Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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34 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einer der besten Ghibli Filme überhaupt!, 22. Oktober 2006
Story:
Das Waisenkind Sheeta lebt im fernen Gondor und besitzt einen wertvollen Kristall welcher seit Generationen in ihrer Familie weitergegeben wird. Dieser Kristall beherbergt ein Geheimnis, welches selbst Sheeta nicht kennt.
Die Piratenbande um Mama Dola sowie der hinterhältige Regierungsbeamte Muska sind hinter dem Mädchen und dem Kristall her. Es heißt er könne den Weg zu "Laputa" zeigen, eine Stadt welche im Himmel schwebt und als Legende gilt.
Sheeta fällt, beim Versuch vor Muska zu fliehen, aus dem Fenster ihres Luftschiffes. Erstaunlicherweise lässt der Kristall Sheeta langsam zu Boden gleiten. Kurz vor dem Boden rettet sie Pazu, ebenfalls ein Waisenkind.
Gemeinsam machen sie sich auf den Weg Laputa zu finden und vor den Piraten und der Regierung zu fliehen.
Ein aufregendes Abenteuer beginnt.
Kritik:
Vorweg, Laputa hat mich umgehauen. Dieser Film ist einfach eine Freude anzuschauen. Gerade wenn man mit anderen Ghibli Produktionen (Ghibli = bekanntes Anime-Filmstudio) vertraut ist kommen einem immer wieder Szenen, déjà-vu-ähnlich, bekannt vor. "Laputa" ist der erste "echte" Ghibli. Nach dem großen Erfolg von "Nausicaä" im Jahre 1984 wurde ein Jahr später, 1985, das Ghibli Studio gegründet. Erster Sprössling war Laputa.
Die Zeichnungen sind wie gewohnt sehr hochwertig und zeugen von enormer Kreativität. Man sieht hier sehr klar die Verbindung zu Pre-Ghibli Produktionen - vor allem zu "Nausicaä" und z.T. zu "Lupin III - Das Schloss des Cagliostro". Selbst komplette Figuren wurden von älteren Filmen übernommen. So taucht hier wieder das wundersame eichhörnchenarte Tier mit den verlängerten Ohren auf. Aber auch erkannte ich klar Vorgänger von späteren Figuren. Mama Dora ist IMO ein "Vorläufer" von Yubaba/Zeniba (Zwillingshexen aus "Chihiros Reise ins Zauberland") sowie der Techniker ein "Vorläufer" von Kamajii (dem "Heizmann" aus "Chihiro" [...]) darstellt. Vielleicht kein wirklicher Vorläufer, aber dennoch ggf. Ideenbringer waren die Roboter. Sie erinnerten mich leicht an die Titanen aus "Nausicaä".
Der Score ist überaus eingänglich und sehr schön; er erinnert mich sehr an den Score von "Nausicaä". Nicht nur die Melodieführung sondern auch die Instrumentierung und das komplette Arrangement.
Mir hat auch hier besonders gut die sozialkritische Aspekte gefallen, welche diesen Film von einem "normalen" Kinderfilm eindeutig abheben. Miyazaki zeigt eindrucksvoll, dass ein animierter Film (Umgangssprachlich: Zeichentrick) auch Anspruch und Tiefgründigkeit beinhalten kann. Sehr interessant war für mich die Verwandlung und Umkehrung von sozialen Normen und die Ausheblung der gesellschaftlichen, eingefahrenen Moral. So ändert sich im Laufe des Film die pers. Einstellung zu der Piratenbande, welche eigentlich einen negativen Eindruck hinterlassen würde - jedoch durch die Tagen werden sie fast zu den Helden des Films. Auch das eigentlich helfen sollende Militär zeigt sich von einer nicht so schönen Seite.
Wie auch schon in "Nausicaä", werden hier klar versteckte Botschaften bzgl. unserem Umgang mit der Natur. Es wird gezeigt, dass ein Miteinander mit der Natur viel mehr Nutzen als ein Zerstören der Gleichen hat. Natürlich sind diese Punkte nur nebensächlich und drängen im Film glücklicherweise nicht zu sehr in den Vordergrund. Jedoch genug um sich nachhaltig mit diesen Gedanken zu befassen.
Auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Die Verbindung von Pazu zu Sheeta ist sehr tief. Die Probleme der Beiden ist ein wichtiger Punkt in dem Film. Die Aufgabe des Partners zum Wohle dessen ist IMO kein Thema welches einen "normalen" Kinderfilm ausmacht. Die Reaktionen der Kinder sind für Kinder unüblich und zeigen mir klar welches Publikum angesprochen werden soll.
Besonders hervorheben möchte ich noch die Flugszenen und Fluggeräte. So fantastisch und ungewöhnlich sie auch aussehen mögen, so vertraut sind sie dem Ghibli Kenner. "Nausicaä" und auch "Das wandelnde Schloss" brachten ebenso kurioses ans Tageslicht. Besonders die Gleiter der Piratenbande haben eine sehr große Ähnlichkeit zu Nausicaä's Fluggleiter.
Man könnte anhand der vielen Affinitäten nun denken, dass "Laputa" lediglich ein Abklatsch von "Nausicaä" wäre, dem ist aber eindeutig nicht so. Eher würde ich aus künstlerischer Sicht sagen, dass "Laputa" ein Nachfolger ist, auch wenn der Inhalt nichts oder wenn dann nur sehr wenig mit "Nausicaä" gemein hat.
Fazit:
Ein wahres Highlight aus dem Hause Ghibli. Für mich gehört er definitiv zu den Besten Werken von Hayao Miyazaki. Mit Phantasie und Ideenreichtum gegen die stupide Welt von heute - Laputa schafft es den Zeitgeist von heute zu treffen obwohl er bereits 18 Jahre alt ist. Ich kann diesen Film uneingeschränkt jedem empfehlen, der sich auf eine wundersame Reise durch fliegende Städte, bizarre Kreaturen und bildhübsche Landschaften begeben möchte.
Meine Wertung:
9 von 10 Punkten
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Laputa - Castle in the Sky ... ein fulminantes Abenteuer mit viel Charme!, 24. Juni 2007
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Trotz der merklich alt wirkenden Bildern ( im Kino kommt das alles extrem rüber, auf DVD stört`s dann weniger! ) gefiel mir der Anime total gut!
Die Story ist nicht vorhersehbar ( jedenfalls größtenteils nicht ) und wirkt dadurch recht spannend. Ein paar déja-vu Aspekte ( v.a. die Idee mit dem magischen Kristall könnte direkt aus "Nadia and the Secret of Blue Water" stammen ) gibt es zwar, aber die stören überhaupt nicht!
Eine abwechslungsreiche Handlung hat der Anime auch - dadurch kommt zu keiner Zeit Langeweile auf!
Die Insel Laputa ( das Design! ) sieht ausserdem phänomenal aus!
Was ich aber etwas schade finde ist die Tatsache, daß man nur Andeutungen darüber bekommt, was mit Laputa in der Vergangenheit geschehen ist ( und auch wie die dortigen Menschen gelebt haben beispielsweise! ) Na ja, das ist zwar für die Geschichte an sich unerheblich ... hätte mich aber trotzdem mal interessiert!
Das Setting ist wieder mal ein fiktives Europa um 1900 herum mit einer fortgeschrittenen phantasievollen Technik wie sie auch in "Nausicaä" oder "Das wandelnde Schloss" zu sehen war ( siehe Flugmaschinen! )
Alles in Allem bin ich sehr zufrieden mit diesem Ghibli-Anime.
Auf meiner Favoritenliste kommt er gleich nach "Prinzessin Mononoke".
Ein fulminantes Abenteuer mit viel Charme ... absolut empfehlenswert ( besonders für die Fans von "Indiana Jones", die nix gegen Zeichentrick einzuwenden haben ^_~ )!
PS: Der Titel heißt zwar "Das Schloss im Himmel", aber ein Schloss ist Laputa nicht wirklich! Eher so`n fliegender Riesenbaum ( eine Anspielung auf den Himmelsbaum Yggdrasil aus der germanischen Mythologie? ) mit mechanischem Boden ( siehe Todesstern! ^_^ ) und einem Dschungel mit antik anmutenden Bauten an der Oberfläche! Sieht aber echt toll aus!
Andererseits heisst der Titel auch im Englischen Laputa - Castle in the Sky!
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Eine einfache Geschichte in wundervollen Bildern - aber kein idyllischer Zeichentrickfilm, 5. Januar 2007
Zwar ist der Film zeichentechnisch veraltet und scheint aus Versatzstücken anderer Filme Miyazakis zu bestehen, doch schnell wird der Betrachter gefangen genommen von den liebevoll ausgearbeiteten Hintergründen, der fantasievollen Geschichte und der zarten Liebesgeschichte zwischen Sheeta und Pazu.
Die Personen scheinen aus Nausicaä entlehnt, auch einige der Maschinen und vor allem die grandiose Filmmusik sind dem Betrachter scheinbar bekannt. Doch die Eigenständigkeit dieses kleinen Abenteuers und die Faszination, die diese Geschichte auch zwanzig Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung ausstrahlt, ist ungebrochen.
Hinzu kommen die fast epische Erzählweise, der herrliche Humor und die spannende Handlung dieses über zwei Stunden langen Filmkunstwerkes. Entlehnt aus den Büchern von Jonathan Swift ist die schwebende Insel Laputa" Ziel allen Strebens. Hier gerät die Geschichte auch leider zu einem arg moralisierenden und an Frieden und Sanftmut mahnenden Etwas. Das hektische, teils unlogische Finale trübt etwas den Eindruck, den der ansonsten grandiose Film hinterlässt.
Liebhabern der Anime des japanischen Meisters Miyazaki wird dieser Film das Herz aufgehen lassen. Er beweist auch in diesem Frühwerk seine Fähigkeit, eine einfache Geschichte in wundervolle Bilder zu kleiden. Doch Vorsicht: Manchmal geht es arg martialisch zu in diesem Film und wer ein idyllisches, familiengerechtes Disney-Abenteuer erwartet, wird enttäuscht oder gar entsetzt sein. Die "heile Welt" des US-amerikanischen Zeichentrickfilms gibt es bei Miyazaki nicht. Hier ist das Böse stets präsent und fast scheint es so, als würde es auch triumphieren - wären da nicht, ein häufig bei "Gibli" auftauchendes Stereotyp, zwei naive und mutige Kinder.
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