Sand und Blut ist einer der wenigen Romane, die mich von Anfang bis Ende gefesselt haben, so sehr, dass ich mir die Toilette verkniffen habe. Es ist alles enthalten, was eine Geschichte interessant macht: Liebe, Kampf, Intrigen, Tod. Dramatische Szenen wie im Film.
Die Geschichte liest sich wie ein historischer Roman, kaum hatte ich das Gefühl, mich in einer Fantasiewelt zu befinden, so authentisch kamen die Szenen rüber: Von der Bändigung des Pferdes bis zu den Gladiatorenkämpfen und den Sterbeszenen, man hat das Gefühl, es spielte sich tatsächlich so ab. Der sensible und unglücklich verliebte Grande Amato hatte mein volles Mitgefühl, aber besonders auch die Gladiatoren und Sklaven, fieberhaft stand ich an ihrer Seite, wenn sie kämpften und litten. Und selbst Irato, der Bösewicht, war mir am Ende ans Herz gewachsen. Wer mit den interessanten, vielschichtigen Charakteren nicht mitfühlt, ist selbst schuld. Sie haben genau die Tiefe, die die Art der Geschichte erfordert.
Eine komplexe Story, bildhaft und verständlich geschrieben, jederzeit nachvollziehbar, in ansprechendem Stil und mit Liebe zum Detail. Denn die Welt in Al'Anfa hat ihre eigene Sprache, ihre eigenen Götter, ihre eigenen Gegenstände. Ich kann „Sand und Blut" nur wärmstens weiterempfehlen.