6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Eine AlAnfa würdige Intrige!, 2. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Das Schwarze Auge. Rabengeflüster. DSA-Roman (Taschenbuch)
Ein gutes Buch über die Machtkämpfe in der Stadt des Raben. Die Dekadenz der Reichen und Herrschenden (Granden) wird ebenso anschaulich dargestellt wie das Elend der meisten Bürger (Fanas) der Metropole. So sind auch die Beweggründe der Rebelengruppe Märtyrer vom heiligen Berg Visars nachvollziehbar.
Die Charaktere sind sehr ausgefeilt und realistisch, aber da es sich bei den meisten um vom Machthunger zerfressende Granden handelt werde sie auch im Laufe des Buches nicht Sympathischer. Aber auch mit den Rebellen kann man nicht wirklich Mitfiebern da nur der Rebelanführer tiefgehend dargestellt wird während die restlichen Märtyrer zu fast unbekannten Nebendarstellern degradiert werden. Auch wenn dieser Anführer Lucio höhere Ziele hat, kann man ihn wegen seiner Rachegelüste nur schwerlich als Identifikation Figur betrachten.
Nur mit dem aus „Sand und Blut" bekannten Granden Amato war es mir möglich mitzufühlen.
Deswegen fühlt man sich eher wie Betrachter von außen.
Aber das ist auch schon der einzige Kritikpunkt an diesem Roman.
Die Handlung beginnt 1026 BF und Hauptthema ist die Wahl des Hohen Rates der Zwölf, indem durch einen Todesfall ein Platz freigeworden ist. Um die Besetzung dieses Platzes und die Reaktionen anderer Granden spinnen sich die Fäden einer großen Al'Anfanischen Intrige.
Hauptaugenmerk liegt auf den Granden jedoch verwoben den Vorhaben der Rebellen vom Visar Berg.
Die Ziele einiger Intriganten kann das halbe Buch gerätselt werden und erst die letzten Seiten lassen den Vorhang der großen Inszenierung Fallen.
Jeder Freund der Stadt Borons wird eine wahre Freude an diesem Buch haben. Aber auch für Personen ohne DSA Ambitionen ist dieses Buch geeignet.
Durch eine Umfangreichen Glossar plus ein Illustration Text über Al'Anfa wird der einstieg vereinfacht.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Al'Anfa im Intrigensumpf ..., 9. Dezember 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Schwarze Auge. Rabengeflüster. DSA-Roman (Taschenbuch)
... könnte man sagen, da es im ganzen Buch um politische Machenschaften und Winkelzüge geht, die den Leser bisweilen auch wirklich versumpfen lassen. Oft wird so viel intrigiert, dass es die Glaubhaftigkeit zu sehr ausreizt. Manche Stellen hätte man auch getrost steichen können, vor allem die inneren Monologe der Sklavin, deren Sohn in Gefahr ist.
Schwung bringen die Rebellen in die Geschichte, auch wenn es ärgerlich ist, dass trotz des großen Attentats alles so weitergeht wie gehabt. Fast hat man den Eindruck, als dulde der Verlag nicht, dass eine wirkliche Größe in Al'Anfa mal das Zeitliche segnen soll. Leider baumeln auch einige lose Enden im Buch herum, so zum Beispiel Amatos Verhältnis zu dem geretteten Gladiator und der Kampf mit der Echse. Erwartungsvoll wartet der Leser auf einen Rückkampf - und dann geschieht nichts.
Auch wenn es einige Ungereimtheiten gibt, so ist das Buch keineswegs schlecht, sondern allenfalls ein bisschen überladen. Aus sprachlicher Sicht würde ich es sogar als einen der besten Bände der DSA-Reihe bezeichenen. Die Beschreibungen, Metaphern und Vergleiche lassen den Leser des öfteren freudvoll mit der Zunge schnalzen.
Alles in allem ist dieses Buch durchaus empfehlenswert, auch wenn es sich nicht in die ganz Großen der Serie einreiht. Trotzdem vier Sterne, weil richtige Langeweile nie aufkommt, was ja das Wichtigste ist.
Für fünf Sterne hätte es wohl ein Autor weniger sein müssen, denn wie heißt es so schön: Zu viele Köche verderben den Brei. Wobei der Brei hier nicht verorben, aber an manchen Stellen eben ein wenig versalzen ist.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gut mit Schwachstellen, 9. September 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Schwarze Auge. Rabengeflüster. DSA-Roman (Taschenbuch)
Ich habe wirklich Spass beim Lesen gehabt, da die Intrigen um die Charaktere sehr lebendig und auch amüsant sind. Allerdings bleibt der Rebellenführer Lucio sehr schablonenhaft, wie ein Abziehbild oder eine oberflächliche Hollywoodfigur. Bei ihm langweilt man sich rasch. Ebenfalls langweilig ist die Sklavin Kito, da auch sie wie eine Schablone rüberkommt. Da beide Charaktere einen recht großen Anteil im Buch haben, kann ich da nur Abzüge geben.
Dennoch würde ich dieses Buch jedem DSA-Fan empfehlen, auch wenn es wegen der genannten Kritikpunkte hinter Romanen von Daniela Knor oder Andre Wiesler zurückbleibt.
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