... könnte man sagen, da es im ganzen Buch um politische Machenschaften und Winkelzüge geht, die den Leser bisweilen auch wirklich versumpfen lassen. Oft wird so viel intrigiert, dass es die Glaubhaftigkeit zu sehr ausreizt. Manche Stellen hätte man auch getrost steichen können, vor allem die inneren Monologe der Sklavin, deren Sohn in Gefahr ist.
Schwung bringen die Rebellen in die Geschichte, auch wenn es ärgerlich ist, dass trotz des großen Attentats alles so weitergeht wie gehabt. Fast hat man den Eindruck, als dulde der Verlag nicht, dass eine wirkliche Größe in Al'Anfa mal das Zeitliche segnen soll. Leider baumeln auch einige lose Enden im Buch herum, so zum Beispiel Amatos Verhältnis zu dem geretteten Gladiator und der Kampf mit der Echse. Erwartungsvoll wartet der Leser auf einen Rückkampf - und dann geschieht nichts.
Auch wenn es einige Ungereimtheiten gibt, so ist das Buch keineswegs schlecht, sondern allenfalls ein bisschen überladen. Aus sprachlicher Sicht würde ich es sogar als einen der besten Bände der DSA-Reihe bezeichenen. Die Beschreibungen, Metaphern und Vergleiche lassen den Leser des öfteren freudvoll mit der Zunge schnalzen.
Alles in allem ist dieses Buch durchaus empfehlenswert, auch wenn es sich nicht in die ganz Großen der Serie einreiht. Trotzdem vier Sterne, weil richtige Langeweile nie aufkommt, was ja das Wichtigste ist.
Für fünf Sterne hätte es wohl ein Autor weniger sein müssen, denn wie heißt es so schön: Zu viele Köche verderben den Brei. Wobei der Brei hier nicht verorben, aber an manchen Stellen eben ein wenig versalzen ist.