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Das Rennen Taschenbuch – Februar 2008

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 168 Seiten
  • Verlag: Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag (Februar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150201527
  • ISBN-13: 978-3150201527
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 221.904 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

nkel Landschaften vorbeifliegen. (...) Wundgerieben von den Strapazen und berauscht von der schieren Belastbarkeit seines Körpers, vom Rhythmus der Bewegung, kommt Krabbé der Magie des Sports auf die Spur, aus der sich die Sehnsucht speist, einmal ein Held sein zu dürfen ..." (Die Welt)

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Nach rechts. Anstieg über 5 Kilometer zum Causse Méjean. Ich habe mich ein Stück nach hinten fallen lassen; ich bin in der Mitte des Feldes.
Durcheinander. Ein Fahrer schaltet, trifft daneben, fliegt fast über seinen Lenker, flucht. Zwanzig Fahrer vor mir, eine ganze Straße voll. Ich erkenne Lebusque, ein Segelflugzeug zwischen den Staren.
Bei Anstiegen reißen sofort die schlimmsten Löcher auf, ich muss hindurch. Schwankend halte ich nach Durchlässen Ausschau. Panik, dass sie mich allein lassen, noch spüre ich meine Pedale nicht. Ich tippe ein Hinterrad an, ich schlingere, ein anderer stößt sich von mir ab, ich lande im Straßengraben, kein platter Reifen. Flitz flitz. Zwei Fahrer weg. Mit einigen wenigen Tritten fahren sie aus meinem Rennen davon. Reilhan und Guillaumet. Die echten Klassefahrer - zwischen den Rennen mache ich mir nur selbst etwas vor. Sie sind sofort gut weggekommen. Am Berg zu attackieren ist äußerst effektiv, aber auch das Schwerste, was es gibt. Bahamontes, Fuente konnten das zwanzigmal hintereinander, wie rammelnde Kaninchen. Alle Kletterer guten Durchschnitts warnen einander vor dieser Sorte von Männern. Nicht dranhängen. Doch dranhängen? Dann ziehen sie noch mal an, sie lassen dich am Gummiband krepieren. Doch währenddessen werde ich namenlos Zehnter. Ich muss mich damit abfinden. Ich kann nur tun, was ich tue, und so weitermachen.
Ich bin nun vorne in unserem halb ausgerissenen Feld gelandet. Dritte Position. Dort bleibe ich; die beiden vor mir fahren schnell genug. Nach einer Weile wird mir klar, wer sie sind: Lebusque und Kléber, nebeneinander. Lebusque auf den Pedalen stehend mit einer riesigen Übersetzung, aber trotzdem gleichmäßig. Kléber sitzend. Halb neben mir stampfend, ächzend, aber überraschend, Barthélemy.
Allmählich finde ich einen Rhythmus. Klettern ist ein Rhythmus, ein Rausch, man muss die Proteste seiner Organe beschwichtigen.
Die Straße ist verlassen, schmal. Hier hat alles mit Stein zu tun. Steinchen auf dem Weg, überhängende Felsen. Überall das verblichene Elefantengrau von Stein. Entlang der Straße Klatschmohn und Hundertmeterpfosten. Viel Klatschmohn und wenig Hundertmeterpfosten. Eine Haarnadelkurve, hin und wieder ein Blick nach unten. Alles ist da: Höhe, klares Wasser, bizarre Felsen. "Die Fahrer hatten keine Zeit, die herrliche Landschaft zu betrachten." Ein Hundertmeterpfosten.
Ich fahre dreiundvierzig mal achtzehn. Zu hoch. Ich werde aufs Neunzehner müssen, aber wenn ich damit bis zu diesem Pfosten warte, steht fest, dass ich das Rennen doch noch gewinnen werde. Interview mit dem Mechaniker von Lucien van Impe nach einer großen Bergetappe: "Sein Zweiundzwanziger war noch völlig sauber." Bedeutet: Er fuhr mühelos heute, dieses Schmerzmittel hat er nicht gebraucht.
Ich schalte. Dreiundvierzig neunzehn: die Übersetzung für den unerschütterlichen Kletterer. Wie in Himmels Namen ist es nur möglich, dass ich jedes Mal wieder Rennen fahren will.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Alexandra Egli am 4. Juni 2006
Format: Gebundene Ausgabe
...selbst kein Radrennsportler sind, wenn es Sie auch nicht interessiert, wer die Tour de France gewinnt oder wenn Sie gar meinen, Radrennen seien eine ganz und gar langweilige Sache, sollten Sie trotzdem dieses kleine Büchlein nicht verpassen, denn immerhin hat diesen autobiografischen Roman kein anderer geschrieben als Tim Krabbé, einer der erfolgreichsten niederländischen Autoren. Die Geschichte eines Radrennens in den Cevennen beeindruckt durch ihren atmosphärisch dichten Schreibstil und klärt endlich mal auf über Gefühle, Antrieb, Taktiken und Beweggründe der Radrennsportler. Ich persönlich habe mich ja immer schon gefragt, was einen Menschen dazu bringt, sich am Rande der Erschöpfung in gleißender Hitze oder Dauerregen über einen Bergpass zu quälen. Seit ich "Das Rennen" gelesen habe glaube ich, ein bisschen besser zu verstehen, was in den Köpfen der Sportler vorgeht. Starten Sie mit Tim Krabbé im Jahre 1977 zu einem Rennen über 137 km. Er wird Sie mitnehmen über vier Berge und viereinhalb Stunden Dauertortur durch Hitze und Kälte. Sie werden glauben, mit ihm auf dem Rad zu sitzen, werden seine Erschöpfung spüren und seinen Siegeswillen. Und am Ende werden Sie sich im Stuhl zurücklegen und denken: Wow, was für eine Anstrengung!

Tim Krabbé gehört zu den absoluten Könnern seines Faches. Er kann einfach gut schreiben, was er auch in seinen Romanen "Das goldene Ei" oder "Die Grotte" eindrucksvoll bewiesen hat, wobei "Das Rennen" schon ein bisschen "outstandig" ist, passt es doch nicht wirklich zu den bisherigen Veröffentlichungen des Autors. Es ist ein Sportroman, aber dadurch nicht minder lesenswert.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Uli Geißler TOP 500 REZENSENT am 13. August 2006
Format: Gebundene Ausgabe
Schnell ist der Einstieg in das unscheinbar daherkommende Büchlein geschafft. Der Autor nimmt einen ohne Umschweife in seinem autobiographischen Roman mit zur Radrennstrecke. Es ist, als gehöre man zum Team oder sei zumindest der Motivationstrainer oder besser noch der psychologische Beichtvater. Ab der ersten Seite schon gehört man schon zum Team.

Akribisch beschreibt der Autor und spät berufene Rennradler Krabbé ziemlich schnell über – nein – aus dem Rennverlauf des Amateur-Rennens in den Cevennen, die Mt. Aigoual-Rundfahrt über 137 km und vier Pässe, allerdings zu einer Zeit, als es noch keine Dopingprobleme – außer der Einnahme einiger Feigen, Bananen, Orangen oder Butterbrote – gab, beziehungsweise man zumindest nicht darüber erfuhr.

Der unabwendbare innere Drang zu gewinnen ist handlungsleitend und für einen Rennfahrer absolut erforderlich und nachvollziehbar. Trotzdem gelingt es dem rasenden Krabbé gut, Verständnis hinter die oftmals wenig nachvollziehbare Taktik der Teams oder einzelner Fahrer zu erzeugen. Es ist eine Beschreibung von Innen heraus und fast in Echtzeit verfolgt man die einzelnen Kilometer, deren Überwindung oft genug eine blanke Qual für die Rennfahrer darstellen. Man schwitzt und friert mit, lechzt nach der wohltuenden Flüssigkeit aus der Trinkflasche oder den zermatschten Orangenschnitzen aus der Trikottasche.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von MG am 2. September 2006
Format: Gebundene Ausgabe
Über Sport zu schreiben, das ist so eine Sache. Trotz dessen ständig wachsender Bedeutung sind die meisten Versuche, Sport und Literatur zu verbinden, wenig überzeugend.

Eine Ausnahme ist Tim Krabbés wieder aufgelegter Radsport-Klassiker "Das Rennen" von 1978. In klarem, realistischen Duktus nimmt er ein im Grunde unbedeutendes Amateurrennen zum Anlass, aus Sicht des Teilnehmers die Psyche der Fahrer auszuleuchten und gleichzeitig das Wesen des Radsports zu analysieren. Ohne metaphorische Überfrachtung, ohne Überhöhung, ohne Klischees. Großartig.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Pepe4711 am 19. August 2006
Format: Gebundene Ausgabe
In diesem Buch sitzt Tim Krabbé auf dem Rennrad, und während ca. vier Stunden radelt er durch die Cevennen, und nach 137 km wissen wir, was ein Radrennfahrer so alles durchstehen muss, um ganz am Schluss im Sprint wegen ein paar weniger Zentimeter als Gewinner oder Verlierer (= Zweiter) dazustehen.

Tim Krabbé schreibt in seinem Buch über die Taktiken beim Radsport, erzählt in Rückblenden von vergangenen Rennen, von den Ängsten bei der Abfahrt, von den Schmerzen beim Erklimmen von Pässen und von gegenseitiger Hilfe unter Freunden, um die Gegener auszutricksen bzw. vom Siegen abzuhalten. -- Wer "Fever Pitch" von Nick Hornby mag, wird "Das Rennen" von Tim Krabbé erst recht lieben, denn bei der Lektüre werden sich sogar Sportmuffel köstlich amüsieren und ausgezeichnet unterhalten.

Tim Krabbé ist offenbar ein Alleskönner. In der Schachwelt kennt man ihn als Grossmeister, im Radsport hat er ein paar Amateurrennen gewonnen, und zudem ist er einer der erfolgreichsten Autoren Hollands.
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