch Verlag sind seine Kriminalromane «Der Fall des Lemmings», «Lemmings Himmelfahrt» und erschienen.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Es ist, was es ist 24. Februar 2008
Von Esther TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Ruhe ist eingekehrt beim Lemming, mit der Klara ist alles im Lot, der Krotznig hat abgedankt und nun wirkt der Lemming schon geraume Zeit als Nachtwächter im Schönbrunner Tiergarten - als "Wächter des Geiers, als Hüter des Gnus" sozusagen. Als er eines Samstags mit dem Kollegen Pokorny aus Gefallen den Dienst tauscht, findet er im Polarium einen erhängten Pinguin. Nicht genug mit diesem makabren Scherz, wird er auch noch vom höchsten Wiener Wirtschaftsmogul, vom mächtigsten Einflussnehmer auf amtierende Politkaiser engagiert, dem grausamen Verbrechen auf den Grund zu gehen - quasi die Täter zu stellen.

Rasch dreht sich der Lemming im Kreis und immer weiter - darfs a bissl Rotlicht sein? a paar machtgeile Politschädln? Oder wär vielleicht die ach so erhabene, distanzierte und wortgewandte Kunstgilde lieb? Und soviel darf verraten werden, der Pinguin steht nicht im Zentrum des Lemmings dritter Ermittlung.

An Sprachwitz ist der dritte Lemming seinen Vorgängern eine kleine Welt voraus. Beinahe Schlag auf Schlag lockt der Autor und Künstler zumal die Welt der regionalen wie der nationalen Politik, jene der Kunst und Bildnerei, der Wiener Eventkultur aus der Reserve und bietet die Ironie einer herzhaft, gespaltenen Zunge, wie sie selten ist.

Die Handlung selbst ist gut durchdacht und bildet ein schönes Konstrukt um eine wahre Begebenheit, die Spannung bleibt jedoch etwas auf der Strecke. Zu wenig verstrickt sind Geschichte, Personen und Hintergründe. Vorhandene "Netzwerke" lösen sich zu rasch auf. Der eventuell vom Lemming-Bewunderer erwartete zweite Erzählungsstrang ist zwar vorhanden, taucht jedoch spät auf und verbirgt sich nicht so erfolgreich, wie jene der beiden anderen "Lemminge".

Kurz gesagt: Ein sehr gelungenes sprachliches Stück Literatur, eine schmähkritische Perspektive auf die Wiener Kunst- und Kulturszene und ein kommoder Krimi mit etwas weniger Gewalt und mehr Kunst dazu.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
"Das Schweigen des Lemmings" schafft diesmal einen komischen Spagat zwischen intellektuellem Feingespür und gnadenloser Gossensprache - wenngleich beides auf seltsame Art und Weise auf hohem Niveau dargeboten wird. Die bereits angesprochene inflationäre Verwendung des Wortes "Scheiße" in all seinen Variationen wirkt in der Tat etwas befremdlich. Viel störender finde ich hier jedoch die (aufgesetzte) politische Komponente: Zu sehr wirkt sein - was in den andere beiden Romanen noch als nebensächlich abgetan werde konnte - offenbar zwiegespaltenes Verhältnis zur Österreichischen Nation mit. Da wird wenig subtil eingestreut, dass er offensichtlich eine jüdische Großmutter hat (hier im Kontext "meine Großmutter sagte immer, Hühnersuppe ist jüdisches Penicillin") sowohl die groteske Situation beschrieben, wie eine Galionsfigur einer kleinen national-bürgerlichen Oppositionspartei (hier mit dem liebvollen Namen "der Vergaser" versehen) mit seinen jugendlichen Skinhead-Personenschützern ein doch recht bizarres homoerotisches Abenteuer eingeht. Die politische Ansichten des Herrn Slupetzky in allen Ehren - aber ich find einfach, hier wurde diesmal ein wenig zu dick aufgetragen.

Aber kommen wir zum Kern der Geschichte - und die hat es wirklich in sich: Ein erhängter Pinguin im Wiener Zoo, wo just unser Kriminalkommissar a.D. in Form eines Nachtwächters Wind bekommt, ist der Auslöser für eine Irrfahrt durch das Wiener Untergrundmilieu, das sowohl wort- als auch pointenreich daherkommt. Gegenstand des eigentlichen Stückes ist jedoch der Focus auf moderne Kunst in all seinen Formen und (Ab-)Arten. Hier erfährt man als Kunstlaie doch recht viel über die teils sonderbaren und abstrakten Ansichten der so genanten Avantgarde. Gekonnt wegen die Handlungsstränge so gelegt, dass man immer das Gefühl hat, man sei "ganz dicht dran" - kommt aber letztendlich doch nicht darauf wie alles verwebt ist. Lachen musste ich bei diesem Werk öfters als bei seinen zwei anderen Fällen. Auch werden die einzelnen Charaktere zumeist so diffizil beschrieben, dass daraus keine simplen Gut-Bösen Schemen abzuleiten sind (mit Ausnahme natürlich des "rechten Oppositionsführers" der gänzlich eindimensional daherkommt). Teilweise sind die skurrilen Szenen so schön, dass man sie fünfmal nacheinander durchlesen kann - und dabei immer mehr ins Schmunzeln gerät. Der Satzbau wirkt andererseits jedoch teilweise so, als wollte uns der Autor förmlich mitteilen, wie gekonnt er Satzreihen, Satzgefüge und ellenlange Nebensätze miteinander zu verknoten weiß. Das stört den Lesefluss doch an der ein oder anderen Stelle. Hier hoffe ich, dass der ein zukünftiger Lemming zwar der Stil beibehalten wird doch wieder etwas bodenständiger daher kommt. Vielleicht hat der Autor den Sprachstil aber bewusst komplex "aufgeblasen" um so die Debatte um (Pseudo-)Intellektuelles und Kunst auch sprachlich besser herausstellen zu können.

Nichtsdestotrotz fällt mein Fazit wegen der intelligenten Rahmenhandlung äußerst positiv aus - wenngleich ich mir für zukünftige Romane "meines Helden" erhoffe, dass die politische Komponente - und somit offensichtlich die persönlichen Ansichten des Autors - doch wieder etwas mehr in den Hintergrund gedrängt werden...
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Leider keine Empfehlung 2. November 2006
Format:Taschenbuch
So wie mich die ersten beiden Lemming-Krimis absolut begeistert haben -sie gehören meiner Erachtens zu den besten Krimis der letzten Jahre- so enttäuscht hat mich der 3. Krimi auf der ganzen Linie. War Slupetzkys Sprache vorher herrlich pointiert, originell und witzig, so kommt sie jetzt auffällig vulgär und mit wenig Esprit bzw. Wiener Charme daher. Die ständige Verwendung des Wortes "Scheiße" inkl. seiner Ableitungen ist so unnötig wie penetrant. Auch die Spannung bleibt dieses Mal auf der Strecke und kann so die mäßig interessante Geschichte kaum kompensieren, obwohl diese recht vielversprechend beginnt. Selbstverständlich gibt es immer wieder Passagen und Szenen, die Spaß machen zu lesen und wo das wahre Können Slupetzkys mit seinem wunderbaren Hang zur Skurrilität aufblitzt. Alles in allem aber viel zu selten, um zu fesseln und zu begeistern.
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Die neuesten Kundenrezensionen
ein Lemming für Jederman
ausgezeichnetes Buch (wie jeder Lemming) der an Wort- Witz und Schatz seines Gleichen sucht.

Für jeden Wiener ein muss und für jeden Krimifan ein Zuckerl. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Stefan Kriz veröffentlicht
Tod eines Pinguins...
Der dritte Fall des Lemming "Das Schweigen des Lemming" spielt wieder in der österreichischen Hauptstadt Wien. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von RANTANPLAN veröffentlicht
Warum schweigen ...
Ein erhängter Pinguin. Leopold Wallisch, jetzt Nachtwächter im Wiener Zoo, findet den fliegenden Nichtflieger. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Bernd Hußnätter veröffentlicht
Wieder sehr gut!
Wieder sehr gut, doch wieder anders wie die beiden ersten, aber trotzdem sehr gut und eine wirkliche Empfehlung. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. April 2008 von A. Graf
Fernsehloser Abend
Ein sympatischer Schnüffler in einer Geschichte, die mehr hergibt als ein bloßer Kriminalfall. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Februar 2008 von matze
Vielen Dank ...
.. Herr Slupetzky für den Lemming. Wie schon bei den beiden anderen Lemming-Büchern habe ich es sehr genossen durch "mein" Wien geführt zu werden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. September 2007 von Monika Schwirtz
Lemming mag man eben!
Der Lemming ist wieder einmal souverän unterwegs! Ähnlich wie Trautmann ist er einfach sympathisch. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Juni 2007 von hip
der österreichische krimi lebt!
Ja, was soll man denn machen, wenn Wolf Haas keine Krimis mehr schreiben will??? Slupetzky war meine erste Rettung und hat mir Lust gemacht, weiter zu stöbern: Heinrich... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Februar 2007 von P. uhl
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