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Aber Tikkirej denkt gar nicht daran, unter der sicheren, aber trostlosen Kuppel von Karijer sein Dasein zu fristen. Viel lieber heuert er auf einem Raumtransporter an -- als Modul eines mit Menschenmaterial arbeitenden und über Hirne vernetzten Bordcomputers. Auf diesem Wege kommt er nach Neu-Kuweit, wo es ihm endlich gefällt und er im undurchdringlichen Stasj einen treuen Gefährten findet. Als die Freunde nach einem Angriff der Inej Neu-Kuweit verlassen müssen, wird Tikkirej auf Avalon in die Geheimnisse der Sternenritter eingeweiht. Hierzu gehört auch das Schlangenschwert, eine halb lebendige Waffe, die mit den Gedanken ihres Trägers verschmilzt. Und dann wird Tikkirej als Spion nach Neu-Kuweit zurückgeschickt. Ein Abenteuer auf Leben und Tod nimmt seinen Lauf...
Am Anfang hat Tikkirej nur Verachtung für den erzwungenen Freitod seiner Eltern übrig, den er für feige hält. Aber nach und nach bekommt er ein anderes, verständnisvolleres Bild von ihnen. Überhaupt lebt Das Schlangenschwert des russischen Kultautors Sergej Lukianenko nicht zuletzt von den Wandlungen und philosophischen Gesprächen seines Ich-Erzählers, die den Roman über das Niveau eines reinen Science-Fiction- oder Fantasy-Spektakels hinausheben. Als solches wäre das in sich absolut schlüssig gestaltete Schlangenschwert schon ein kleines Meisterwerk des Genres. So aber ist es auch noch eine Art Bildungsroman für Jugendliche. Vom Verlag empfohlen für Leser ab 13 Jahren. -- Thomas Köster
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gut gelungen,
Rezension bezieht sich auf: Das Schlangenschwert (Gebundene Ausgabe)
Das Schlangenschwert ist ein Zukunftsdrama des russischen Autors Sergej Lukianenko, der durch seine Wächter-Romane auch in Deutschland bekannt geworden ist. Das Buch ist zwar als Jugendbuch erschienen, kann aber auch von Erwachsenen gelesen werden, da es einen ernsten Hintergrund und einen hohen Anspruch an seinen Leser hat. Dies ist nicht nur ein Weltraumabenteuer, sondern die Geschichte eines Jungen, der versucht zu entscheiden, was gut und was böse ist. Er ist auf der Suche nach seinem Glück, hat dabei aber auch immer das Wohlergehen aller anderen Menschen im Kopf. So fühlt er sich von seinen Emotionen oft hin und her gerissen. Er sieht auf der einen Seite die Phagen von Avalon, die er für ehrenwerte Kämpfer hält, erlebt aber andererseits auch deren Feinde, die Inej, hautnah und ist sich plötzlich gar nicht mehr so sicher, was nun richtig und was falsch ist. Denn die Inej haben einen Weg gefunden, in Frieden und Wohlstand zu leben. Das fordert jedoch den hohen Preis der Selbstständigkeit: Den Bewohnern Inejs fehlt ein freier Wille.Die Geschichte liest sich besonders eindringlich, weil sie in der Ich-Form geschrieben ist. So fühlt man von der ersten Seite an mit Tikki. Die Tragik des Todes seiner Eltern beginnt im Prolog und zieht sich durch das ganze Buch. Als sein Freund Lion der Schlafkrankheit verfällt, gibt Tikki nicht auf und unternimmt alles, um ihn zu retten. All das sind sehr bewegende Momente und genau deswegen gelingt es Lukianenko, seine Leser auch wirklich zu erreichen. Dadurch, dass wir immer Tikkis Gedankengänge vor Augen haben, ist es leicht nachzuvollziehen, wieso er in jeder einzelnen der Gesellschaften auch etwas Sinnvolles sehen kann. Der Verlust des freien Willens erinnert ein wenig an den Roman 1984, doch obwohl die Idee nicht neu ist, wurde sie hier sehr modern umgesetzt. Es ist eine Abenteuergeschichte, die man aktiv miterlebt und so selbst zu einem Teil der jeweiligen Gruppe wird. In einer einfachen Sprache, die oft mit sehr kurzen Sätzen auskommt, erzählt der Autor eine alte Geschichte in neuem Gewand. Somit ist Das Schlangenschwert ein sehr gelungenes Science-Fiction-Abenteuer für Leser jeden Alters. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Geheime Science Fiction,
Rezension bezieht sich auf: Das Schlangenschwert: Roman (Taschenbuch)
Insgesamt macht die Story einen netten Eindruck und ist gutes Lesefutter für Zwischendurch, wenn auch nichts tiefgründiges. Was mich eher geärgert hat, ist, dass mit diesem Titel und dem Klappentext Fantasy suggeriert wird, und dann ist pure Science Fiction drin - vom Cover ganz zu schweigen, das aber auch gar nichts mit der Geschichte zu tun hat. Der Originaltitel lautet übersetzt übrigens "Tanz auf dem Schnee", ein wesentlich treffenderer Titel, der sich dem Leser aber erst am Ende erschließen dürfte. So wird einem hier vom Verlag wirklich etwas falsches vorgespielt.Warum trotzdem 3 Sterne? Weil sich der Band locker runterliest, viele interessante und überraschende Wendungen hat. Leider werden viele Ideen (die mich bisweilen an den Wüstenplanet erinnert haben) leichtfertig vergeben, indem meines Erachtens nicht genug auf die sich anbahnenden Konflikte oder moralische Dilemmata eingegangen wird - etwa auf die Notwendigkeit, beim Raumflug auf menschliche Gehirne zurückgreifen zu müssen. Auch am Ende wirds etwas schmalzig. Wahrscheinlich ist die Zielgruppe einfach zu jung. Spannend war's allemal. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gutes Jugendbuch,
Von
Rezension bezieht sich auf: Das Schlangenschwert: Roman (Taschenbuch)
Entgegen dem Klappentext spielt das Schlangenschwert oder seine Bindung zum 13 jährigen 'Tikki' Tikkirej eigentlich keine zentrale Rolle. Nach dem Selbstmord seiner Eltern flieht Tikki von seinem trostlosen Heimatplaneten, schliddert in eine intergalaktische Spionagegeschichte, und spielt eine unerwartet wichtige Rolle in einem Spiel, dass er nie ganz übersieht.Die Geschichte ist spannend,aus Tikkis Perspektive geschrieben, und die Charaktere sind glaubwürdig angelegt. Leider geht Lukianenko zum Ende hin etwas die Luft aus. Ansonsten aber ein guter Jugendroman. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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