Alles könnte so schön sein für Hangard, König der Diebe, wäre da nicht plötzlich so ein auswärtiger Dieb aufgetaucht, der ihm seine Krone streitig macht. Im Sinne Phexens wird also ein Diebeswettstreit ausgerufen, dessen Sieger die Krone bekommen soll. Mit der Absicht den jeweils anderen an Dreistigkeit zu übertreffen, wird allerdings ein Gegenstand entwendet, den man besser hätte bei seinem Besitzer lassen sollen...
Die Diebes-Romane gehören mittlerweile zu meinen Favoriten unter den DSA-Romanen und dieser beweist mal wieder warum. Witzig und in jeder Hinsicht menschlich, fällt es leicht, sich mit dem Hauptdarsteller zu identifizieren. Was ihm an magischen Künsten und Oberarmumfang fehlt, macht er mit ironischen und intelligenten Sprüchen, Gewandheit und Schlitzohrigkeit wett. An mehr als einer Stelle entlockt Hangar einem ein Schmunzeln oder einen Lacher.
Unmerklich lässt der Autor dann diese lockere Atmosphäre der Beschreibung eines Diebenslebens zum "ernsteren" Teil gut gegen böse übergehen. Dabei kommt sowohl die Magie als auch die Action zum Zuge. Der Roman ist atmosphärisch gelungen vom Anfang bis Ende. Die Nebencharaktere sind gut eingebunden und auch die Nebenhandlungen fügen sich nahtlos ein, ohne die Hauptstory zu
verdrängen, und obwohl viele "Statisten" auftauchen, versteht es der Autor jeden so darzustellen, dass man den Überblick nicht verliert und es nie zu viel wirkt. Ich kann nur sagen: lesen!