Da ich selber Mutter ausländischer Adoptivkinder bin, habe ich mit großem Interesse dieses Buch gelesen.
Schon auf der ersten Seite musste ich heftig schlucken: "... wenn das Kind dazu noch schwarz ist und offensichtlich kein leibliches Kind der Familie ist,...". Bitte gestehen Sie mir diese Anmerkung zu, ich habe eine schwarze Katze, aber dunkelhäutige Kinder, die offensichtlich nicht leiblich sind. Es drängt sich mir sehr schnell die Frage auf, ob hier ein Kind gesucht wird, dass sich nach Möglichkeit auch rein optisch in die Familie einfügt. Ein Kind, das rein äusserlich auch als leibliches Kind durchgeht.
Wobei wir auch schon beim weiteren Verlauf des Buches sind. Es wird der eigene Adoptionsverlauf und auch der bekannter Familien beschrieben. Und immer ist der Weg der gleiche. Man fliegt in die Ukraine und sucht sich dort ein Kind aus. Man bekommt einen "Wust von Bildern" und kann sich nicht entscheiden. Nach welchen Kriterien auch? Passt die Haarfarbe? Ist das Näschen nicht ähnlich wie bei Mami, könnten sich die Gesichtszüge so ähnlich entwickeln wie bei Papi?
Nicht umsonst gibt es strenge Vorgaben bei der Adoption von Kindern, alle nachzulesen im Haager Abkommen zum Schutz von Kindern.
Ich kann mich nicht daran erinnern dort gelesen zu haben, dass Eltern in ein Land fliegen und sich Kinder aussuchen sollen.
Es ist sehr wichtig, dieses Buch mit den richtigen Augen zu lesen. Es dient als Bespiel dafür, wie eine Adoption nie von statten gehen darf.