Eines Nachts wird Montalbano an einen Tatort gerufen. Die Leiche befindet sich zerstückelt in einem Plastiksack. Alle Möglichkeiten zur Identifizierung wie Fingerkuppen für Abdrücke und Zähne sind vernichtet worden. Doch im Magen des Toten findet sich eine Zahnbrücke. Eine erste Spur. Nach und nach tun sich weitere Spuren auf, die zunächst überhaupt nicht im Zusammenhang zu stehen scheinen. Einige Spuren weisen auf eine Tat der Mafia hin.
Nebenbei muß sich Montalbano mit der anhaltend schlechten Laune von Mimì Augello herumschlagen. Wie schön, daß es da noch die bezaubernde Signora Dolores Alfano gibt, die ihren Mann vermißt und nicht nur Montalbano, sondern das ganze Revier in eine Art Atemlosigkeit versetzt.
Die erste Hälfte des Buches ist eher weniger Krimi als ein Ausloten der Persönlichkeiten. Was normalerweise in einem Krimi in diesem Umfang nichts zu suchen hat, macht bei Andrea Camilleri überhaupt nichts aus. Im Gegenteil, es ist eine Freude, Montalbano zu begleiten und mit ihm zu leiden, wo er doch in so einer Art Persönlichkeitskrise steckt. Es menschelt - auch in diesem Buch.
Zudem sollte man meinen, daß Andrea Camilleri in Anbetracht der vielen Montalbano-Fälle, und noch mehr in Anbetracht seines Alters (er war schon deutlich über 80, als er den Krimi schrieb), langsam die Ideen ausgehen. Weit gefehlt. Auch dieser Montalbano-Krimi ist spannend und unterhaltsam. Meine Empfehlung: Lesen!