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51 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
gut recherchierte, spannende und leichte Kost zum Mitfühlen, 12. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Das Rätsel der Templer: Roman (Gebundene Ausgabe)
Einmal etwas ganz anderes. Ein Buch gemixt aus gut recherchierter History und SciFi. Einmal sind da die tapferen Tempelritter aus dem Mittelalter und auf der anderen Seite die Welt von heute mit der neuesten Technik und noch mehr. Gut verwoben ist die Geschichte von Gero, der das Ende der Tempelritter miterleben muss und noch versucht zu retten was zu retten ist. Auf der anderen Seite der Zeit ist Hannah, eine junge emanzipierte Frau die mit beiden Beinen im Leben steht. Durch einen vermeintlichen technischen Fehler, wird Gero mit seinem Knappen ins Jahr 2004 transferiert. Und damit beginnt die Jagd nach dem Ritter, der Zeit, der Rettung der Tempelritter und dem "Haupt der Weisen". Die Autorin hat es bravurös verstanden, den Spannungsbogen von Beginn bis zum Schluss des Buches durchzuhalten. Mit viel Liebe zum Detail haucht sie ihren Gestalten aus der fernen vergangenen Zeit Leben ein und erweckt damit beim Leser den Eindruck, mitten im Geschehen zu stehen. Man fühlt und fiebert mit den Protagonisten mit und entwickelt für jeden einzelnen nicht nur Sympathie, sondern lebt viele Szenen empathisch mit. Mit viel Feingefühl und einer Prise Humor führt einem die Autorin durch das Mittelalter und die Neuzeit. Nie wirken die Zeitsprünge unglaubwürdig oder kitschig. Natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz und beendet man das Buch, so fehlen einem die liebgewonnenen Figuren. Liebhaber historischer Bücher die einmal etwas Abwechslung suchen, sind mit diesem Buch bestens bedient. Der Schluss ist vielleicht etwas "zu gut gemeint", so aller "Hollywood-Dramatik". Als buntes Lesevergüngen aber zu empfehlen! Als sehr großes Manko allerdings empfinde ich (Vielleserin und Bücherliebhaberin), dass es dieses Buch nicht als Hard-Cover gibt......
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76 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Phantastische Geschichte, 31. Oktober 2008
"Die Forschungsarbeiten der Raum-Zeit-Synchronisation basieren auf der Theorie, dass die Zeit nicht nacheinander ablaeuft, wie es uns unsere persoenliche Wahrnehmung vorgaukelt, sonder parallel zueinander und manchmal auch umgekehrt." (Dr. Thomas Stevendahl vom "Center of Accelerate Particles in Universe and Time" - "CAPUT") In den frühen Morgenstunden am Freitag, den 13. Oktober 1307 laesst der franzoesische Koenig Philipp IV., genannt der Schöne, alle Angehörigen des Templerordens festnehmen, denen seine "Gens Roi" habhaft werden können. Zu den Anklagepunkten, die gegen die Templer erhoben werden, gehört neben Blasphemie und Sodomie auch der Vorwurf der Idolatrie, die Verehrung eines geheimnisvollen Hauptes..... In ihrem (nach "Die Gegenpäpstin") zweiten veröffentlichten Roman nimmt Martina Andre das Thema um die Verhaftung der Templer und Spekulationen darüber auf, dass ein engerer Kreis in der Fuehrung des Ordens bereits zuvor von den Absichten des französischen Monarchen Kenntnis hatte. Neben diesem bereits faszinierenden historischen Szenario, entwickelt sie in der Gegenwart des Jahres 2004 eine zweite Science-Fiction-Handlungsebene, um die geheimen Experimente des "Center of Accelerate Particles in Universe and Time", dessen abgekürzte Bezeichnung bereits einen Bezug zum legendären "Caput LVIII" herstellt. Im Laufe des auch in seinem Umfang gehaltvollen Romans (749 Seiten Handlung) gelingt es Andre beide Zeitebenen in einer Weise zu verweben, die einem "Timeline" in nichts nachstehen. Im Unterschied zu Michael Crichton sind ihre Charaktere jedoch plastischer, die Protagonisten lebendiger und damit überzeugender geraten. Den historischen Passagen des Romans liegt eine umfangreiche Recherche zugrunde, was sich in einer Vielzahl geschichtlicher Fakten und filigraner Details, insbesondere im Hinblick auf die Tempelritter zeigt. Als kleine Schönheitsfehler fallen jedoch ein paar historische/-geographische Ungenauigkeiten auf. Bertrand de Blanchefort (1156 bis 1169) war nicht der vierte, sondern der sechste Großmeister des Templerordens. Seine Heimat befand sich nicht in Franzien, sondern im Languedoc, das damals den Grafen von Toulouse und deren Vizegrafen gehörte und erst nach den Albingenserkriegen dem Herrschaftsbereich des franzoesischen Koenigs eingegliedert werden sollte. Die Katakomben, in denen Blanchefort Grabungsarbeiten vornehmen ließ, lagen in der Nähe seines Familiensitzes und daher nicht in der Provence. Im Jahre 1307 plante der Deutsche Ritterorden keinen Kreuzzug mehr in die wendischen Gebiete. Alle Stämme der Westslawen waren zu dieser Zeit bereits katholisch christinanisiert worden, die militärischen Aktivitäten richteten sich nach der Bezwingung der Pruzzen vielmehr mit den "Litauerfahrten" gegen einen anderen heidnischen, baltischen Stamm. Der Autorin ist es zudem gelungen einige Bonbons einzubauen, die jedoch nicht wie z. B. in den Filmen um "Die Zeitritter" zu bloßem Klamauk geraten, wenn sich der Tempelherr Gero von Breydenbach in mittelhochdeutsch artikuliert oder an einem Hubschrauber das achtspitzige Kreuz des konkurrierenden Hospitaliterordens ausmacht. Neu und damit einzigartig gegenueber anderen Templer-Romanen sind schlüssige Erklärungen der aussergewoehlichen Faehigkeiten und Mysterien der Templer, insbesondere der Eigenschaften des "Heiligen Grals", deren neuen Dimensionen sich Martina Andre aufgrund ihrer genialen Genre-Mixtur bedienen kann. Mit der im rheinischen Siebengebirge gelegenen ehemaligen Zisterzienserabtei Heisterbach gibt es zudem noch eine Portion Heimatkunde und nicht zuletzt die Mitwirkung US-amerikanischer Einrichtungen wie der "NSA" verleihen dem Roman Thrillerqualitäten. Zum Abschluss gibt es noch zwei historische Landkarten (Outremer und Mitteleuropa, sowie einen Lageplan der Abtei Heisterbach. Für die Hörbuchumsetzung des 757seitigen Romans wäre im Hinblick auf den Tempelherrn Gero von Breydenbach zwar eine mehr sonore Stimme wünschenswert gewesen. Dennoch vermittelt die Lesung Siegfried Knechts dem Zuhörer auf 21 Audio-CDs insgesamt 25 Stunden und 41 Minuten die Hochspannung einer faszinierenden und packenden "phantastisch-historischen" Geschichte, die das Format zum Klassiker hat und besonders für, bzw. gegen lang(e)-weilige Autobahnfahrten empfohlen werden kann. Da auch das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, ist eine Bewertung mit 5 Amazonsternen angemessen.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Fesselnd bis zur letzten Minute, 6. Mai 2009
Dieses (Hör-)buch hat Stärken und Schwächen... aber weitaus mehr Stärken als Schwächen. Die Handlung selber sei hier nicht weiter erläutert, um nicht die Spannung vorwegzunehmen. Was sind also die Stärken? Zunächst einmal ist es einfach ungeheuer spannend. Es bringt Unterhaltung. Ja, zugegebenermaßen ist das nicht die Stärke, die Literaturkritiker unbedingt an die Nummer eins stellen, aber es ist das, was ich von einem Hörbuch erwarte: es soll mich unterhalten. Und bei diesem Hörbuch fiel es mir jeden Morgen schwer, aus dem Auto auszusteigen, das Buch zu unterbrechen, am liebsten würde man endlos ins Blaue fahren und weiter mitleben und mitleiden. Die Verknüpfung von Mittelalter und Zukunft ist zwar als Idee für einen Roman nicht gerade neu, in diesem Buch jedoch atemberaubend fesselnd durchgezogen. Kein historischer Roman, kein SciFi, nein, einfach ... beides. Hervorzuheben ist die hervorragende Recherche über das Mittelalter, die Templer, deren Geschichte und Kultur, die nur an winzigen Kleinigkeiten scheitert, die wirklich tolerabel sind - einem "normalen" Leser fallen sie nicht auf, selbst wenn er in entsprechenden Quellen nachforscht. Auf einzelne Fehler wurde ich durch einen Mediävisten und durch eine der Rezis hier im Forum aufmerksam, Datendreher und ähnliches; die eigentliche Recherche ist allerdings sauber und konsequent durchgeführt worden. Was sind nun die Schwächen? Gut, wer in einem Roman die romantische Ader nicht mag, ist hier falsch beraten. Wer sich an bestimmten Klischees stört, sollte ebenfalls die Finger von diesem Buch lassen - ja, alle Templer sind hier in diesem Buch jung und schön, alle Frauen sind Engel... Ebenso darf man sich nicht daran stören, wenn zur Rettung der Handlung der plötzliche reine Zufall eine entscheidende Rolle spielt - warum hat die weibliche Rolle ausgerechnet Mediävistik studiert, warum spricht sie dann zwar althochdeutsch, aber kein Neufranzösich? Warum landet der Templer ausgerechnet auf einer Mittelalterparty, als er im Jahr 2004 landet? Die Liste lässt sich endlos fortsetzen, die Autorin liebt solche Zufälle. Wen das nicht stört und sich auf einen gewissen Romantikfaktor einzulassen weiß, erhält allerdings beste Unterhaltung.
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