V. S. Naipaul ist indischer Abstammung und stammt aus der Karibik. In "Das Rätsel der Ankunft" geht er seinem Leben, das sich recht bald aufgrund eines Stipendiums in England abspielte, auf den Grund. Zunächst ist das Buch meines Erachtens schwer zugänglich. Er schildert seine Spaziergänge und das zieht sich teilweise sehr in die Länge und es passiert einfach nichts von Bedeutung. Mit dem Fortschreiten der Seiten gewinnt das Buch dann aber. Es ist interessant zu lesen, wie sich jemand aus einem völlig anderen Kulturraum in einer europäischen Gesellschaft zurecht findet. Seine Einsichten in so manche Verhaltensweise machen nachdenklich und sein Credo vom Vergehen und der Veränderung ist für jeden nachvollziehbar. Naipul schildert in einer sehr behutsamen Sprache sein Leben und seinen Werdegang. Seine Sprache ist dabei überzeugend und wohltuend. Er wirkt nirgendwo aufdringlich und vielleicht ist es auch das, was ihn ausmacht, daß er nirgendwo eindringen oder aufdringlich sein will. Interessant sind auch die Passagen über seine Suche nach Themen und was er als Schriftsteller bearbeiten sollte. Insgesamt also ein recht ansprechender Versuch einer Autobiographie. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)