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Das Rätsel der Donauzivilisation: Die Entdeckung der ältesten Hochkultur Europas [Gebundene Ausgabe]

Harald Haarmann
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

6. Dezember 2012
In den letzten Jahren haben Archäologen immer mehr Belege dafür gefunden, dass es zwischen dem 6. und dem 3. Jahrtausend v. Chr. auf dem Balkan eine Hochkultur gab, die bereits vor den Mesopotamiern die Schrift kannte. Harald Haarmann führt in seinem Buch erstmals umfassend in diese bisher unbekannte, in vielem noch rätselhafte alteuropäische Kultur ein. Er beschreibt Handelswege und Siedlungen, Kunst und Handwerk, Mythologie und Schrift der Donauzivilisation, geht ihren Ursprüngen am Schwarzen Meer nach und zeigt, welchen Einfluss sie auf die Kultur der griechischen Antike und des Vorderen Orients hatte.

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Das Rätsel der Donauzivilisation: Die Entdeckung der ältesten Hochkultur Europas + Die Indoeuropäer: Herkunft, Sprache, Kultur + Weltgeschichte der Sprachen: Von der Frühzeit des Menschen bis zur Gegenwart
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 286 Seiten
  • Verlag: Beck; Auflage: 2., durchgesehene Auflage (6. Dezember 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406622100
  • ISBN-13: 978-3406622106
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,8 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 82.081 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein faszinierendes Buch über das verfallende römische Straßensystem (...)" Steffen Richter --Tagesspiegel, 24. Dezember 2011

Über den Autor

Harald Haarmann, Dr. phil. habil., geb. 1946, studierte Allgemeine Sprachwissenschaft und verschiedene philologische Einzeldisziplinen an den Universitäten Hamburg, Bonn, Coimbra (Portugal) und Bangor (Wales). Er lehrte und forschte an verschiedenen deutschen und japanischen Universitäten. Er ist Mitglied im Forscherteam des Research Centre on Multilingualism (Brüssel). Für seine Arbeit erhielt er diverse Preise: Prix logos (1999) der Association européenne des linguistes et des professeurs de langues (Paris) und den Premio Jean Monnet (1999) im Bereich Essayliteratur. Harald Haarmann lebt und arbeitet in Finnland.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
31 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Hintergrundleuchten Alt-Europas 26. November 2011
Von timediver® HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
In der langen Reihe seiner Veröffentlichungen hatte sich der renommierte Sprachforschers Dr. phil. habil. Harald Haarmann bereits zweimal schwerpunktmäßig mit der alt-europäischen Donauzivilisation befasst: "Geschichte der Sintflut: Auf den Spuren der frühen Zivilisationen und "Einführung in die Donauschrift. Nunmehr legt Haarmann das vollständiges Puzzle einer 7 Jahrtausende alten Zivilisation vor...

Gleich zu Beginn des Buches überrascht der Autor seine Leser mit einer Dokumentation des Kulturniveaus der Alteuropäer, das neben manchen Überraschungen auch etliche Rekorde im weltweiten Vergleich zu bieten hat. So entstanden die ältesten Großsiedlungen von Stadtgröße nicht in Mesopotamien, sondern in Alteuropa. Larissa und Varna sind mit ihren Siedlungsspuren als kontinuierlich bewohnte Orte doppelt so alt wie Athen oder Rom. Neben Einfamilienhäusern mit mehr als 100 qm Grundfläche erbauten die Alteuropäer die ersten zweigeschossigen Reihenhäuser der Welt . Das Töpferrad als Vorläufer der Töpferscheibe wurde in Alteuropa entwickelt und tritt erst später als technische Erneuerung in Mesopotamien auf. Neben den ersten verwendeten Rollsiegeln, wurden auch die ersten Brennöfen zur Herstellung hochwertiger Keramikprodukte zuerst in Alteuropa in Betrieb genommen. Im ausgehenden 6. Jahrtausend v. Chr. wurde die Technologie des Metallgusses erstmals in Alteuropa angewandt. Hier wurden auch die frühesten Systeme zur Notation von Zahlen und ein Schriftsystem entwickelt. Bereits Jahrtausende vor den Griechen der Antike wurde kelterten die Alteuropäer Wein und aßen Kirschen, Erbsen und Petersilie.

Beginnend bei den frühen Ackerbauern in Südosteuropa mit denen der Übergang zum Neolithikum einsetzte, beschreibt Haarmann die Entwicklung, Aufstieg, Errungenschaften, Niedergang und kulturelle Nachwirkungen der Donauzivilisation in elf Kapiteln. Durch Kontakte über die einstige Landbrücke am Bosporus, die durch "die Sintflut" um 6700 v. Chr. eingerissen werden sollte, begann die formative Periode Alteuropas, die schließlich einige Regionalkulturen entstehen ließ. (Eine Synopse zeigt die Kulturchronologie Südosteuropas im Neolithikum und Chalkolithikum). Im zweiten Kapitel begibt sich Haarmann auf die Spuren der (vor-indoeuropäischen) Alteuropäer, die diese im genetischen Fußabdruck und späteren Sprachen hinterlassen haben. Der Wirtschafts- und Lebensraum mit seinen Handelsgütern und -routen, Architektur und Siedlungen, sowie Kultstätten und Gräber ist das Thema von Kapitel der. Während sich Kapitel vier ausführlich mit Handel und Kunst beschäftigt, setzt sich das fünfte Kapitel mit Fragen zum Matriarchat oder Matrilinearität , Familien und Sippen in einem Modell einer egalitären Gesellschaft auseinander. Religion und Mythologie mit dem Weltbild von Wildbeutern und Ackerbauern, weiblichen Gottheiten, Stierkult und andere Ritualen sind Gegenstand des sechsten Kapitels. Nachdem im siebten und achten Kapitel das Zählen, Messen und Registrieren sowie die Erfindung der Schrift thematisiert werden, bietet das letzte einen Einblick in die politischen und kulturellen Umbrüche ab ca. 4500 v. Chr., die zum Niedergang der Donauzivilisation führen sollten. Durch den balkanisch-altägischen Kulturdrift konnte jedoch ein Netz von kulturellen Traditionen und Technologien in den ägäischen Raum gelangen. Neben handwerklichen Technologien, der Architektur und der Anlage von Siedlungen, Sprache,Kommunikation und Schriftsystemen ist hierbei vor allem an die große Göttin und ihre Töchter, aber auch das Geheimnis der minoischen Doppelaxt zu denken.

timediver® konnte sich bereits bei einem Besuch des Archäologischen Museums in Varna/Bulgarien (2006) - wo der älteste Goldschatz der Menschheit ausgestellt wird - und bei Besuchen der Archäologischen Museen von Iraklio/Kreta (1989/2002), Athen (1995) und Nicosia/Zypern (1992, 1994, 2011) vom "Hintergrundleuchten Alteuropas" (so Haarmann in seinem Epilog) überzeugen.

Der mit einem 15seitigen Literaturverzeichnis abschließende, reich illustrierte Band ist mit 5 Amazonsternen zu bewerten.
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neues aus dem alten Europa 3. Juni 2012
Von Biene Maya 2013 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Europa hat, wenn man der herkömmlichen Geschichtsschreibung glaubt, doch recht lange gebraucht, um die Steinzeit hinter sich zu lassen und eigene kulturelle Leistungen zu erbringen. Die Wiege der Zivilisation wird doch eher im Zweistromland verortet oder allenfalls noch im Alten Ägypten. Dass man den alten Europäern damit möglicherweise Unrecht tut, sollen neue archäologische Funde aus den Balkanländern, vor allem aus Bulgarien, Ungarn, Rumänien und Ex-Jugoslawien sowie der Ukraine beweisen. Der Sprach- und Kulturwissenschaftler Harald Haarmann greift archäologische Funde, sprachwissenschaftliche Erkenntnisse und nicht zuletzt auch Mythen der Völker um das Schwarze Meer auf, um zu zeigen, dass unser vertrautes Bild vom alten Europa, vor den Griechen zumindest, einer gründlichen Überarbeitung bedarf. Vieles, was in Osteuropa durch Archäologen und Sprachwissenschaftler in den vergangenen 50 Jahren ans Licht gebracht wurde, kann erst in jüngster Zeit ausgewertet und in seiner Gesamtheit beurteilt werden, da die Erkenntnisse oft nicht durch den Eisernen Vorhang sickerten und auch in den eigenen Ländern häufig aus ideologischen Gründen zurückgehalten wurden. 7000 Jahre Zivilisation in Europa, eine Schrift, die sich noch vor Eintreffen der indogermanischen Sprachfamilie entwickelte und ausgeprägte Stadtstaaten auf dem Balkan lange vor den alten Griechen, waren dementsprechend bisher schwer vorstellbar, wenngleich die im Buch vorgestellten archäologischen Befunde bereits seit längerer Zeit bekannt sind. Es erscheint eben als besondere Schwierigkeit, sich von alten, liebgewonnenen Weltbildern neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu verabschieden. Harald Haarmann berichtet allgemeinverständlich und gut nachvollziehbar, wie sich die Zivilisation auf dem Balkan entwickelte, welche Wirtschaftsformen bestanden und welche Handelsverbindungen hergestellt wurden. Gesellschaft, Religion, Handwerk und Landwirtschaft werden durch archäologische Quellen untermauert dargestellt. Die Kultur der alten Europäer führte schließlich sogar zu einer eigenen Schriftlichkeit und der Verwendung von Zahlen, was nebenbei im Buch auch sehr gut deutlich gemacht wird, viel mehr miteinander gemeinsam hat, als gemeinhin angenommen.
Das Buch zeichnet ein Bild von Alt-Europa, das vor allem dem Laien sicher erstaunlich vorkommen wird, da man Dinge wie Schrift oder Architektur sonst kaum mit dem Ende der Jungsteinzeit in Verbindung bringt. Dass die Schlussfolgerungen von Haarmann nicht unbedingt unumstritten sind, geht aus verschiedenen Rezensionen hervor, die hier zu lesen sind. Das Buch besticht aber durch seine allgemeinverständliche Darstellung der bisher nahezu unbekannten Funde in Osteuropa und durch Freude an intellektuellen Herausforderungen, die den Wissenschaftler (und Leser) bei der Interpretation der Funde erwarten.
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Führer zur ältesten Hochkultur Europas? 1. April 2012
Von Jaun Hans-peter TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Das reich illustrierte Werk von Harald Haarmann, bekannter Kenner alter Schriften, präsentiert eine fraglos aufschlussreiche Arbeit über die sogenannte Donaukultur, die erste europäische Hochkultur, welche im 6.-4. Jahrtausend vor Chr. Südosteuropa bevölkert hat. Für die Leserschaft erweist sich die breite thematische Sicht (Wirtschaft, Kultur, Religion, Mythologie, Handwerk und Schrift) als Vorteil, um den Stellenwert dieser Zeitspanne als Kulturbringer für das antike Griechenland abschätzen zu können. Als sehr informativ und nützlich erweisen sich seine Ausführungen über das Zählen, Messen, Registrieren und das erste Schriftsystem, ein Themenkreis, in dem sich der Autor zuhause fühlt.

Die Bedeutung dieser Arbeit liegt darin, dass erstmals einem breiteren Publikum die Existenz einer Kultur nahe gebracht wird, welche längere Zeit nur einem kleinen Kreis von Fachleuten bekannt war. Als Schwachpunkt kann die Fixierung auf einen Kulturkreis bezeichnet werden, dessen Ursprung und dessen Einfluss nicht vollends ausgeleuchtet werden. Interessant wären klärende Fragen auf die Auswirkungen auf Mitteleuropa oder auf das frühe, nahe gelegene Italien! Hier bleibt er seiner Leserschaft viele Fragen schuldig. Dies gilt auch für die möglichen Folgen auf den Ursprung der Hochkulturen in Mesopotamien und Ägypten.

Nicht die Mängel und offenen Fragen gilt es zu würdigen, sondern die Folgen dieses Panoramas auf weitere Arbeiten, welche sich mit dem frühen Europa und dem historischen Stellenwert des Balkans in Verbindung zum noch älteren Göbekli Tepe befassen werden. Vor diesem Hintergrund darf diese Arbeit keineswegs unterschätzt werden. Im Gegenteil, wir stehen vor einer Revolution des Geschichtsbildes des prähistorischen Europas!
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5.0 von 5 Sternen Noch nicht gelesen
Hab das Buch noch nicht gelesen. Ist aber in bester Verfassung und kam mehr als pünktlich an. Fragen Sie mich in vier Woche nochmal.
Vor 5 Monaten von Eheleute Schumann veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Ein sehr informatives flüssig geschriebenes Sachbuch
Das Buch vermittelt in klarer,knapper Darstellung einen
lebendigen Überblick über eine auch dem interessierten Laien bisher praktisch unbekannte Periode der... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Gärtner veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Spannendes Buch zur Urgeschichte Europas
Dass Urgeschichte schon mehr sein kann als irgendwelche verstaubten Pötte in Heimatmuseen, beweist z.B. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von RockBrasiliano veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Große Klasse
Ein außerordentliches Werk, dicht und fundiert, kenntnisreich und spannend,
bereichsübergreifend Archäologie/ Linguistik. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Peter Otto Wolff veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Gewagte Spekulationen
Harald Haarmann entwirft ein beeindruckendes Bild einer Hochkultur (im deutschsprachigen Raum spricht man von Kulturen, nicht von Zivilisationen - wie in einer Rezension bereits... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von makie19 veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Unterirdisch
Wieder einmal geht es um ein Umschreiben der Geschichte und um die Entdeckung einer "Hochkultur" - und diesmal sogar einer Europäischen! Ex oriente lux - von wegen! Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Tanzmaus veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein neuer Blick auf die Geschichte...
"Ex oriente lux",- "das Licht kam aus dem Osten"- so lautet bis heute die gängige Schulweisheit, und mit der Keilschrift und den Zikkuraten in Ur und anderswo im alten Sumer... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von H. Schneider veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Unerfreulich
Das Buch ist der Versuch einer populärwissenschaftlichen Zusammenfassung der außerordentlichen archäologischen Entdeckungen der letzten Jahrzehnte, wonach... Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Johannes Kaspar veröffentlicht
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