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Das Prinzip Trotzdem. Afrikanische Augenblicke
 
 
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Das Prinzip Trotzdem. Afrikanische Augenblicke [Gebundene Ausgabe]

Michael Bitala
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 147 Seiten
  • Verlag: Picus Verlag; Auflage: 1., Aufl. (28. Februar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3854529295
  • ISBN-13: 978-3854529293
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 11,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 466.959 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Michael Bitala
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Michael Bitala hat als Auslandskorrespondent der Süddeutschen Zeitung jahrelang in Afrika gelebt und gearbeitet. Seine Berichte aus Simbabwe, Südafrika, dem Kongo, Botswana, Swasiland, Kenia, Mali, Mosambik und Somalia verschließen die Augen nicht vor den ernsten Problemen des Kontinents. Bei seinen Recherchen zeigt Bitala stets Interesse am Alltag der Menschen, und so erfährt man von den Wünschen und Hoffnungen, die viele Afrikaner antreiben, wie beispielsweise die aus Nigeria stammende Happiness, die von Gao, einer Stadt am Südrand der Sahara aus, nach Europa gelangen möchte. Bitala erzählt ebenso von Marcello, der in einem Township in Südafrika aufwuchs und sich nun, nach dem Ende der Apartheid, in einer gemischten Crew auf das härteste Segelrennen der Welt vorbereitet. In Swasiland nimmt der Autor an einem Fest zu Ehren von Mswati III., Afrikas wohl bizarrstem König, teil, besucht in Johannesburg eine Vorlesung von Desmond Tutu und spricht in Gaborone, »Afrikas langweiligster Stadt«, mit Angehörigen der Regierung über Botswana, das als Vorbild des Kontinents gilt.

Über den Autor

Michael Bitala, geboren 1965 in Murnau am Staffelsee. Nach dem Studium von Kommunikationswissenschaft, Politischer Wissenschaft, Soziologie und Geschichte und der Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München arbeitet er seit 1992 bei der »Süddeutschen Zeitung«. Von 1999 bis 2006 war er Afrika-Korrespondent der »SZ« und lebte in Nairobi und in Kapstadt. Seit Juli 2006 ist er Redakteur im Reportage-Ressort »Die Seite Drei« der »SZ« in München. Im Picus Verlag erschien von ihm die Lesereise »Der Löwe im Keller des Palastes. Ostafrikanische Erfahrungen« und der Reportage-Band »Hundert Jahre Finsternis. Afrikanische Schlaglichter« (2005).

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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Insider-Reportagen, 17. März 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Das Prinzip Trotzdem. Afrikanische Augenblicke (Gebundene Ausgabe)
Bitala, der Afrikaexperte der Süddeutschen Zeitung, versammelt in "Afrikanische Augenblicke" Reportagen aus den vergangenen Jahren, die aus dem alltäglichsten Detail, wie den nigerianischen Frisierstuben in Malis Hauptstadt Bamako, Erkenntnis gewinnen. So widersetzt er sich Klischees und berichtet eher, als dass er wertet. Mit nachhaltigerem Effekt, als es jede pseudogutmenschelnde oder auf Exotik abzielende Reiseliteratur schafft.
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Ein wunderbares Buch für jeden Afrika-Liebhaber, 16. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Das Prinzip Trotzdem. Afrikanische Augenblicke (Gebundene Ausgabe)
In 18 Kurzreportagen berichtet Michael Bitala aus verschiedenen Ländern Afrikas.

Inhalt: In Höllische Fahrten ins Paradies" berichtet er von Menschen, die sich in Gao, dem Hauptanlaufpunkt für Auswanderer" in Mali aufhalten, um illegal nach Europa einzureisen, weil sie dort auf ein besseres Leben hoffen. Er spricht mit Menschenschmugglern und mit Auswanderern", die schon fünfmal versucht haben, sich durch die Wüste zu schlagen, aber immer wieder zurückgeschickt worden sind und trotzdem nicht aufgeben. Alle, die schon einmal in der Wüste gewesen sind, erzählen Horrorgeschichten. Nicht nur die Hitze macht einem zu schaffen, auch gibt es Räuber, die die Gruppen überfallen. Auch Autopannen können den Menschen zum Verhängnis werden, denn einen ADAC mitten in der Wüste gibt es nicht. Es kommt auch vor, dass die Menschenschmuggler Gruppen von Leuten in die Wüste bringen, sie dort einfach aussetzen und sich mit dem Geld und Nahrung auf den Rückweg machen, um mit einer neuen Menschengruppe in gleicher Weise zu verfahren. Trotz dieser Hindernisse träumen wahnsinnig viele Afrikaner von Europa.

In Der Löwe reist im Maybach" geht es um den König von Swasiland, der seinen Luxus genießt, während der Großteil seines Volkes hungert. Er hat einen Maybach für 500.000 Euro und lässt jedes Jahr 30.000 Jungfrauen fast nackt tanzen, um sich die schönste als Gattin auszusuchen, obwohl er schon 13 Ehefrauen hat. Swasiland ist bekannt für die höchste Aids-Rate der Welt. Um die Aids-Ausbreitung einzuschränken, verbot der König 2001 allen Mädchen unter 19 Jahren Geschlechtsverkehr zu haben. 2005 hob er diesen Sex-Bann" allerdings auf, weil er eine 17-jährige zur 13. Gattin haben wollte. Seiner Meinung nach sind die ausländischen Medien daran schuld, dass er als sexbesessen und machtsüchtig gelte. Im eigenen Land wird der König allerdings nicht kritisiert, sondern groß gefeiert, was vor allen Dingen daran liegt, dass Kritik am König mit Geld- und Haftstrafen versehen werden.

In Fälle mit Risiken und Nebenwirkungen" berichtet Michael Bitala von der aggressiven Werbung für bestimmte Vitamine, die bei Aids helfen sollen. Immer wieder klopfen Fremde bei aidskranken Menschen an die Tür, um sie davon abzuhalten, Aids-Medikamente zu nehmen. Diese, sagen sie, hätten schwere Nebenwirkungen und würden nicht helfen. Die Aids-Kranken sollten doch lieber auf Vitaminpräparate umsteigen. Ende 2005 protestierten 199 Mediziner und Wissenschaftler mit einem Brief an den Gesundheitsminister der Region Westkap gegen die Aktivitäten der Dr.-Rath-Stiftung, die diese Vitamine vertreibt. Dass von der Regierung nichts unternommen wird, liegt zum größten Teil daran, dass die südafrikanische Gesundheitsministerin Manto Tshabalala-Msimang eine gesunde Ernährung als bestes Heilmittel für die Aids-Kranken ansieht. Das dies Unsinn ist, ist bewiesen. Durch die Vitamine ist eine große Unsicherheit im Land entstanden. Viele Kranke wissen nicht, worauf sie zurückgreifen sollen.

Ein wunderbares Buch! Michael Bitala schreibt so fesselnd, dass man sein Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Die Reportagen sind aber nicht nur sehr spannend geschrieben, sondern enthalten manchmal auch einen Spritzer Ironie. Michael Bitala schafft es sehr gut, die einzelnen Schicksale der Menschen, ihre Träume, Hoffnungen und Ängste darzustellen. Auch werden Lösungsansätze und Perspektiven für die Zukunft deutlich. Ein Buch, für jeden geeignet, der Afrika liebt oder mehr über diesen rätselhaften und schönen Kontinent erfahren möchte.
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