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Das Puschkinhaus: Roman
 
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Das Puschkinhaus: Roman [Gebundene Ausgabe]

Andrej Bitow , Rosemarie Tietze
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
Preis: EUR 29,80 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 590 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 2 (1. Oktober 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518419226
  • ISBN-13: 978-3518419229
  • Originaltitel: Puskinskij dom
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 405.235 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Andrej G. Bitov
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Das Buch ist eine Hommage an die russische Literatur und die Russen, die stets gegen Eiszeiten anschrieben und lasen und die wie Bitow selbst vor allem auf die Zeit vertrauten, die das Wort wie ein eisernes Hemd schützt, »damit alle Geschosse falscher Bedeutungen neben dem behexten wahren Sinn einschlagen!« Und es ist eine Hommage an die Sprache, nicht nur die russische, an die Imperien der Worte, die es als einzige zu bewahren gilt, weil sie uns überstehen.« (Sabine Berking Frankfurter Allgemeine Zeitung )

»Das Puschkinhaus ist für die späte Sowjetzeit, was Bulgakows Meister und Margarita unter der Herrschaft Stalins war: ein atemberaubender intellektueller Entwurf, ein Zeugnis geistiger Unabhängigkeit, ein Roman über die Literatur – und wahnsinnig witzig.« (Berliner Zeitung )

»Vertrauen Sie mir, ich weiß, was ich tue, und lesen Sie den Roman Das Puschkinhaus von Andrej Bitow.« 
(Denis Scheck )

Kurzbeschreibung

Leningrad, November 1961. Am Morgen nach den Revolutionsfeierlichkeiten tobt der Wind durch die ausgestorbene Stadt, reißt das Fenster eines kleinen Palais auf und entdeckt den Philologen Ljowa Odojewzew tot am Boden seines verwüsteten Arbeitszimmers liegend, eine Duellpistole Puschkins in der Hand. Mit dieser Szene beginnt Andrej Bitows legendärer Roman, der neben Nabokovs Gabe, Bulgakows Meister und Margarita und Jerofejews Moskva – Petuški zu den prägenden Büchern einer neuen Autorengeneration in Rußland gehörte. Ljowa, Sproß eines Adelsgeschlechts, ein indifferenter „Held unserer Zeit“, zwischen verschiedenen Frauen hin- und hergerissen, hat sich in der Gelehrtenexistenz eingerichtet. Erschüttert von der Begegnung mit dem Großvater, der dreißig Jahre in Arbeitslagern zugebracht hat, wählt Ljowa dennoch den Weg seines Vaters. „Väter und Söhne“ verbindet die Einsicht, daß Flucht, Untreue und Verrat lebensnotwendig sind…

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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Skurrile Übergänge zwischen Schein und Wirklichkeit, 13. Dezember 2007
Von 
Regina Karolyi - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Puschkinhaus: Roman (Gebundene Ausgabe)
Am Jahrestag der Oktoberrevolution, irgendwann in den 60er-Jahren, liegt der etwa dreißigjährige Literaturwissenschaftler Ljowa Odojewzew offensichtlich tot im völlig verwüsteten Leningrader Puschkinhaus, dem Museum, in dem er während der letzten Jahre gearbeitet hat. Dem Anschein nach hat er sich nach dem Genuss von reichlich Alkohol duelliert.

So beginnt Andrej Bitows Roman "Das Puschkinhaus", und mit dieser Szene endet er auch. Dazwischen liegt die Schilderung von Ljowas Leben, einem im Grunde vergleichsweise faden Intellektuellenleben in der Nachkriegs-Sowjetunion und unter Chruschtschow.

Insgesamt wirkt Ljowas Leben wahrlich nicht spektakulär. Er hat drei Freundinnen, eine, die er will und die ihn nur erhört, wenn sie nichts Besseres vorhat, eine, die ihn begehrt und verehrt und die er nur erhört, wenn er frustriert ist, und eine, mit der er einmal zusammen ist und einmal nicht, je nach ihren Launen. Wie ein böser Geist scheint ihn indes Mitischatjew zu umschweben, ein ehemaliger Schulkamerad, neidisch auf Ljowas Herkunft und Erfolge. Mitischatjew beherrscht und erniedrigt Ljowa, dem es trotz mancher - zumeist halbherziger - Bemühung nicht gelingt, sich von Mitischatjew zu befreien. Daraus resultiert schließlich das Duell in Ljowas angestammter Domäne, dem Puschkinhaus.

Wie bereits erwähnt, böte Ljowas Leben eigentlich wenig Stoff für einen Roman, ginge es nur um eine Biografie. Andrej Bitow aber hat seinen Protagonisten bewusst zu einer Art unauffälligem Mauerblümchen gemacht und lässt die Geschichte um ihn sich mehr und mehr hin zur Fantastik, zum Irrealen wenden. Anlehnungen an Puschkin und weitere Größen der russischen Literatur verleihen dem Roman ein eigenartig zwischen diversen Zeiten und Räumen schwebendes, skurriles Flair, auch lassen sich unschwer Anspielungen auf James Joyce und Franz Kafka erkennen: eine kühne, bisweilen aberwitzig anmutende und doch immer mit leichter Hand nachgezeichnete Reise durch immer fremder erscheinende Dimensionen.
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