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Herberg-Rothe hat nicht nur ein Buch unter den vielen Veröffentlichungen zu Clausewitz geschrieben. Er hat ein Standartwerk zum Militärtheoretiker Clausewitz herausgegeben, das nur schwer überboten werden dürfte.
PK
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Klassiker ganz neu entdeckt,
Rezension bezieht sich auf: Das Rätsel Clausewitz: Politische Theorie des Krieges im Widerstreit (Taschenbuch)
Carl von Clausewitz gilt bis heute als Klassiker der Theorie des Krieges. Zugleich ist umstritten, ob seine Theorie auch heute noch Gültigkeit beanspruchen kann. Überrascht war ich, was der Autor bei diesem Klassiker alles neu entdeckt hat, dessen politische Theorie des Krieges weit über seine weltberühmte Formel vom Krieg als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln hinausgeht. Ausgangspunkt ist vielmehr Clausewitz' "wunderliche Dreifaltigkeit" des Krieges, die Andreas Herberg-Rothe interpretiert als ursprüngliche Gewaltsamkeit, den Kampf zweier oder mehrerer Gegner sowie die Unterordnung des Krieges unter die Politik bzw. die jeweilige Gesellschaft. Insgesamt ein anspruchsvolles Buch, zugleich sehr gut und manchmal sogar spannend zu lesen, vergleichbar mit den allerdings schon lange zurückliegenden Clausewitz-Büchern von Aron und Paret.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Konfus und konzeptionslos,
Von
Rezension bezieht sich auf: Das Rätsel Clausewitz: Politische Theorie des Krieges im Widerstreit (Taschenbuch)
Andreas Herberg-Rothe möchte Clausewitz neu interpretieren. Sein Ziel besteht darin, den preußischen General sowohl gegen seine heutigen Gegner (vor allem John Keegan und Martin van Creveld), als auch gegen seine Anhänger (Raymond Aron) zu verteidigen. Während Keegan (Die Kultur des Krieges, 1997) und van Creveld (Die Zukunft des Krieges, 1998) die berühmte Wendung vom Krieg als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln für schädlich und überholt erklärten, sah Raymond Aron (Clausewitz. Den Krieg denken, 1980) in ihr das Herzstück der nach wie vor aufschlußreichsten Theorie gewaltsamer Auseinandersetzungen. Herberg-Rothe schließt sich der Wertung Arons an, möchte den Kern von Clausewitz` Überlegungen aber in der Bestimmung des Krieges als einer „wunderlichen Dreifaltigkeit“, - bestehend aus ursprünglicher Gewaltsamkeit, der freien Seelentätigkeit des Feldherren und der Natur des Krieges als eines politischen Werkzeuges - finden. Im Ansatz erscheint dieser Versuch vielversprechend, macht er doch deutlich, daß Krieg der Politik zwar untergeordnet ist, aber eine Eigendynamik besitzt, die mittelmäßige Staatsmänner nicht immer zu bändigen wissen. Darüber hinaus kann Herberg-Rothe gute Gründe für die Annahme anführen, in den Passagen über die „wunderliche Dreifaltigkeit“ spiegele sich der letzte Stand der Überlegungen von Clausewitz. Um das Potential dieser Deutung auszuschöpfen, wären neben gewissenhafter Textauslegung allerdings auch die systematische Rekonstruktion und die empirische Auswertung der Clausewitzschen Theorie erforderlich. Schließlich bemühte sich der General um eine Philosophie des Krieges, deren entscheidende Bewährungsprobe darin bestehen sollte, der historischen Vielfalt ihres Gegenstandes gerecht zu werden. In beiderlei Hinsicht, systematisch wie historisch, ist die Arbeit Herberg-Rothes jedoch enttäuschend. Anstatt zunächst ein Gesamtbild der Kriegsauffassung von Clausewitz zu entwerfen und dann dessen Leistungsfähigkeit an ausgewählten Fallbeispielen zu erläutern, erschöpft der Autor die Geduld seiner Leser in immer neuen Anläufen manchmal kleinlicher, Wort für Wort auf die Goldwaage legender, manchmal abenteuerlicher und manchmal schlichtweg überflüssiger Philologie. So sehr man auch glauben möchte, daß es zum Verständnis von „Vom Kriege“ beiträgt, wenn Hegels Begriff der „Anerkennung“ diskutiert, Kleists „Penthesilea“ referiert, oder ganze 20 Seiten auf die Frage verwandt werden, was Clausewitz wohl mit dem Ausdruck „Polarität“ gemeint habe, der sachliche Ertrag solcher Ausführungen bleibt einfach zu dürftig. Nachdem er den größten Teil seines Buches verbraucht hat, ohne die innere Begründung und empirische Brauchbarkeit von Clausewitz‘ Ansatz darzulegen, muß Herberg-Rothe die Auseinandersetzung mit Keegan und van Creveld unter den denkbar ungünstigsten Voraussetzungen führen. Da er den beiden Militärhistorikern nicht demonstrieren kann, warum ihr Kriegsbild dem Clausewitzschen an geschichtlicher Erklärungskraft unterlegen ist, bleibt ihm nur der Frontalangriff moralischer Belehrung. Mit salbungsvollen Formulierungen werden die Kontrahenten darüber aufgeklärt, daß die übergeordnete politische Aufgabe des 21. Jh. darin bestehe, den Krieg zu begrenzen, und es allzu unhöflich von ihnen sei, nicht einzusehen, welchen Beitrag der richtig verstandene Clausewitz dazu leisten könne. Bedenkt man neben diesem enttäuschenden Ausklang noch, daß sich die Abhandlung fast nur mit dem ersten Kapitel von „Vom Kriege“ beschäftigt, kaum Informationen über den Lebensweg seines Verfassers enthält, ein höchst spekulatives Bild von dessen geistiger Entwicklung zeichnet (die angeblich von der Erfahrung dreier Schlachten determiniert worden sei: Jena, Moskau und Waterloo), obendrein schlecht gegliedert und stilistisch mäßig ist, wird man sie sicher nicht für einen Meilenstein der Clausewitz-Literatur halten. Trotz einiger interessanter Denkanstöße reicht sie nicht im entferntesten an die klassische Monographie Raymond Arons heran. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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