Endlich mal ein deutscher Roman dieses Genres von hoher Qualität.
Nicht nur die Grundidee dieses Buches ist sehr gut, hat der Autor überzeugende Charaktere in eine intelligente und spannende Handlung eingebettet.
Ein paar kurze Worte zur Handlung: Die gesamte Menschheit hat sich selbst in einem atomaren Krieg vernichtet. Die ganze Menschheit? Nein in einer Stadt haben der „normale" Mensch Götz von Coburg sowie zwei Völker zwergenwüchisiger Menschen, die unter dem Bleidach einer Kathedrale Zuflucht gefunden hatten überlebt. Diese beiden Völker waren bislang getrennt, wussten von der Existenz des jeweils anderen Volkes, kamen aber kaum miteinander in Kontakt. Die einen, die Bewohner des Sakriversums, lebten seit 700 Jahren nahezu völlig abgeschottet von der restlichen Außenwelt, hatten eine kleine, nahezu autarke Welt geschaffen. Das andere Volk lebte in vergleichsweise engen Kontakt zu den normalen Menschen, galten und sahen sich auch selbst als Ausgestoßene an. Diese beiden Völker und auch Götz von Coburg versuchen nun, zunächst eher gegeneinander, dann mehr und mehr miteinander, einen neuen Anfang zu wagen. Angereichert wird die Handlung durch eine kräftige Portion Mystik nach Art der Iluminatus-Romane, vermischt mit einigen fundierten historischen Daten.
Dieser ganze Mix ergibt ein äußerst vergnügliches Leseabenteuer und macht Appetit auf mehr. Entsprechend fällt mir eine Empfehlung dieses Buches sehr leicht.