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Das Ritual: Roman
 
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Das Ritual: Roman [Taschenbuch]

Eliot Pattison , Thomas Haufschild
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 543 Seiten
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (25. Juni 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746625211
  • ISBN-13: 978-3746625218
  • Originaltitel: Bone Rattler
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,4 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 68.780 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Eliot Pattison
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Der amerikanische Autor Eliot Pattison, bisher bekannt durch seine packenden Tibet-Krimis um Inspektor Shan, wechselt in seinem Roman Das Ritual den Schauplatz und führt den Leser ins Amerika des 18. Jahrhunderts. Der junge Schotte Duncan wird in England wegen Hochverrats verurteilt und soll seine Strafe in den neuen Kolonien in Amerika verbüßen. Während der Überfahrt auf einem Gefangenenschiff geschehen seltsame Morde, geheimnisvolle Vorgänge häufen sich und rituelle Zeichen indianischen Ursprungs tauchen auf, die Duncan mit Fragen über Fragen konfrontieren. Duncan soll die Morde aufklären, sonst wird sein Freund, von dessen Unschuld er überzeugt ist, als Sündenbock hingerichtet. Die Kette der Rätsel und Gefahren nimmt kein Ende, als Duncan in New York angekommen ist und erfährt, dass sein Bruder Jamie, der bei der englischen Armee diente, desertiert ist. Immer wieder taucht der Name „Stony Run“ auf, ein Ort, wo ein geheimer Kampf gegen die Indianer stattgefunden haben soll. Trotz aller Gefahren und Hürden versucht Duncan die Rätsel zu entschlüsseln und die Morde aufzuklären. Bei seiner Suche nach der Wahrheit erfährt er nicht nur viel über sich und sein schottisches Erbe, sondern wird auch in den Freiheitskampf der Indianer gegen die englischen Siedler und Besatzer verwickelt.

Wie auch in seinen Tibet-Romanen verbindet Pattison in Das Ritual eine Kriminalgeschichte mit beeindruckenden Schilderungen der amerikanischen Wildnis und interessanten Einblicken in die indianische Kultur. Dabei legt der Autor sein besonderes Augenmerk auf den Kampf zweier unterdrückter Völker, die Indianer und Schotten, die gegen einen gemeinsamen Feind kämpfen, die Engländer. Die Bande zwischen Schotten und Irokesen, die der Handlung des Romans zugrunde liegen, sind jedoch keine Erfindung des Autors, sondern basieren auf historischen Fakten, wie Pattison in seinem Nachwort schreibt. Zwei verschiedene Kulturen – tief verwurzelt in ihrer Kriegstradition, reich an überlieferten Geschichten und auf jeweils eigene Weise zutiefst spirituell – treten in dem Roman in Verbindung und der Leser erfährt viel über die Besiedlung Amerikas, die aus einer neuen, bisher wenig bekannten Perspektive geschildert wird.

Auch wenn die Handlung anfangs etwas schleppend vorankommt und die geheimnisvollen Vorgänge und Rituale die Geschichte teilweise überfrachten, so ist Pattison doch ein lesenswerter Roman gelungen, der den Leser auf eine spannende Abenteuerreise in fremde Kulturen und Zeiten entführt. Das Buch ist mit einer Zeittafel, einem Nachwort und einer historischen Karte ausgestattet. -- Alexandra Plath -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Ausgefeilt, mit vielen Höhepunkten und überraschenden Wendungen." (NDR)

"Mix aus historischem Roman und Krimi - extrem spannend." (Playboy)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Dunkle Geheimnisse, Intrigen, Verwicklungen und viele, viele Puzzleteile, all dies eingebettet in einen detaillierten historischen Hintergrund: Das ist die Spezialität von Autor Eliot Pattison, der durch seine Tibet-Krimis bekannt wurde. Mit Das Ritual" bietet er dem Leser ein gänzlich neues Setting, nämlich die Eroberung der Neuen Welt Mitte des 18. Jahrhunderts und den französisch-indianischen Krieg aus der Sicht eines Schotten. Die Handlung beginnt zwei Jahre nach der Schlacht und dem darauffolgenden Massaker am Fort William Henry, das der Autor James Fenimore Cooper später in seinem Roman Der letzte Mohikaner" verewigte. Folgerichtig hat Eliot Pattison seinen Roman unter anderem Cooper gewidmet.

Trotz dieses nun gänzlich anderen historischen Rahmens wirkt die Handlung dem treuen Pattison-Leser zumindest ansatzweise vertraut: Duncan ist ein Strafgefangener, sieht sich aber unversehens von der verfeindeten Seite eingebunden. Er muss in einer Sache ermitteln, die viele Interessen und Machtverhältnisse berührt und die ihn selbst in höchste Gefahr bringt. Diese Ausgangssituation ähnelt stark dem Roman Der fremde Tibeter", in dem der ehemalige Inspektor Shan aus einem Gulag heraus im Interesse der chinesischen Regierung in einem Mordfall ermittelt und dabei zwischen die Fronten gerät. Und wieder widmet sich Pattison dem Zusammenprall verschiedener Kulturen, in diesem Fall der der Europäer, die Amerika besiedeln, und den nativen Ureinwohnern, den Indianern.

Ebenfalls nicht neu ist, dass Eliot Pattisons Romane keine Lektüre für nebenbei sind. Das Ritual" will und kann nicht bloß konsumiert werden, sondern besteht aus so vielen Fragmenten, dass man mit äußerster Konzentration lesen muss. Dieses Fragmentarische, Sperrige ist teilweise entnervend und anstrengend, macht aber auch einen Teil von Pattisons typischem und durchaus auch fesselndem Stil aus. Es ist allerdings schon ein wenig ermüdend, wenn auf Seite 200 die Handlung immer noch mit äußerster Zähigkeit voranschreitet; wenn tausend kleinste Hinweise gegeben, aber nie weiterhin erläutert werden; wenn die forschenden Hauptfiguren raten und rätseln, ihre Gedanken dem Leser aber nicht wirklich zugänglich sind; wenn Dialoge vieles andeuten, aber nie wirklich auf den Punkt kommen, sondern immer nur neue Rätsel aufwerfen. Man könnte fast sagen, dass Pattison es hier ein wenig übertrieben hat, um bloß nichts in klarer Form preiszugeben.

Das Ritual" ist nur der Auftakt einer neuen Romanserie aus der Feder von Eliot Pattison. Es ist ein cleveres, anspruchsvolles und historisch sehr interessantes Buch, das Geschichte aus einer wenig bekannten Sicht erläutert. Es ist aber auch ein sperriges Buch, das Konzentration und ständige Aufmerksamkeit fordert und damit streckenweise so langatmig und rätselhaft bleibt, dass der Leser verärgert wird.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Galarina TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Eliot Pattison habe ich mit seiner anspruchsvollen Tibet-Krimireihe um den Ermittler Shan kennen und schätzen gelernt. Als ich seinen neu erschienen Roman "Das Ritual" in die Hand genommen habe, war ich sehr überrascht, dass es sich dabei um einen historischen Abenteuerroman handelt, dessen Handlung im Amerika des 18. Jahrhunderts spielt.

1759: Der Schotte Duncan ist wegen Hochverrats zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden. Statt des Gefängnisaufenthalts soll er in den neuen Kolonien Arbeitsdienst leisten. Geheimnisvolle Rätsel und Gefahren überschatten bereits die Überfahr, zwei Morde geschehen, in deren Zusammenhang rituelle Zeichen indianischen Ursprungs auftauchen, und immer wieder ist von Stony Run die Rede, einem Ort, wo es einen geheimnisvollen Kampf gegen die Indianer gegeben haben soll. Duncan verstrickt sich in diese Geheimnisse und soll diese aufklären, sonst wird sein Freund, dessen Unschuld für ihn außer Frage steht, hingerichtet. In New York hofft er, seinen Bruder Jamie zu finden, der trotz seiner schottischen Herkunft den Dienst in der englischen Armee angetreten hat. Als Duncan erfährt, dass Jamie zu den Indianern übergelaufen ist, beginnt er zu ahnen, dass man ihn als Lockvogel für seinen Bruder in die Kolonien geholt hat. Als er wieder von Stony Run hört, versucht er dort den Schlüssel für die geheimnisvollen Morde und seinen Bruder zu finden, die Wahrheit über sich selbst, sein schottisches Erbe und den Freiheitskampf zwischen Indianern und weißen Siedlern und Besatzern zu erfahren.

Eliot Pattisons Roman "Das Ritual" basiert auf historischen Zeugnissen, wonach es Mitte des achtzehnten Jahrhunderts Überschneidungen zwischen den Kulturen von Schotten und Irokesen gab, zweier Kulturen, die in Kriegertraditionen verwurzelt sind, ein reichhaltiges Erbe an überlieferten Geschichten aufweisen, zutiefst spirituell sind und sich gemäß der überlieferten Geschichte nur ungern unterordneten. Eine Ursache für diese Bande zwischen Schotten und Irokesen könnte die Erkenntnis gewesen sein, dass beide Kulturen von denselben Mächten bedroht wurden.

Die Handlung von Eliot Pattisons Roman spielt in einer überaus interessanten Zeit. Einer Epoche, die den Beginn der Moderne bedeutet, in der Wissenschaft und Literatur eine Blüte erlebten und die Verbreitung der Druckerpresse dazu führte, die Menschen in neuer Form politisch und kulturell zu verbinden und zu befähigen. Einfach Bürger begannen ihre eigene Identität zu entdecken. Sein Roman, der das Aufeinanderprallen von europäischen Immigranten mit den Eingeborenen der Wälder Amerikas mit einer Krimihandlung verknüpft, wird dabei zur Reminiszenz an James Fenimore Cooper und dessen Werke. Eliot Pattison nähert sich so vielen historischen Fragen wie z. B. warum die Gründerväter Amerikas bei der Gestaltung ihrer Regierungsform Aspekte der irokesischen Liga aufgegriffen haben. Oder wie es kam, dass in einer Zeit voller Gewalt die Mähren sich mitten im Krieg frei zwischen den Stämmen bewegt haben und keiner von ihnen jemals getötet wurde. Oder weshalb außergewöhnliche Familien, in voller Kenntnis der Gefahren ihre Habseligkeiten zusammengepackt haben und in die Wildnis aufbrachen. Oder weshalb sich viele europäische Siedler, die von den Indianern des Waldes gefangen genommen worden waren, nach ihrer Freilassung bei den Stämmen blieben. Insofern bemüht sich Eliot Pattison mit einer spannenden Geschichte und ungewöhnlichen Charakteren um eine interessante Zeit.

Allerdings macht es Eliot Pattison seinen Lesern wieder einmal nicht leicht. Sein Schreib- und Erzählstil ist von Beginn an wie auch bei seinen Tibet-Krimis anstrengend. Um der Handlung zu folgen, Puzzleteile und Fragmente zu einem ganzen zusammenfügen zu können, ist es erforderlich, mit voller Konzentration zu lesen. Dieser gewöhnungsbedürftige Stil kann fesseln - oder nerven. Nicht nur die geheimnisvollen Vorgänge und Rituale überfrachten die Erzählung zum Teil sondern auch das Rätseln der handelnden Figuren und die Lücken in Dialogen, die sich dem Leser schon nur langsam erschließen, dem Protagonisten Duncan jedoch noch langsamer. Was Duncan bis zum Ende des Romans zusammenträgt, ahnt der Leser spätestens nach zwei Dritteln des Romans. Wer sich auf Pattisons typischen Stil einlassen kann, wird aber mit einem sehr lesenswerten Roman und Einblicken in eine spannende Epoche belohnt.

Rütten & Loening hat "Das Ritual" als gebundenes Buch ergänzt mit einer historischen Karte, einer Zeittafel und einem Nachwort des Autors herausgebracht.

"Das Ritual" war für mich ein schleppendes, aber dennoch spannendes und lohnendes Leseerlebnis, das jederzeit meine volle Aufmerksamkeit, manchmal auch mein Durchhaltevermögen gefordert hat. Dennoch würde es mich freuen, mehr von Pattison über diese historisch interessante Epoche und das Zusammenleben von Indianern und weißen Siedlern zu lesen. 3,5 Amazon-Sterne.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gigantisch 21. März 2008
Von Leserin
Format:Gebundene Ausgabe
"Das Ritual" ist ein historischer Krimi der Extraklasse. Die Besiedelung Amerikas wird aus einer ganz besonderen Sicht geschildert, der unterdrückter Schotten nämlich. Wesentliche kulturelle Aspekte deren, im 18. Jahrhundert von den Engländern verbotenen Traditionen, werden mit indianischen Riten auf beeindruckende Weise verknüpft.

Müsste ich das Wesentliche des Buches in wenigen Schlagworten zusammenfassen, käme ich zwangsläufig auf: viele Tote, viele Schläge, viele neue Erkenntnisse, viel Gefühl, viel innerer Kampf (Nein, du liest das Ende nicht vorher. Halte durch!), sehr viel Spannung und dichte Athmosphäre. Das wiederum führt zu: chaotischem Haushalt, Unlust bei der Arbeit, unzufriedenen (weil vernachlässigten) Familienmitgliedern, durchlesenen Nächten. Am Ende bedauerte ich, als ich dieses tolle Buch ausgelesen hatte. Ich könnte gleich noch einmal von vorn anfangen.
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