Ein schwere Einstand für Momo Everts, ausgerechnet mit so einem heiklen Thema wie dem "Borbaradismus" in die Reihe der DSA-Autoren einzugehen. Doch alles in allem wird sie den hohen Ansprüchen, die die Leser an die Autoren haben, gerecht. Obwohl sie sehr umfangreich die Umgebung und das Miteinander der Charaktere beschriebt, verfällt sie nicht in schwärmerische Detailverliebtheit, die der Leser als störend empfinden kann, jedoch hindert ihr Schreibstil ("der geneigte Leser kann jetzt...", "ich muss hier noch mal anmerken..." den Leser an einem flüssigen Lesevergnügen. Auch orientiert sie sich meiner Meinung nach teilweise zu sehr an anderen DSA-Autoren wie z.B. Ulrich Kiesow, denn zu viele Ausdrücke und Floskeln, die dieser begnadete Schriftsteller benutzte, finden sich fast zitiert in "Und Altaia brannte" wieder. Alles in allem wird ein gut informierter DSA-Kenner seine Freude an diesem Buch haben (endlich wird erklärt, warum Altaia unterging), jedoch zum Einsteigen ist es nicht geeignet, da schon alleine das Thema Borbarad ein gewisses Mass an Vorkenntniss vorraussetzt.