Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Vielversprechender Beginn einer neuen Reihe, 4. November 2008
Die beliebte DSA-Romanreihe hat vor kurzem ihre hundertste Veröffentlichung erreicht, was trotz ihrer oftmals durchwachsenen Qualität eine beachtliche Leistung für Rollenspielliteratur ist. Nun hat sich die DSA-Redaktion entschlossen, bei Fanpro, dem ehemaligen DSA-Verlag, der mittlerweile nur noch die Belletristiksparte betreut, eine fünfteilige DSA-Novelle mit dem Titel Der Kristall von Al'Zul" zu veröffentlichen. Bei einer Novelle handelt es sich bekanntlich um eine kürzere Erzählung in Prosaform. Der Begriff "Novelle" legt zudem nahe, dass es sich um etwas "Neues" (lat. novum) handelt. Etwas Neues ist "Der Kristall von Al'Zul" unter den Gesichtspunkten bisheriger DSA-Belletristik auf jeden Fall. Fünf Bände von je etwa 80 Seiten soll er umfassen, die von fünf verschiedenen DSA-Autoren geschrieben wurden und 5 Euro das Stück kosten. Nachdem eine komplette Vorauflage aller fünf Bände auf der RatCon 2008 verkauft wurde, erscheinen die einzelnen Teile nun etwa im Monatsrhythmus auch im Handel.
Der erste Band stammt aus der Feder von Anton Weste, der sich bereits als Autor von Abenteuern (Schlacht in den Wolken") und Regionalspielhilfen einen Namen gemacht hat. Auf unerfreulich kurzen 60 Seiten gelingt es ihm, ein düsteres Bild der Wildermark und ihrer Bewohner zu zeichnen, das eine der am radikalsten veränderten Regionen Aventuriens treffend darstellt. Auch die Charakterzeichnung wirkt plastisch und aventuriennah, sodass man in diesem Band gerne noch mehr aus Westes Feder über Gorbosch und seine Truppe gelesen hätte. Man kann nur hoffen, dass es Martina Noeth als nächster Autorin gelingt, im Folgeband die Fußstapfen ihres Vorgängers auszufüllen.
Die Praxis, eine Geschichte auf fünf schmale Bände aufzuteilen, ist nicht unbekannt. Stephen King hat sich vor Jahren mit "The Green Mile" an einer Fortsetzungsgeschichte versucht, und in Deutschland gibt es immer noch das populäre Medium der Heftromane. Nun hat sich auch DSA beziehungsweise Fanpro an einer Fortsetzungsgeschichte versucht, was zu Beginn auch nach einer netten Idee klingt. Leider verblasst der Charme dieser Idee bereits, wenn man "Land ohne Gesetz" in den Händen hält. Der Band ist ein dünnes Heftchen im DIN A 5-Format, das trotz seiner kurzen 60 Seiten wie ein Taschenbuch mit Rücken gebunden ist und dadurch noch trauriger und dünner wirkt. Während ein Heftroman mittlerweile etwa 1,60 Euro kostet und 60 dicht bedruckte Seiten enthält, bringt es Land ohne Gesetz" auf 5 Euro und sechzig Seiten mit großem Schriftbild. Damit würde man am Ende der Geschichte auf 300 Seiten Text und 25 Euro Kosten kommen, was etwa dem Zweieinhalbfachen eines normalen DSA-Romans entspricht. Auch wenn die Geschichte durchaus zu überzeugen weiß, ist der Endpreis für eine DSA-Erzählung dieses Umfangs eindeutig zu hoch. Auch die gute Wahl der Autoren sowie ein stimmungsvolles Titelbild und DSA-Stimmigkeit können diesen Makel leider nicht beheben. Besäße Fanpro einen besseren Vertrieb, der auch Bahnhofsbuchhandlungen beliefern würde, wäre "Der Kristall von Al'Zul" eine wunderbare Möglichkeit, um Neuinteressenten zu werben. Da der erste Band aber nicht einmal in gut sortierten Rollenspielfachgeschäften ausliegt, fragt man sich, ob eine Veröffentlichung als Ebook nicht günstiger gewesen wäre.
"Land ohne Gesetz" hätte der vielversprechende Beginn eines neuen DSA-Romans werden können - gerne auch aus der Feder mehrerer Autoren. 25 Euro für den kompletten Roman zu zahlen, ist jedoch drastisch überzogen. Man kann hoffen, dass der gesamte Kristall von "Al'Zul" irgendwann als Buch zu einem vernünftigen Preis erscheint. Zu den derzeitigen Konditionen kann man jedoch nur absoluten Fans mit vollem Geldbeutel zum Kauf dieser Novelle raten.
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2.0 von 5 Sternen
Enttäuschung, 14. März 2009
die Geschichte ist alles in allem ganz nett zu lesen, wenn man aber die alten Heyne Ausgaben gewohnt ist enttäuscht dieser Roman aber doch sehr besonders wenn man Preis und Seitenzahl in relation setzt.
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