oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
oder
gegen einen Amazon.de Gutschein über EUR 0,25 eintauschen?
Das Schloss im Wald
 
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Das Schloss im Wald [Gebundene Ausgabe]

Norman Mailer , Alfred Starkmann
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
Originalausgabe: EUR 29,95
Sonderausgabe: EUR 9,99 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
Sie sparen: EUR 19,96 (67%)
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.
Nur noch 8 Stück auf Lager - jetzt bestellen.
Lieferung bis Mittwoch, 30. Mai: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.
Gutschein erhalten
Tauschen Sie jetzt Das Schloss im Wald gegen einen Amazon-Gutschein in Höhe von EUR 0,25 ein - einlösbar für Tausende von Artikeln bei Amazon.de. Entdecken Sie mehr eintauschbare Bücher im Bücher Trade-In Shop. Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen.

Jetzt für Amazon Student anmelden und um 20% erhöhten Eintauschwert sichern.

Wird oft zusammen gekauft

Kunden kaufen diesen Artikel zusammen mit Flüsterkind - Dein Mann hat mich missbraucht | Ein Brief an meine Mutter EUR 9,90

Das Schloss im Wald + Flüsterkind - Dein Mann hat mich missbraucht | Ein Brief an meine Mutter
Preis für beide: EUR 19,89

Verfügbarkeit und Versanddetails anzeigen


Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
  • Verlag: Langen/Müller; Auflage: 1 (September 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3784431046
  • ISBN-13: 978-3784431048
  • Originaltitel: The Castle in the Forest
  • Größe und/oder Gewicht: 23 x 14,8 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 328.592 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Norman Mailer
Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Besuchen Sie die Seite von Norman Mailer auf Amazon

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der lang erwartete Roman des Pulitzer-Preisträgers und Bestsellerautors Norman Mailer. Ein Tabubruch - fesselnd, provokant, meisterhaft.

Über den Autor

Norman Mailer, geboren 1923 in Long Branch, New Jersey, wurde mit seinem Romandebüt "Die Nackten und die Toten" (1948) weltbekannt und zählt zu den bedeutendsten amerikanischen Schriftstellern. In seinen Werken hat er immer wieder Stellung zu politischen Themen bezogen. Für "Heere aus der Nacht" (1968) erhielt er den National Book Award sowie den Pulitzer Preis, mit dem auch "Gnadenlos. Das Lied vom Henker" (1979) ausgezeichnet wurde. Norman Mailer verstarb im Oktober 2007.

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


In diesem Buch (Mehr dazu)
Ausgewählte Seiten ansehen
Buchdeckel | Copyright | Inhaltsverzeichnis | Auszug | Rückseite
Hier reinlesen und suchen:

Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten

 (Was ist das?)
Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
 
(2)
(2)
(2)

 

Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Provokant? 12. Oktober 2007
Von Adaa
Format:Gebundene Ausgabe
Ich wurde durch den Stern auf dieses Buch aufmerksam und nachdem ich soviele Kritiken, positiv wie negativ, gelesen habe musste ich zuschlagen. Kontrovers, gehasst und verdammt. Dieses Buch spaltet die Leser. Allein das war ein Grund zuzuschlagen, vor allem da das Thema interessant klang.

D.T.; ein Teufel; bekommt den Auftrag ein Kind zu überwachen: Adolf Hitler. Schnell wird D.T. klar das der Maestro (Der Teufel höchstselbst) einen großen Plan verfolgt, auch wenn er für D.T. nicht offensichtlich ist. Er begleitet die Familie Hitler durch Inzucht, Gewalt und alle Höhen sowie Tiefen. Und den Leser zieht er unaufhörlich in seinen Bann.....

Mehr zu verraten wäre Blasphemie an dem Buch. Man muss es gelesen haben. Der Schreibstil ist fesselnd, provokant und manchmal auch ein wenig unterhalb der Gürtellinie. Ich erinnire mich nur an die Szene wo der Alte und Alois junior sexuell miteinander aktiv werden. Das verursacht Würgreflexe, sowohl beim Leser wie auch bei D.T.

D.T. ist der Erzähler dieses Buches. Er führt einen in seine Gedankengänge und eröffnet einem ganz neue Perspektiven. Mailer, der Author, mischt dabei gekonnt Fiktion und Realität miteinander das es einem immer schwerer fällt den Unterschied auszumachen. Er schildert es eindringlich und intensiv, das es unter die Haut geht. Ich habe selten jemand lesen dürfen, der so schreiben kann. Ganz großen Respekt.

Die Parallelen die gezogen werden, werden manchem Deutschen und Moralapostel zu Recht sehr bitter aufstoßen. Die Vergangenheit ist unsere Brandwunde, unser Mahnmal. Wir dürfen nicht vergessen, aber wir müssen weitergehen. Vielleicht regt das Buch deswegen die Gemüter so an, weil einige nicht weiter gehen wollen oder weil dieses Buch eine Sichtweise auf manche Dinge bietet die so erschreckend sind das man sich fragt ob es nicht doch so gewesen sein könnte.

Außerdem sollte man geschichtlich schon bewandert sein, ansonsten verblasst ein großer Teil der Magie des Buches. Denn es gibt viele Anspielungen, viele Nebenstricke und wichtige Informationen die man ohne geschichtliches Intresse und Wissen nicht nachvollziehen kann und dann irgendwie wie vor den Kopf gestoßen da steht. Klar liest man weiter, aber irgendwie hat man das Gefühl was verpasst zu haben.

Das Schloss im Wald ist ein schockierends und provokantes Buch, allerdings wohl eher wegen seinem Thema. Hätte D.T. andere Klienten wie die Familie Hitler gehabt, hätte sich kein Schwein dran gestört. C'est la vie.

Ich gebe die Kaufempfehlung, denn selten hat mich ein Buch derart gefesselt und mitgerissen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Happyx TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch erhellt möglicherweise mehr über Adolf Hitler und die damalige Zeit als alle Geschichtsbücher zu einem Verständnis des Unerklärlichen beitragen können. Der letzte Roman Normal Mailers dramatisiert die Jugend des späteren Diktators bzw. seine soziale Herkunft. Dabei waren für mich 3 Erklärungsstränge wesentlich:

1. Die kleinbäuerliche Herkunft
Wir alle kommen irgendwie aus kleinbäuerlichen Verhältnissen, weil dies vor der Industrialisierung (und auf dem Land auch lange danach) die Normalität war. Wie Frauen und nahe Verwandte - insbesondere Mädchen - behandelt wurden: Es ist einfach schockierend. Mailer gelingt eine tiefgehende Beschreibung dieses ländlichen, beengten Lebens, die alleine schon dieses Buch zu lesen wert wäre. Da meist wenig Außenkontakte möglich waren, wurden sexuelle Notwendigkeiten im nächsten Umkreis ausgelebt. Ob Hitler aus mehrfachem Inzest stammt oder aus einfachem, spielt eigentlich keine Rolle. Tatsache ist wohl, dass man unter solchen Umständen wahnsinnig werden kann.

2. Der Einfluß des Vaters
Adolf Hitlers Vater war ein aus dem kleinbäuerlichen Milieu aufgestiegener österreichischer Grenzbeamter (obrigkeitsgläubig, Frauen-Sammler), der Frau und Kinder autoritär maßregelt und nach seiner Pensionierung eine noch größere (unproblematische Beherrschung und) Maßregelung entdeckt: das Züchten von Bienenvölkern. Der kleine Adolf darf ihn öfters zu einem (schwulen) Eremiten und Bienenvolkkenner im Wald begleiten und erfährt so eine weitere Prägung. (In der Beschäftigung mit Bienen ist mir übrigens dies aufgefallen, für mich überraschend: Die überwältigende Mehrzahl aller Bienenarten sind Solitärbienen und Kuckucksbienen, die keine Insektenstaaten bilden, sondern alleine leben und nur für die eigene Nachkommenschaft Brutpflege betreiben.) Man könnte den Vater als Aufsteiger und kreativen Menschen bezeichnen, der in der Pensionierung neben anderen Dingen z.B. die Beschäftigung mit Bienen entdeckt. Einmal erklärt er Adolf, den er auch zu Opernaufführungen mitnimmt, dass dieser doch nicht Künstler werden solle, sondern wie er, der Vater, zum Zoll gehen solle. Er hätte dann einen Beruf, der ihn am Wochenende frei mache, um kreativ zu sein. Kaufleute bzw. die Knechte der beginnenden Industrialisierung nähmen ihre Arbeit doch immer nach Haus mit, diese hätten nie Ruhe!

3. Der Teufel
Ist es nicht so, dass monotheistische Kirchen an den Teufel glauben, ihm eine wichtige Rolle als unabhängigem Gegenspieler Gottes zubilligen? Was läge also näher als die Vermutung, dass Adolf Hitler vom Teufel persönlich bzw. einem nahen Erfüllungsgehilfen - schon als Kind - vorbereitet und (für seine spätere Rolle) in die Mangel genommen wurde? Wenn Kirche bzw. Religion nichts anderes als Menschengemachtes ist (nämlich unsere Wünsche und Projektionen abbildend, anthropogener Gott), dann erkennen wir das Böse in uns und wollen es personalisieren. Hat nicht auch Luther mit dem Teufel selbst gerungen? Normal Mailer hat sein eigenes Böses hinter sich, z.B. die Messerattacke auf seine damalige Frau Adele (1960). Er fühlte sich damals überfordert, die Abgründe seiner Handlung, die Komplexität seiner Gedanken literarisch darzustellen. Vielleicht ist der Hitler persönlich betreuende Teufels-Abgeordnete eine reduktionistische, aber allemal spannende Erklärung um die Hintergründe der Entstehung des Bösen. Das jüdische Verständnis vom Satan kennt diesen als Engel, der ebenso wie die anderen Engel von Gott selbst beauftragt und gesteuert wird. Da Ha-Schem (=Gott) als Schöpfer von Licht und Dunkelheit verehrt wird, gibt es in jüdischer Tradition und Glauben keinen Ort oder Raum, der nicht von Gott erfüllt bzw. transzendiert ist. Normal Mailer beschreibt also in seinem jüdischen Verständnis eine göttliche "Befehlskette".

Die feine Ausbalancierung der menschlichen Gegensätze aus Gut und Böse, die philosophischen Betrachtungen um den "Dummkopf", wie Gott von den Teufeln genannt, sind ein besonderer Leckerbissen dieses Buches. Hat Gott versagt und erhält deshalb von noch höheren Mächten des Universums die Strafe durch teuflische Heerscharen? Warum fallen alle den teuflischen Verlockungen so wehrlos zum Opfer? Wie können Menschen Freude empfinden, wenn Menschen in ihrer Nähe einfach verrecken? Welche Parallelen gibt es zwischen den Aristokraten aus Russland und modernen Industriekapitänen? Wie entsteht ein unerschütterlicher Wille? Welche Reibungspunkte braucht er?

Letzen Endes problematisiert dieser Roman die Fragen: Woher kommt das Böse und warum sind einige Menschen böser als andere? Mailer hat darauf indirekt eine Antwort gegeben, die gleichzeitig die Bandbreite dieses Buches darstellt: "There are two kinds of brave men: those who are brave by the grace of nature, and those who are brave by an act of will." Um zwischen diesen beiden Polen nachzudenken und die größte deutsche Katastrophe etwas besser verstehen zu lernen: Dieses Buch habe ich mit atemberaubender Spannung gelesen. Es kann und will keine definitive Antwort geben, es ist zum großen Teil Fiktion, aber ist das nicht auch alle (seriöse) Geschichtsschreibung? Warum wird es immer den, die Teufel geben? Weil es nur Fragen gibt und keine Antworten, so Normal Mailer.

Ich habe übrigens die englische und die deutsche Buchfassung gelesen. Das Buch war im Englischen nicht einfach zu verstehen, ich musste sehr oft den Übersetzungscomputer bemühen. Umso besser die deutsche Übersetzung, mit einigen entstellenden Flüchtigkeitsfehlern (z.B. ein statt kein) zwar, aber trotzdem absolut top!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
11 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Anatomie des Bösen 2. Oktober 2007
Von Niclas Grabowski TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Also mit richtig viel Freude habe ich es nicht gelesen. Aber vielleicht ist das ja auch zuviel erwartet, bei diesem Thema.

Es ist schon ein spannendes Unternehmen. Norman Mailer versucht eine Frage zu beantworten, die sich viele stellen, die sich mit der größten Katastrophe des 20. Jahrhundert beschäftigen: Was hat sich dieser Mensch eigentlich dabei gedacht? Dieser Hitler, als er Europa in einen Trümmerhaufen verwandelte, Millionen industriell töten lies aufgrund der Religion ihrer Vorfahren und für wahrscheinlich insgesamt 50 Millionen Tote sorgte? Was ging in diesem Kopf vor? Was für ein Mensch war das? Ist der Satz richtig, dass selbst den Bösen in der Geschichte ihr eigenes Verhalten aus eigener Perspektive immer noch rational erscheint? Oder haben wir hier wirklich das "reine Böse" vor uns, jenseits aller Rationalität und Menschlichkeit?

Norman Mailer scheint mir darauf eine geteilte Antwort zu geben. Ja, er versucht eine biographische Begründung. Er erzählt von der Kindheit Adolf Hitlers. Von der Familie aus der hintersten Provinz Österreichs, von einem überdominanten und bewusst atheistischen Vater, vom Sterben vieler Kinder durch Krankheiten, von geistiger und ökonomischer Enge. Mailer zeichnet ein realistisches Bild von der traurigen Lebenswirklichkeit in der Provinz. Meist ist es eine nicht unübliche Familiengeschichte, die erzählt wird. In einigen, wichtigen Punkten weicht aber die Familie von der Norm ab. So ist Adolf das Ergebnis von mehrfachem Inzest, nach der Version von Mailer war Adolfs Mutter sogar selbst ein Kind von Adolfs Vater, also so genannter Inzest ersten Grades. Folge ist dann ein Missbildung im Genitalbereich und später zeitweilige Impotenz. Bereits in der Jugend erfolgen die ersten Kriegsspiele, natürlich mit Adolf als (An-) Führer. Ein Schmied sorgt für den "eisernen Willen". Der Höhepunkt ist schließlich das Vergasen eines Bienenvolkes, nach vielen, langen Textstellen, die Bienenvölker und Nationen vergleichbar erscheinen lassen. Und es gibt dann noch einen Haufen seelischer und körperlicher Gewalt. Und nicht zuletzt ist schon Adolfs anale Phase, ganz nach Freud, extrem kompliziert und wird bis ins letzte Detail dargestellt. Und ja, wir bekommen ein extrem unsympathisches Kind vorgestellt, so wie selten in der Literatur.

Aber Mailer reicht die biographische Erklärung des Bösen offensichtlich nicht aus. Der Teufel muss ins Spiel. Und so führt Mailer gleich zu Beginn des Buches einen Erzähler ein, der selbst zwar nicht der Teufel, aber doch einer seiner liebsten Mitarbeiter ist. Und der vom großen "Maestro" die Aufgabe bekommt, sich dieses kleinen Kindes anzunehmen und aus dem Kind einen großen, bösen Mann zu machen. Und es geht noch weiter. Damit man das Böse versteht berichtet der Unterteufel auch noch gleich von seinen anderen Aufgaben - der Ermordung von Kaiserin Sissi, dem Ruinieren der Zarenfamilie in Russland vier Tage nach der Krönung des Zaren und einigen weiteren, kleinen Untaten. Leider ist das alles nur oberflächlich mit Adolfs Geschichte verbunden. Es schafft eher ein Panorama der Zeit. Das Sissis Mörder eine erste, sexuelle Phantasie von Adolf werden darf, wirkt dagegen etwas gewollt.

Braucht man den Teufel, um das Phänomen Adolf Hitler zu erklären? Ich meine, eher nein. Leider schaffen wir Menschen das mit dem Bösen schon ganz von allein. Für mich verdeckt die Konstruktion des Erzählers die Tatsache, dass die kommende Katastrophe eben doch in den Menschen schon angelegt war, so auch in den Überzeugungen eines 19. Jahrhunderts, dass eben nicht immer humanistisch war sondern auch oft ein Marktplatz von Ideen und Ideologien, die den Menschen als Einzelnen nicht mehr in den Mittelpunkt einer ethischen Idee stellten. Und es verdeckt auch die Tatsache, dass Menschen sich dieser Ideen bedienen, um dann die ganz persönlichen Neurosen auf Kosten anderer auszuleben. Und das bis zu deren Tod.

Geschrieben ist das ganze clever, mit einem gewissen Humor und vielen starken Szenen auf der einen, aber auch einigen Längen auf der anderen Seite. Herrlich: Die Darstellung eines Eremiten, vom Teufel instrumentalisiert, homosexuell, der viel zu Bienenvölkern zu sagen hat. Herrlich auch die Figur des Bruders von Adolf, des schwarzen Schafs in der Familie, Hassobjekt aber wohl auch Vorbild von Adolf zugleich. Ein Bild von einem Arier, hoch zu Ross, arrogant, ein Frauentyp, dabei arbeitsscheu, eigentlich völlig unfähig. Auch herrlich sind einige der Erklärungen des Teufels, wie die über die besondere Qualifikation eines Politikers: Man muss nur schnell genug an seine eigenen Lügen glauben können. Nervend dagegen die endlose Wartezeit auf das Überleben von zwei Bienenvölkern im Winter und generell die Passagen über die Arbeit auf dem Bauernhof. Nervend auch die Neigung des erzählenden Protagonisten, die Handlung immer wieder dem Leser erklären zu müssen.

Am Ende ist das Buch dann leider etwas schnell vorbei. 1933 tritt kein Kind mehr an die Spitze Weimars, sondern ein ausgewachsener Diktator. Aber dazu kann das Buch leider nicht mehr viel sagen, es endet mit Adolfs Abschied aus dem Elternhaus im Jahre 1905. Adolf Hitler wurde 17 in diesem Jahr.
War diese Rezension für Sie hilfreich?

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:


Ihr Kommentar


Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de