Pressestimmen
Das Buch stellt eine wichtige Grundlage für eine breitere gesellschaftliche Debatte dar, es lässt sowohl TheoretikerInnen, PraktikerInnen als auch aktive SexarbeiterInnen zu Wort kommen. Es zeigt deutlich auf, dass die intendierte bessere Absicherung und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der SexdienstleisterInnen quasi noch immer in Kinderschuhen steckt. Beim Lesen wird klar, dass weiterhin der Schutz vor der Prostitution statt der Schutz in der Prostitution im Fokus steht. Das Buch sei allen empfohlen, die bereit sind, sich differenziert auf den Diskurs über sexuelle Dienstleistungen einzulassen. Es leistet einen wesentlichen Beitrag, die teils sehr aufgeregt geführte Debatte zu versachlichen. (Weiberdiwan 01/2009)
Die Beiträge des vorliegenden Bandes sind in vier Gruppen gegliedert. Zunächst werden die Prostitutionsdiskurse einiger Länder nachgezeichnet, sodann Forschungsergebnisse zur Prostitution in Deutschland sowie aktuelle Fragestellungen und Probleme in der Praxis vorgestellt. Beschlossen wird der Band mit Konzepte[n] Sozialer Arbeit. (literaturkritik.de (6.2009))
Der von Barbara Kavemann und Heike Rabe herausgegebene Sammelband zum Prostitutionsgesetz zeichnet sich dadurch aus, dass die Thematik aus verschiedensten Blickwinkeln beleuchtet wird und insbesondere auch jene zu Wort kommen, die in der medialen Debatte oft keine Stimme haben: Prostituierte in sehr unterschiedlichen Lebens- und Arbeitssituationen ebenso wie Bordellbetreiber/-innen, Praktiker/-innen aus der Sozialen Arbeit ebenso wie aus Verwaltung und Justiz. Dadurch gelingt es, ein differenziertes und realistisches Bild von Prostitution und ihrer Regulierung in Deutschland zu zeichnen sowie weitere Hilfs- und Handlungsbedarfe überzeugend aufzuzeigen, aber auch wegweisende Modelle aus der Praxis vorzustellen. (Querelles-net.de, 1 2010)
Kurzbeschreibung
Sechs Jahre nach Inkrafttreten des deutschen Prostitutionsgesetzes (2002) zieht dieses Buch Bilanz: Wie wirkt sich das Gesetz auf Prostitution in Deutschland aus? Welche Probleme, Perspektiven ergeben sich, wie sieht die Wirklichkeit aus? Um die deutsche Situation besser einordnen zu können, werden europäische Perspektiven vergleichend herangezogen. Ein wichtiges Buch unter anderem für JuristInnen wie auch die Soziale Arbeit und die Polizei.Aus dem Inhalt:Prostitutionsdiskurse internationalBarbara Kavemann, Das deutsche Prostitutionsgesetz im europäischen VergleichBärbel Uhl, Europäische Entwicklungen im Umgang mit ProstitutionJulia O Connell Davidson, Eine Frage der Einwilligung - Sexsklaverei und Sexarbeit in GroßbritannienStefanie Tränkle, Strafen um zu schützen : Das Gesetz zur inneren Sicherheit in FrankreichAktuelle deutsche Forschungsergebnisse zu ProstitutionBarbara Kavemann, Claudia Fischer, Die Untersuchung zu den Auswirkungen des ProstitutionsgesetzesClaudia Fischer, Ausstiegshilfen aus der ProstitutionJoachim Renzikowski, Das Prostitutionsgesetz und strafrechtlicher HandlungsbedarfRebecca Pates, Daniel Schmidt, Die Verwaltung der Prostitution - Sachsen, Polen, TschechienMargrit Brückner, Christa Oppenheimer, Gewalt in der ProstitutionSabine Grenz, Freier auf der Suche nach dem perfekten sexuellen ErlebnisAktuelle Fragestellungen und Probleme in der PraxisDoris Winter, Arbeitsbedingungen in der ProstitutionIna Holznagel, Die Praxis der StaatsanwaltschaftHeike Rabe, Überlegungen zur Umsetzung des Prostitutionsgesetzes in das GewerberechtMichael Ernst-Pörksen, Zur pauschalen Besteuerung sexueller DienstleistungenAnsätze Sozialer ArbeitAndrea Weppert, Beratung von Prostituierten unter veränderten gesetzlichen VoraussetzungenAnne Rossenbach, Monika Kleine, Angelika Wiedenau, Geestemünder Straße - Neue Strategien zur Unterstützung für StraßenprostituierteMechthild Eickel, Neu starten - berufliche Integration mit Prostituierten bei MADONNA e.V. in BochumPerspektive und aktuelle Entwicklungen