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Das Schwarze Auge, Das zerbrochene Rad, Nacht
 
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Das Schwarze Auge, Das zerbrochene Rad, Nacht [Taschenbuch]

Ulrich Kiesow
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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Fantasy Productions (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453188101
  • ISBN-13: 978-3453188105
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 11,6 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (35 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 141.420 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ulrich Kiesow
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Produktbeschreibungen

Klappentext

Die Schergen Borbarads überziehen das Land mit Mord und Brand. Auch in Bornland finden sie Kampfgenossen. Doch dann kommt es zur Entscheidungsschlacht. Können die Mächte der Finsternis endgültig besiegt werden? -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswertes Buch für alle DSA-Fans, 26. Oktober 2001
Von 
Rezension bezieht sich auf: Das Schwarze Auge, Das zerbrochene Rad, Nacht (Taschenbuch)
Ich muß zugeben, daß ich zwar schon seit der Grundschule DSA spiele und es mit nunmehr 23 Jahren immer noch begeistert tue, jedoch bislang immer um die DSA-Bücher einen großen Bogen gemacht habe. Unsere Party hat sich inzwischen weit vom herkömlichen DSA und insbesondere den Buch-Abenteuern entfernt. Bei den DSA Romanen habe ich deshalb immer Angst vor einem "Rückfall" gehabt. Ulrich Kiesows Epos(wenn man es denn so nennen will), zu dem ja auch den Scharlatan zählt, hat mich jedoch eines Besseren belehrt. Die Charaktere sind sehr detailliert und eingehend beschrieben. Selbst die Nebencharaktere bleiben nicht flach. Der 1. von den 3 wichtigen Aspekten des DSA, nämlich das "Rollenspiel", ist damit hervorragend gemeistert. Die Action, der 2. Punkt, kommt auch nicht zu kurz. Im 1. Teil des Zerbrochenen Rades (Dämmerung)vermisst man die Action ein bißchen, da die Beschreibungen der Charakterentwürfe und des Handlungsstranges dort zugegebenermaßen etwas "Schleppendes" haben. Trotzdem: Zwischenmenschliches Rollenspiel ist bedeutend und kommt meist leider viel zu selten vor (Man denke nur an die Conan-Bücher, die auf ihre triviale Art aber dennoch ziemlich amüsant sind.)Der 3. Punkt schließlich - die stimmige Atmospähre und ansprechende Beschreibung der Welt der Protagonisten - ist ebenfalls schön in Worte gefaßt. Gewisse DSA-Kenntnisse sind dabei natürlich hilfreich. Ein kleiner Kritikpunkt: Für Nicht-DSA-Spieler ist das Ende eventuell etwas unbefriedigend, da kein wirklicher Schlußpunkt gesetzt wird, besser gesagt: Kein unbedingtes Happy-End für Aventurien.

In diesem Sinne: Die Zwölfe mit Euch

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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Das Lebenswerk Kiesows-Ein gigantisches Buch, 31. Juli 1999
Von Ein Kunde
Was unter Ulrich Kiesows Leitung 1984 als dreistes (A)D&D- Plagiat begann, hat sich längst zu dem neben Perry Rhodan größten deutschen fiktiven Universum gemausert: Das Schwarze Auge. Aufgrund seiner starken Anlehnung an die irdische Renaissance- Zeit hat DSA inzwischen gänzlich andere Voraussetzungen fürs Rollenspiel als sein Pendant aus den Staaten. Seit 1995 tritt das DSA-Universum auch literarisch in Erscheinung; im Heyne-Verlag sind bisher rund dreißig Titel erschienen. Der Aventurische Bote berichtet zweimonatlich über politische Ereignisse des RSP-Kontinents, die in den Publikationen dann ihren Niederschlag finden. Durch diesen steten geschichtlichen Fortlauf gewinnt die Rückkehr Borbarads - auch Tharsonius von Bethana, genannt "Dämonenmeister" - eine ganz andere Qualität. Dessen "drohender Schatten", wie Tolkien schreiben würde, liegt nämlich schon seit Jahren über Aventurien und feiert im zerbrochenen Rad zwar schon einige Triumphe, bleibt aber auch danach noch aktuell. Ab dem Status Quo, der Ende '99 eintritt, wird sich die DSA-Welt Aventurien in von schwarzmagischen Mächten freie, umstrittene und besetzte Zonen splittern und damit einen großen Schritt weg vom höfischen Intrigenspiel und hin zur Dark Fantasy unternehmen. Schon die Entstehungsgeschichte dieses Wälzers weist einigen Pathos auf: Kiesow wollte mit dem "Rad" sein Lebenswerk schreiben. Zwischendurch ereilte ihn ein schwerer Herzinfarkt, doch mit eiserner Kraft schrieb er an dem knapp tausend Seiten umfassenden Fantasy-Opus weiter. Wenige Tage nach Beendigung der Erzählung erlitt Kiesow einen weiteren Herzinfarkt - der Tod ereilte ihn im Februar 1997. Der Romantitel (metaphorisch für: Einbruch des Todes bzw. der Zerstörung in das Lebendige) sowie auch einige Teile des Inhalts implizieren, daß Kiesow seinen frühen Tod durchaus kommen sah. Am deutlichsten kristallisiert sich das in der Gestalt des Scharlatans Gerion Rottnagel heraus, der eindeutig biographische Züge aufweist und während des Romans oft zum geistigen Kanal Kiesows wird. Zur Handlung, soweit dies möglich ist: Graf Uriel von Notmark rekrutiert seine Bronnjaren und ein Heer von gewissenlosen Söldnern. Das Bornland hält er schon gut in Schach, denn die meisten Adligen konnte er auf seine Seite ziehen, sei es durch Diplomatie, große Versprechungen oder Brachialgewalt. Wer sich trotz allem gegen die "Warzensau" stemmt, muß damit rechnen, daß ihm früher oder später ein "Unfall" passiert. Gräfin Thesia von Ilmenstein, eine der großen Heldinnen des Romans, verschätzt sich in Uriels Macht, und das von ihr geführte Banner wird bei der "Schlacht bei Ochs und Eiche" zu einem Großteil aufgerieben. Nachdem Uriel diese Gefahrenquelle überwunden hat, zieht er mit seinem Haufen mordend und plündernd weiter nach Festum. Mengbillar, ein höchst unappetitlicher Diener Uriels, bekommt einen immer größeren Einfluß auf den Grafen und hat darüber hinaus einen direkten Draht zu Borbarad, der zeitgleich in Tobrien wütet. Er macht die Adelsmarschallin (und Tochter Uriels) Tjeika auf belkelelgefällige Weise sexuell abhängig von sich. Seine Intention ist es u.a., einen Sohn und Nachfolger für Uriel zu gebären, in dessen Adern borbaradianisches Blut fließt. Uriel ändert seinen Plan und läßt wider Erwarten Festum unangefochten hinter sich. Die Mordbrenner machen sich auf nach Vallusa, wo sie mit dem Heerzug Borbarads verschmelzen, um den kaiserlichen Truppen ein für allemal ein Ende zu machen. So erreicht der Roman seinen Höhepunkt auf den vallusanischen Weiden, wo es zu einer der größten Schlachten der aventurischen Geschichte kommt. Die Lage der Darpatier und Tobrier ist aussichtslos, gäbe es da nicht noch ein paar Charaktere, mit denen Borbarad und seine Spießgesellen nicht rechnen können... Baron Biljew von Miljeskow entdeckt die legendären heiligen Flügel und sammelt eine eigene Schar von mutigen Recken um sich. Gilia, die verstoßene Tochter der gefallenen Amazonenkönigin Yppolita, trifft auf Ayla von Schattengrund, eine Heilige der Kriegsgöttin Rondra. Das Treffen ist für Gilia von einschneidender Bedeutung, so daß sie ihren verlorenen Mittelpunkt wiederfindet. Aus der versoffenen Orkhure wird endlich die neue Amazonenkönigin. Nahema, als Magierin seit '84 legendär im DSA-System, zieht als Graue Eminenz ihre Fäden, bis sie sich im entscheidenden Moment offenbart. Diese drei Gestalten sind die letzten, schmalen Hoffnungsschimmer über dem Land am Born.

"Das zerbrochene Rad" ist aber eigentlich keine heroische Kriegserzählung. Dämmerung, der erste Teil des Buchs, behandelt in erster Linie das ganz alltägliche Leben aus dem Dorf Geestwindskoje, Heimat derer von Ilmenstein. Borbarad wütet in Tobrien, im Mittelreich. Für die Geestwindskojer kein Grund zur Besorgnis. Peu á peu stellt sich aber bei den Bewohnern, in erster Linie repräsentiert durch die Witwe Schorkin und ihre drei Söhne, ein Gefühl des Unbehagens ein. Dieses Gefühl verdichtet sich, als "Onkel Fredja", der sich den Kaiserlichen anschloß, dann aber aus dem Krisengebiet floh, zurückkehrt. Als gebrochener Mann, der die schrecklichen Szenen nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Ein Held im Rollenspiel fragt lapidar: "Wer darf zuerst angreifen?", wenn eine Horde von Dämonen sein Gut niederrennt. Im echten Leben wär's vermutlich anders, und beim "zerbrochenen Rad" ist es das ebenfalls. In Aventurien ist etwas am Dampfen, was für die Bevölkerung so schrecklich ist wie ein dritter Weltkrieg für den Erdenbürger. In der Fantasy wird in dieser Hinsicht selten bis an die Wurzel gedacht. Das Desinteresse für Entwicklungen, die außerhalb der selbstangelegten Scheuklappen vor sich gehen, wird einigen Geestwindskojern zum Verhängnis. Man wirft der von Kiesow erdachten Welt oft vor, sie sei von der Mythologie, Historie usw. zu sehr an die irdische angelehnt. So würden sich z.B. die Zwölfgötter nur unwesentlich von den griechischen Göttern abheben. Andererseits eröffnen speziell die Parallelen zu unserer Welt mehr Möglichkeiten. So besteht die aventurische Philosophie selten aus abgespacetem Gefasel. Gerade Kiesow läßt seine Protagonisten gerne zu Symbolfiguren werden, die sich durch universal geltende Ansichten auszeichnen. So ist auch nicht schwer zu erraten, welches irdische Gegenstück für Lenzo Korrad, den Geweihten der Tsa (Göttin der Geburt und Erneuerung) herhalten mußte. Durch den sensiblen und vielseitigen Umgang mit der Sprache (Kiesows Stil orientiert sich an altdeutschen Schelmenromanen bzw. E.T.A. Hoffman), einen großartigen Lokalkolorit und die beachtenswerte Anzahl der plastischen Charaktere ist "Das zerbrochene Rad" nicht zuletzt ein literarisches Werk. Der Autor bricht bewußt Tabuthemen in der Fantasy-Literatur. Neben einigen homoerotischen Beziehungen verliert Kiesow sogar für einen Augenblick seinen dezenten, feinsinnigen Humor, als er abrupt mit folgenden zynischen Worten die Beschreibung einer Soldatenorgie abbricht: "Die weitere Ausschmückung von dieserlei Geschehnissen will der Chronist dem Leser ersparen, denn wie man wohl weiß, muß heute so mancher junge Mensch vor der Beschreibung fließenden Samens geschützt werden, während man ihm vom fließenden Blut gar nicht genug erzählen kann." Dies ist nicht zuletzt eine Anspielung auf den berühmten Prinzessin-Nedime-Strip, an dem man in Kiesows erstem DSA-Soloabenteuer als Voyeur teilnehmen durfte. Zahlreiche Muttis bombardierten die Redaktion des Schwarzen Auges mit Briefen. Sie waren ernsthaft um das Seelenheil ihrer 13jährigen Sohnemänner besorgt... DSA-Outsider müssen übrigens keine Verständnisprobleme fürchten: Auf einem fast vierzig Seiten starken Anhang informiert der Autor umfassend über die handelnden Figuren, über Borbarads "Karriere", listet alle spezifischen Wörter in einem Glossar auf und liefert sogar mehrere Planskizzen zu den Kriegsschauplätzen. Wem Action und Rasanz in der Fantasy am wichtigsten sind, der wird mit dem "zerbrochenen Rad" wahrscheinlich nicht eben glücklich; allen anderen möchte ich dieses Buch ausdrücklich ans Herz legen. Dieser Kommentar stammt nicht von mir,er trifft aber das den Inhalt des Buches dermassen gut,so dass ich es ihnen nicht vorenthalten will.Diese Rezension stammt im Original von Ramon Zeller

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Etwas zu episch für mich, 20. Dezember 2010
Vorne weg: ich besorg mir die anderen Teile auch, denn ich will wissen wie es weiter geht, was eigentich immer genug Empfehlung sein sollte.

Dennoch, manchmal war Herr Kiesow mir zu wortverliebt. Die geschliffenen Sätze ziehen sich mir einfach zu lange hin, sodass ich mich dabei erwische, wie ich "aus dem Buch auftauche" und einfach "nur" weiterlese, damit es voran geht. Das Mittendrin-Gefühl schwächt sich damti ab und das Leseerlebnis wird geschmälert.

Schade, denn das Buch wird seinem Titel gerecht: es dämmert.

Das genau ist der Punkt, warum ich mir auch unbedingt den zweiten Band holen werde. Es webt einen förmlich in das nahende Unheil ein und zieht einen so durch teilweise sehr, sehr lange, wenn auch dadurch detailreiche, Textpassagen.

Warscheinlich werden Literaten mich für diese Rezension als Nullblicker beschimpfen, aber ich gebe auch zu, ich hab keine Ahnung und gebe einfach nur mein Bauchgefühl wieder. Im Kern gehts doch aber genau um das, oder?

Fazit: Toller, schön eingefädelter Plot, tolle Charakter, manchmal einfach den kleinen Tick zu langatmig für mich. DSA Universums-Bonus. Lesenswert, aber halt auch nur einmal.
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