Dieser Dokumentationsfilm wurde mit Schauspielern und "echten" Beratern von Männer gegen Männergewalt produziert. In kleinen Beratungszenen wird der Alltag der Täterberatung gespiegelt. Der Film bricht mit dem Klischee, dass der typische Täter häuslicher Gewalt arbeitslos, ständig gewalttätig oder prolomäßig wäre. Die Protagonisten sind sehr unterschiedlich. Ihnen gemeinsam ist jedoch, dass sie Gewalt gegenüber der Frau/Freundin ausgeübt haben. Manche haben eine Gewalteinsicht, andere nicht. Überraschend ist, wie authentisch die Schauspieler in ihrer Rolle sind. Die Berater von Männer gegen Männergewalt geben einen kleinen Eindruck ihrer Beratungstätigkeit, die vielleicht auch betroffenen Männern die Angst nehmen könnte, sich an solche Beratungsstellen bzw. Therapeuten zu wenden. Sehr eindrucksvoll wird klar, dass Männer nicht täglich 24 Stunden - ihr Leben lang - stark und perfekt sein können. Sie dürfen auch Angst haben. Doch müssen sie meist erst lernen, ihre Angst auszudrücken anstatt sie in Aggressionen und schließlich Gewalt (als Tarnung) auszudrücken.
Ein sehr interessanter und vorurteilsfreier Blick auf das Thema häusliche Gewalt bzw. Täterarbeit.