Der Autor gibt in diesem Buch einen guten Überblick über Entwicklung, Denkweise und auch (Selbst-)verständnis des Rittertums während der verschiedenen Abschnitte des westeuropäischen Mittelalters. Lobend ist hierbei hervorzuheben, dass er nicht bloß von bereits vorhandenen Studien "abkupfert", sondern das Rittertum anhand mittelalterlicher Quellen einer Analyse unterzieht.
Sind die ersten Kapitel noch sehr sachlich und präsentieren bloß die Fakten, so ändert sich dies, je näher man dem Ende des Buches kommt - hin zu einem, wie ich finde, leicht überkritischen Stil (was mich davon abhält, 5 Sterne zu vergeben).
Alles in allem ein gutes Werk für eine allgemeine Übersicht, wer hier jedoch eine tiefstgehende Abhandlung erwartet, wird wohl eher enttäuscht werden.