Der Spieler...
Diesen Roman hätte ich aufgrund des grässlichen Titelbildes eigentlich nie angerührt, doch aufgrund der sehr guten Bewertungen habe ich das Buch gekauft - und bereue es nicht. Im Gegenteil.
Die eigentliche Geschichte ist fast schon banal zu nennen und hat mit der begrenzten Personenanzahl und dem engen örtlichen Rahmen Kammerspielcharakter. Die Ich-Form hat mich anfangs etwas irritiert, doch dann wirkte sie sehr authentisch. Besonders gefallen haben mir die stimmungsvolle Beschreibung von Gareth, die durchweg charismatischen Personen und besonders auch die philosophischen Belehrungen durch den Erzdämon. Schon allein für diese Szene hat sich der Kauf des Buches gelohnt.
Daneben ist der größe Pluspunkt die aventurische Stimmung, die von Anfang an da ist und sich im Laufe der Geschichte immer wieder um die verschiedensten Themen, insbesondere magisches Potential und ihr Verhältnis zum einfachen Volk, dreht. Ein, zwei Unstimmigkeiten schiebe ich einfach auf das damals geltende Erste (?!) Regelwerk.
Kritikpunkte im negativen Sinne gibt es kaum. Zum Einen die geringe Seitenzahl, da die Geschichte doch recht linear und überschaubar ist. Zum Anderen fand ich das Finale/Ende ein bisschen zu kurz und nicht ganz originell, insbesondere die Gefühlswelt blieb auf der Strecke (Oder ist gerade das die Nachwirkung des Paktes?).
Alles in allem ein herrlich erfrischendes Buch, das eine einfache Geschichte sehr gut erzählt. Wäre die Handlung ein bisschen vielschichtiger gestaltet worden, hätte es auch mit der Seitenanzahl geklappt und ich hätte eigentlich nichts zu meckern gehabt.
Meines Wissens ist es leider der einzige DSA-Roman von Christian Jentsch, denn - um beim Thema des Buches zu bleiben - jetzt habe ich "Blut geleckt".