Schlecht ist dieses Buch sicherlich nicht, aber es bleibt doch hinter meinen Erwartungen zurück. Sicherlich sind die Kämpfe und (wenigen) Seegefechte sehr eindrucksvoll und emotional geschrieben, und auch sonst erfährt man einiges über die Seefahrt und ihre Widrigkeiten. Nur leider wurden viele mögliche Handlungsstränge, die typisch für Piratenstories sind, zugunsten einer ausgedehnten und nicht mehr wirklich zum Genre passenden Landpartie vernachlässigt. Die Darstellung des brutalen Piratenalltags ist gelungen, und auch den Character von Ced halteich für interessant, aber leider stört mich doch zum Schluss hin die merkwürdige Handlungsweise von Eiserne Maske. Das Alpers generell vom offiziellen Aventurien abweicht wäre zumindest vernachlässigbar, wenn die Alternativhintergründe überzeugender gewesen wären, was sie leider nicht sind, ebenso wie das scheinbar offene Ende. Abschließend muss ich sagen, dass der erste Band hervorragend gelungen ist, dann die Geschichte aber zunehmend Geschmackssache ist, so dass ich leider nur drei Sterne geben kann.