Ich war auf der Suche nach einem neuen Fantasy-Buch, als mir "Das Regenbogenschwert" in die Hände fiel. Das Cover erinnert stark an Terry Pratchett-Bücher, was mich aber eigentlich nicht zum Kauf animierte. Auch anhand der Inhaltsangabe konnte ich mir nicht wirklich ein Bild vom Inhalt des Buches machen, oder davon, ob es gut ist oder nicht. Nach dem Lesen der ersten paar Seiten stellte ich mit großer Zufriedenheit fest, dass ich mit diesem Buch mal wieder einen Treffer gelandet hatte. Zwar mag es nicht wirklich was neues in puncto Fantasy sein, was den Inhalt der Geschichte anbelangt... Was mich aber an dem Buch fesselt, sind die lockere und zeitgemäße Erzähl- und Sprechweise der Charaktere und die heitere, sonnige Note des Humors, mit dem es geschrieben ist. Anders als Terry Pratchett, der meiner Meinung nach krampfhaft versucht, witzig zu sein, habe ich beim Lesen vom "Regenbogenschwert" wirklich oftmals über Kleinigkeiten herzlich lachen müssen. Ob über den Drachen, der anstatt eines Goldschatzes eine Schmetterlingssammlung in seiner Höhle hortet oder das melancholische und feige Einhorn, das der 'Hauptdarsteller' Prinz Rupert als Reittier benutzt (!!!)... Und dann sind da noch die Namen, welche die Charaktere tragen. Die ganze klassische Fantasy-Suppe wird hier einfach auf sehr humorvolle und liebevolle Weise auf den Kopf gestellt. Eine nette, schnuckelige Geschichte für die kommenden Winterabende. Eine tolle Bett- bzw. Badewannenlektüre!