Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Forsyth - Gigantisch wie immer, 6. Mai 1999
Von Ein Kunde
Als großer Fan von Forsyth habe ich diverse Bücher von ihm regelrecht verschlungen. Das schwarze Manifest hat mich eine Woche jede freie Minute gefesselt, da die Geschichte an Spannung nur noch sehr schwer zu überbieten ist. Vor allem hat Forsyth mit dieser Zukunftsversion ein sehr realistisches Bild von Rußland gezeichnet. Unter Berücksichtigung der aktuellen Situation erscheint es weniger als Zukunftsversion sondern viel mehr als Tatsachenbericht. Das schwarze Manifest hat einen anderen Stellenwert als der Schakal oder die Akte Odessa, da diese Geschichten die Vergangenheit betreffen, während dieses Buch zum Zeitpunkt des Erscheinens eine Vision darstellte. Ich habe inzwischen noch diverse andere Bücher von ihm gelesen, doch diese Spannung und Faszination habe ich bisher noch nicht wieder erlebt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Agententhriller mit aktuellem Hintergrund, 25. August 1999
Von Ein Kunde
Frederick Forsyths Romane spiegeln immer auch den Zeitgeist wieder. Das war beim "Schakal" so, und das ist wiederum in seinem Werk "Das schwarze Manifest" der Fall. In Rußland wird nach den Ereignissen der Vergangenheit der Ruf nach einem starken Mann wieder lauter. Igor W. Komarow scheint dieser Mann zu sein. Er verspricht den Leuten ein starkes, wiedererwachendes Rußland, und scheinbar kann ihm niemand mehr den Wahlsieg nehmen. Da gerät der Held des Romans in die Hände des titelgebenden "Schwarzen Manifests", in welchem die wahren Motive Komarows und seiner UPK erläutert sind und einen sehr dunklen Schatten auf die politischen Ziele dieser Gruppierung werfen. Das beängstigende an Forsyths Roman ist, daß er ausgesprochen realitätsnah ausgefallen ist. Die Vorstellung, dereinst könnte wirklich einmal ein solcher Demagoge dort an die Macht kommen, hinterläßt ein mehr als mulmiges Gefühl. Die Story selbst ist spannend erzählt und lädt ein, den Roman möglichst in einem Rutsch durchzulesen. Der immer wiederkehrende Verweis auf tatsächlich lebende Politiker unterstützt die gute Gesamtatmosphäre dieses Werkes. Insgesamt kann ich "Das Schwarze Manifest" jedem Spionagethriller - Fan empfehlen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Politik, fiktiv und doch nahe an der Realität!, 12. Juli 1999
Von Ein Kunde
Das Schwarze Manifest / Frederick Forsyth Russland im Jahre 1999, ein ebenso schwacher, wie toter Präsident heizt den Machtkampf noch mehr an, der sich an den baldigen Präsidentschaftswahlen entzündet hat. Die 3 Machtgruppen der Kommunisten, der Demokraten und der Rechtsextremen sind stark zerstritten. Die einzige der 3 Gruppen, welche sich finanziell unterstützt durch das Organisierte Verbrechen im Wahlkampf aufgrund von gewaltigen Propagandamitteln in der Öffentlichkeit präsentieren kann, ist die des Rechtsextremen Igor Komarow. Es scheint nichts gegen ihn zu sprechen, ausser vielleicht seine stark nationalistische Haltung. Aber alles ändert sich, als einer Angestellten der Britischen Botschaft eine Mappe mit einem Dokument zugeworfen wird. Das Dokument weckt die Abteilung des Britischen Geheimdienst in Moskau aus dem Dornröschenschlaf, welcher sich dort nach dem Zusammenbruch des Kommunimus über die weiten Ebenen Russlands ausgebreitet hat. Nicht nur der Ueberbringungsweg, sondern auch der Inhalt ist geheimnisvoll und erschreckend. Das Dokument stammt aus der Feder von Komarow und propagiert so ganz nebenbei, dass nach der Machtergreifung ethnische und religiöse Minderheiten ausgelöscht werden sollen, wie z.B. Tschetschenen oder andere kaukasische Völker. Im diesem Moment beginnt die eigentliche Haupthandlung und es wird eine wohl fiktive, aber sehr realitätsnahe Geschichte erzählt. Vor allem das grosse und genaue Hintergrundwissen, welches die Welt der Geheimdienste betrifft, wird dem Leser durch den Autor gut näher gebracht. Die Entscheidungen der politischen Instanzen in Westeuropa und die meist auf Privatinitiative beruhende Antwort auf das Wirken des Demagogen in Russland zeigen viele Dinge. Es ist z.B. besser, dass die Öffentlichkeit nicht immer im Bild ist, was die Geheimdienste im Dunkeln tun und wie sie es tun. Ebenso ist dieses Buch eine ständige Erinnerung daran, dass Demokratie und Freiheit verteidigt werden müssen, auch wenn Gleichgültigkeit und Unwissen das politische Handeln vieler Bürgerinnen und Bürger reduziert haben und dies bis zu einem sehr tiefen Punkt des Intressens. Ein Agententhriller der Extraklasse, der seine Spannung vor allem den parallel verlaufenden Handlungsträngen verdankt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|