"Das Rennen zum Mars" handelt von einer privat finanzierten bemannten Mars Mission - privat finanziert deshalb weil die aufgeblähte NASA Organisation es nicht kostengünstig realisieren kann.
Der Clou an der Geschichte ist der, daß ein 30 Milliarden Dollar Preisgeld demjenigen winkt, der als erster vom Mars mit Gesteinsproben etc. zurückkehrt.
Also gibt es 2 Parteien, die dieses Rennen führen. Ein (natürlich) amerikanisches Team und ein europäisch/chinesisches Team.
Gregory Benford erzählt ziemlich treffend wie diese private Mars Mission finanziert wird, u.a. durch Werbung und Fernsehauftritte. Dies beschreibt er mit deutlichen Seitenhieben gegen die Medien und die Werbung. So wird z.B. ein Schokoriegel auf dem Mars (mit gleichlautenem Namen) angepriesen.
Aber dies ist nur ein Aspekt dieses Buches. Die Mars Mission ist aus technischer Hinsicht sehr detailiert aber dennoch einfach erklärt und alles basiert auf aktuellen Forschungsergebnissen, so daß man bei diesem Buch mehr von "Science" als von "Fiction" reden muß. Auch was das Mars Leben angeht hält sich Benford sehr an aktuelle Forschungsergebnisse von möglichen Leben auf dem Mars. Alles in allem wesentlich ist das Buch wesentlich realistischer als "Weißer Mars" von Brian W. Aldiss.
Kleinere Mankos gibt es auch bei diesem Buch. Stellenweise hätte ein wenig mehr "Action" gut getan. Auch die Einschätzung, daß das 2. Mars Team von Airbus unter der Führung von China antritt halte ich für falsch. Nebenbei wird die europäische Weltraum Agentur ESA im Prinzip gar nicht erwähnt...
Für Leser von Hard-SF bzw. Forschungs-SF ist dieses Buch unbedingt empehlenswert - Leser, die mehr "Fiction" statt "Science" bevorzugen sollten vielleicht nochmals drüber nachdenken. Schlecht ist das Buch aber nicht.