Sowohl thorwalsche Helden, als auch Helden aus ferneren Ländern, eignen sich für diese Abenteuer. Gerade im Abenteuer „Die Versunkenen" ist es reizvoll, eine Gruppe aus Einheimischen zu spielen, die sich dort mit ihren ärgsten Ängsten bedroht sehen. Gerade für fremde Charaktere ist aber die „Jandra-Saga" interessant. Hier gewinnt man einen tiefen Blick in die Kultur und Bräuche der rauen Seefahrer. Man bereist ebenfalls Teile Gjalskerlandes und hat Begegnungen mit deren Schamanen und Tierkriegern. Das Abenteuer „Stille Wasser" eignet sich für alle Heldentypen gleichermaßen, wenn auch hier Charaktere mit Redegeschick deutlich von Vorteil sind. Im Anhang finden sich noch zusätzlich drei Szenariovorschläge, mit denen man den Aufenthalt in den Streitenden Königreichen verlängern kann.
Allgemein vermitteln die einzelnen Abenteuer ein sehr gutes Bild der Kulturen, die im Regionalband „Unter dem Westwind" vorgestellt wurden. Die einzelnen Plots sind in sich stimmig und lassen sich sehr gut vom Spielleiter umsetzen und an seine eigene Gruppe anpassen. Einige Situationen benötigen ein besonderes Geschick und großen Einsatz vom Spielleiter, damit er die richtige Stimmung vermitteln kann. Gerade die „Jandra-Saga" benötigt einiges an Fingerspitzengefühl, damit sie ihr volles Potential entfalten kann. In der Kartentasche am Ende des Buches befinden sich nützliche Handouts für die Abenteuer.
Dies ist mal eine richtig gute Abenteuersammlung, in der alles zusammenpasst. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Die Trilogie eignet sich sehr gut, um in die Region einzusteigen und die eigenen Helden in den Sagen und Weisen der Thorwaler unsterblich zu machen. Allerdings sollte der Spielleiter sich vorher intensiv mit dem Regionalband auseinander gesetzt haben. Nur so kann er Thorwal, Gjalskerland und Andergast und Nostria so lebendig machen, wie sie in den Abenteuern geschildert werden. Für Spielleiter eine wirklich gute Investition in kreative Abenteuer, die eine Menge Spielspaß versprechen.