Der Autor Jürgen Kehrer versteht es, wie kaum ein zweiter deutscher Kriminalschriftsteller, seinen eigenwilligen Detektiv Georg Wilsberg ("Ich"-Erzähler) mit Leben und Authenzität zu erfüllen. Witz, Esprit und Spannung, aber auch eine ganze Portion Ernüchterung, zeichnen seine Romane aus. Diese Atribute finden sich zwar auch in dem hier vorliegenden Buch zum großen Teil wieder, allerdings ist die Handlung dermaßen schwach, durchschaubar und unkreativ, daß man nur bedingt von einem Krimi sprechen kann. Vielmehr handelt es sich wohl um einen Katastrophenroman, inspiriert von Filmen wie "Outbreak" oder ähnliches.
Fazit: Enttäuschende Handlung, doch die Charaktere Wilsberg ist mal wieder klasse skizziert.